GP Malaysia - Max Verstappen - Carlos Sainz - Toro Rosso - Qualifikation - Samstag - 28.3.2015 xpb
GP Malaysia - Lewis Hamilton - Mercedes - Qualifikation - Samstag - 28.3.2015
GP Malaysia - Lewis Hamilton - Mercedes - Qualifikation - Samstag - 28.3.2015
GP Malaysia - Lewis Hamilton - Sebastian Vettel - Qualifikation - Samstag - 28.3.2015
GP Malaysia - Lewis Hamilton - Sebastian Vettel - Nico Rosberg - Qualifikation - Samstag - 28.3.2015 75 Bilder

Toro Rosso mit gemischten Gefühlen

Verstappen happy, Sainz enttäuscht

Carlos Sainz war im Qualifying brandschnell. Doch dann erwischten ihn die wechselnden Bedingungen auf dem falschen Fuß. Max Verstappen drehte dagegen auf. Und schob sich auf Position sechs in der Startaufstellung.

Carlos Sainz durchlebte in der Qualifikation ein Wechselbad der Gefühle. Im ersten Abschnitt des Zeittrainings zum GP Malaysia knallte er die drittbeste Runde in den Asphalt. Nur die beiden Mercedes waren schneller. Und Sebastian Vettel fuhr auf die Tausendstel genau dieselbe Zeit von 1:39.814 Minuten. Allerdings hatte Sainz bei seinem Versuch die weichere Medium-Mischung montiert.

Sainz Drittschnellster in Q1

Dennoch: Der Speed des jungen Spaniers verblüffte. Seinen Teamkollegen Max Verstappen schenkte Sainz fast eine Sekunde ein. "Ich war sehr schnell im Trockenen. Sogar besser als ich erwartet hatte. Ich dachte, dass ich im weiteren Verlauf noch mehr aus dem Auto herausholen könne." Doch dann veränderten sich die Bedingungen und das Bild drehte sich für Sainz. Statt um einen Topstartplatz zu erkämpfen, erwischte es ihn in Q2. Das Resultat: Rang 15 in der Startaufstellung. "Wir hätten viel mehr herausholen können. Das Auto fühlt sich richtig gut und. Wir sind schnell in den Kurven."

Im zweiten Abschnitt verdunkelten sich die Wolken über dem 5,543 Kilometer langen Kurs in Sepang mehr und mehr. Um noch vor einsetzendem Regen eine schnelle Runde fahren zu können, stürmten alle verbleibenden 15 Piloten auf die Piste. Sainz gehörte allerdings zu den letzten Fahrern. Ein Nachteil aus zwei Gesichtspunkten. Der Spanier konnte sein Auto und die Reifen im Verkehr nicht optimal auf den fliegenden Versuch vorbereiten. Dazu erwischte ihn der Regen. "Ich bin sehr enttäuscht. Es war ein Mix aus unglücklichen Umständen. Zu allem Überfluss habe ich noch einen Anfängerfehler in Kurve 14 gemacht, als ich die Räder blockiert habe."

Helmut Marko lobt Sainz

Trotz Startplatz 15 gab es Lob von hoher Stelle. "Sainz war sensationell schnell. Schade, dass er durch den Verkehr gehandicapt wurde", sagte Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko nach dem Qualifying.

Des einen Pech, des anderen Glück. Für Verstappen wendete sich das Blatt im zweiten Durchgang. Mit einer guten Runde spülte es den Niederländer in das dritte Quali-Segment. Dort ließ der jüngste Fahrer der bisherigen F1-Geschichte mit Platz sechs sein Talent aufblitzen und seine Kritiker verstummen. "Ich musste den Leuten zeigen, dass ich nicht zu jung für die Formel 1 bin. Bislang hat das ganz gut geklappt", sagte Verstappen.

Verstappen nur knapp an Platz fünf vorbei

Ganz zufrieden war er allerdings nicht. "Das Auto hat sich im Regen gut angefühlt. Die Balance stimmte. Wir haben aber noch ein Problem mit den Bremsen. Das müssen wir in den Griff bekommen." Konkret: Wie Sainz verschenkte der 17-Jährige Zeit durch blockierende Räder. Allerdings in der letzten Ecke. "Platz fünf wäre sicherlich möglich gewesen." Diesen belegte Daniil Kvyat im Red Bull. Mit 0,030 Sekunden Vorsprung auf Verstappen.

Und was ist morgen drin? "Wir wollen viele Punkte holen. Es wird schwer, weil beide Williams und ein Ferrari hinter uns sind. Dafür sind wir aber nahe an Red Bull dran." Sainz muss dagegen aufholen. "Wir können immer noch um ein gutes Resultat kämpfen. Aber es wird nicht einfach, die Force India und Lotus auf der Strecke zu überholen."

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