Toro Rosso STR13 für F1-Saison 2018

Daten, Infos und Bilder

02/2018, Toro Rosso STR13. Foto: xpb 44 Bilder

Der Toro Rosso STR13 ist in dieser Saison die große Wundertüte im Starterfeld. In Barcelona wurde das Auto des Red Bull-Schwesterteams offiziell enthüllt. Die größte Neuerung konnte man dabei aber nicht sehen.

Mit der Enthüllung des neuen STR13 in der Boxengasse von Barcelona startete Toro Rosso am Montag (26.2.2018) in eine neue Ära. Drei Jahre hatte McLaren mit dem leistungsschwachen und unzuverlässigen Honda-Motor gekämpft, ab dieser Saison wird Toro Rosso mit dem Triebwerk aus Japan unterwegs sein.

Obwohl die Verantwortlichen zugeben, dass die Kommunikation mit den Japanern zum Start der neuen Ehe nicht ganz reibungslos lief, gibt man sich optimistisch. „Es sind alle Voraussetzungen geschaffen, dass Toro Rosso besser abschneidet als auf dem siebten Platz wie im letzten Jahr“, erklärte Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko.

Neuer Motor, unerfahrene Piloten

Toro Rosso STR13 - Screenshot - Honda-Motor Soundcheck-Video - 2018
So klingt der neue Honda-Motor 1:28 Min.

Das Triebwerk habe auf Prüfstandsläufen bewiesen, dass die Zuverlässigkeit erhöht wurde. Auch der erste Shakedown in Misano lief nach Angaben der Ingenieure zufriedenstellend. Bis zum Sommer sollen auch in Sachen PS-Leistung deutliche Zuwächse erzielt werden. Das Ziel für Toro Rosso lautet, regelmäßig in die Punkte zu fahren. Vor allem in den ersten Rennen der Saison sollte man aber nicht zu viel erwarten.

Das liegt auch an den Fahrern. Mit Brendon Hartley und Pierre Gasly hat das Junior-Team von Red Bull die unerfahrenste Pilotenpaarung der ganzen Formel 1. Beide waren erst zum Saisonende 2017 ins kalte Wasser geworfen worden, konnten aber wegen Problemen mit den Renault-Aggregaten kaum Kilometer abspulen.

Toro Rosso STR13 mit Stummelnase

Wie gut es für die Piloten läuft hängt auch von der Konkurrenzfähigkeit des Chassis ab. In den vergangenen Jahren hat Toro Rosso immer wieder ein gutes Auto auf die Räder gestellt, dass dann aber oft unter Wert geschlagen wurde. „Oft konnten wir das Entwicklungstempo in der zweiten Saisonhälfte nicht halten“, erklärt Marko. „Das soll dieses Jahr etwas anders werden.“

Bei der Vorstellung des neuen STR13 konnte man bereits viele Änderungen erkennen. Das Auto hat nun auch eine Stummelnase bekommen. Damit ist der Mercedes das einzige Auto im Feld mit einer ansehnlichen Rundnase. Auch in die neuen Seitenkästen und die modifizierten Leitbleche an den Flanken haben die Ingenieure viel Aufwand gesteckt.

Luft wird sowohl durch die Vorderachse geleitet als auch per S-Schacht durch die Nase. An der Vorderachse setzten die Ingenieure wieder auf den Trick mit den höhergelegten Querlenkern. Der Halo bekam ein kleines Dach aufgesetzt. Der Unterboden ist von Schlitzen durchsetzt. Direkt vor den Hinterrädern wurden filigrane Flügelelemente montiert. Die Motorhaube trägt noch einen relativ großes Loch am Ende. Toro Rosso will bei den Testfahrten sicher gehen, dass sich die Hitze unter der Verkleidung nicht zu sehr staut.

In der Galerie zeigen wir Ihnen den STR13 in all seinen Details.

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