Toro Rosso-Teamchef Franz Tost exklusiv

"Wer vorne steht, ist nicht zu überholen"

Franz Tost Foto: Toro Rosso 26 Bilder

Toro Rosso könnte für eine faustdicke Überraschung sorgen. Die Rennsimulation von Jaime Alguersuari am Freitag in Barcelona lag im Bereich der Spitzenteams. auto-motor-und-sport.de unterhielt sich mit Teamchef Franz Tost über das Toro Rosso-Wunder.

Wie sieht Ihr Bild nach den Testfahrten in Barcelona aus?
Tost: Ferrari und Red Bull sind leicht vorne. Dann kommen mit leichtem Abstand McLaren und Mercedes GP. Dann wieder ein Abstand bis zu einem unglaublich dicht gedrängten Mittelfeld. Da gehören Sauber, Williams, Renault, Force India und wir dazu. Es wird auf die Tagesform und das Setup des Autos ankommen, wer da die Nase vorn hat.

Stapeln Sie angesichts der Testergebnisse von Toro Rosso nicht etwas tief?
Tost: Überraschungen kann es höchstens in den ersten Rennen geben. Dann wird das Entwicklungstempo die Reihenfolge bestimmen, und da spielen die Spitzenteams ihre Power aus. Und da kann ein kleines Team wie Toro Rosso mit den großen Vier nicht mithalten. Ich fürchte, dass die Top-Teams zwischen Barcelona und Bahrain noch einiges auspacken werden.
 
Toro Rosso musste zum ersten Mal sein Auto selbst bauen. Trotzdem gab es kaum Anlaufschwierigkeiten. Überrascht Sie das?
Tost: Wir hatten am ersten Testtag Ärger mit dem Getriebe, doch das war es dann auch. Unsere Fahrer haben jeden Tag mindestens eine Renndistanz geschafft. Das heißt, dass wir von der Standfestigkeit her ein Rennen durchstehen können. Wenn wir trotzdem ausfallen sollten, dann haben wir schlampig gearbeitet. Ob es mich überrascht? Ich habe damit gerechnet. Wir haben uns gut vorbereitet. Im Oktober haben wir uns gesagt: Das Auto muss so früh fertig sein, dass wir auf Pannen reagieren können. Wir wollen ab dem 1. Februar fahren. Und so ist es gekommen.
 
Die erste Hürde ist geschafft. Was sind die nächsten?
Tost: In der Formel 1 bis du jeden Tag mit irgendwelchen Herausforderungen konfrontiert. Du hast nie etwas übersprungen, kannst nie sagen: Jetzt habe ich es geschafft. Wir haben Herausforderungen abgehakt, so muss man das bezeichnen. Die erste war, das Auto zeitgerecht fertigzubringen. Die zweite, es haltbar zu machen. Die dritte wird sein, Rundenzeit zu finden. Und die vierte, die Infrastruktur weiterzuentwickeln. Und dann stehen mit 19 Rennen wieder 19 Hürden vor uns.
 
Was muss bei der Infrastruktur noch gemacht werden?
Tost: Wir haben jetzt rund 250 Mitarbeiter. Da ist noch Luft nach oben. Wir haben bewusst einen Puffer eingebaut, um auf Schwachstellen im System reagieren zu können.
 
Was wird in diesem Jahr wichtiger: Ein gutes Setup für die Qualifikation oder eines, das im Rennen die Reifen schont?
Tost: Wer am Start vorne steht, wird nicht zu überholen sein. Weil er vorne das Tempo und damit den Reifenverschleiß bestimmen kann. Der kann gar nicht so rumeiern, dass ihn die anderen überholen.

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