Valtteri Bottas - Mercedes - GP Toskana - Mugello - Formel 1 - 11. September 2020 Motorsport Images
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Toskana - Mugello - Formel 1 - 11. September 2020
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Toskana - Mugello - Formel 1 - 11. September 2020
Carlos Sainz - McLaren - GP Toskana - Mugello - Formel 1 - 11. September 2020
Carlos Sainz - McLaren - GP Toskana - Mugello - Formel 1 - 11. September 2020 42 Bilder

Toskana-GP 2020 - Ergebnis Training 2

Perfekter Freitag für Bottas

Nach der Bestzeit zum Mugello-Auftakt konnte Valtteri Bottas auch in der zweiten Toskana-Session die Bestzeit setzen. Lewis Hamilton und Max Verstappen sind aber nicht weit entfernt. Ferrari hatte mal wieder mit Problemen zu kämpfen.

Wird das Ferrari-Jubiläum in Mugello zur Mercedes-Party? Nach den ersten beiden Trainings festigt sich bereits der Eindruck, dass die schwarz lackierten Silberpfeile auch auf dem neuen Toskana-Kurs mit seinen vielen schnellen Kurven als Favorit in die wichtigen Sessions am restlichen Wochenende geht. Vor allem Valtteri Bottas hinterließ am Freitag (11.9.) einen bärenstarken Eindruck.

Schon in der ersten Session am Vormittag konnte den Finnen keiner schlagen. Beim zweiten Training, als alle Piloten erstmals mit weichen Reifen und wenig Sprit auf Zeitenjagd gingen, legte der WM-Zweite noch einmal nach. In 1:16.989 Minuten umrundete Bottas die 5,245 Kilometer lange Achterbahn in den Hügeln der Toskana.

Außer Bottas gelang es sonst niemandem, die 1:17er Marke zu unterbieten. Lewis Hamilton blieb am ersten Trainingstag immer einen Tick hintendran. Mit gut zwei Zehnteln Rückstand musste sich der Weltmeister am Ende mit Rang zwei zufrieden geben.

Kann Verstappen Anschluss halten?

Die beiden Mercedes-Piloten haben in Mugello wieder mal nur einen Herausforderer: Max Verstappen konnte den Rückstand im Freien Training noch einigermaßen in Grenzen halten. Seine schnelle Runde blieb nur zweieinhalb Zehntel langsamer als die von Bottas. Man darf gespannt sein, ob das Verbot des "Party-Modus" bei Mercedes dieses Mal in der Qualifikation für mehr Spannung sorgt als noch in Monza.

Alex Albon - Red Bull - GP Toskana - Mugello - Formel 1 - 11. September 2020
Red Bull
Alexander Albon konnte das Tempo von Teamkollege Max Verstappen wieder einmal nicht mitgehen.

Wenn alles normal läuft, dann hat der Rest der Formel-1-Welt mit der Vergabe der Podiumsplätze nichts zu tun. Alexander Albon im zweiten Red Bull reihte sich in der Tabelle zwar direkt hinter Teamkollege Verstappen ein. Auf der Uhr trennten die beiden Schwesterautos aber mehr als sieben Zehntel.

Während Verstappen Jagd auf Mercedes macht, muss Albon versuchen, das Mittelfeld im Rückspiegel zu halten. Den stärksten Eindruck unter den Verfolgern hinterließ am Freitag Renault. Daniel Ricciardo und Esteban Ocon ließen sich die fünft- bzw- sechstschnellsten Zeiten notieren. Ihr Rückstand auf die Spitze fiel mit mehr als einer Sekunde aber schon ordentlich aus.

Perez kracht in Räikkönen

Dahinter folgte mit Sergio Perez schon der erste Racing Point-Pilot. Die rosa Rennwagen bekamen für Mugello noch einmal ein größeres technisches Upgrade spendiert. Deshalb dauerte es etwas länger als bei der Konkurrenz, bis die Piloten mit der Zeitenjagd beginnen konnten.

Am Nachmittag leistete sich Perez allerdings auch einen kleinen Fauxpas. Als der Mexikaner die Boxengasse verließ, übersah er den mit Überschuss heranstürmenden Kimi Räikkönen. Beim Einlenken in die erste Kurve kollidierten beide Autos. Perez verlor Teile seines Frontflügels. Räikkönen musste ins Kiesbett, aus dem er sich aber aus eigener Kraft befreien konnte.

Für Perez hatte die Aktion allerdings noch ein Nachspiel. Die FIA-Kommissare untersuchten den Vorfall und sprachen eine Rückversetzung um einen Startplatz für das Rennen am Sonntag aus. In der Urteilsbegründung heißt es, dass Perez von seinem Team gewarnt wurde aber die Kollision nicht vermieden hat. Er trage deshalb die alleinige Schuld.

Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - GP Toskana - Mugello - Formel 1 - 11. September 2020
xpb
Kimi Räikkönen war auf Rang neun bester Pilot mit Ferrari-Motor.

Für Räikkönen lief die Session bis auf den Zwischenfall dagegen eigentlich fast optimal. In der Zeitentabelle fand sich Räikkönen ungewöhnlich weit vorne wieder – auf Rang neun direkt hinter Monza-Sieger Pierre Gasly. Der Routinier war damit sogar der schnellste Pilot mit einem Ferrari-Motor im Heck.

Probleme bei Ferrari

Die beiden Werkspiloten der Scuderia, Charles Leclerc und Sebastian Vettel, hatten beide wieder einmal mit Problemen zu kämpfen. Die schnellsten Runden reichten nur für die Plätze zehn und zwölf. Dazu legten beide beim Versuch in den Grenzbereich zu gehen Dreher auf den Asphalt.

Kurz nach Ablauf der Uhr streikte dann am Rennwagen von Sebastian Vettel auch noch die Technik. Auf dem Weg zur Box verweigerte der V6-Hybrid-Motor im Heck den Dienst. Noch ist nicht klar, wie schwerwiegend das Problem ist. Das havarierte Auto musste zur Garage zurückgeschleppt werden.

Auch bei McLaren lief am Freitag nicht alles optimal. Nach der tollen Leistung in Monza kamen Lando Norris und Carlos Sainz in Mugello deutlich schwerer in die Gänge. Während Sainz auf Rang 13 fast das gesamte Mittelfeld vor der Nase hat, musste Norris seine Zeitenjagd vorzeitig beenden.

Norris kracht in die Bande

Am Ausgang von Kurve 3 war der Youngster leicht neben die Randsteine ins Kies geraten. Dadurch brach das Heck seines orangefarbenen Rennwagens aus. Die elegante Pirouette in der Wiese wurde unsanft vom Aufprall in die Bande gestoppt. Norris verlor den Frontflügel und musste die Session nach nur neun Runden beenden.

Auf einer neuen Strecke wie Mugello ist solch ein Ausrutscher besonders ärgerlich. Weil Norris am Ende der Session keine Longruns abspulen konnte, muss das Team auf die wichtigen Daten zum Reifenverschleiß verzichten. Bei Asphalttemperaturen von weit über 40°C könnte die Haltbarkeit der Pirelli-Gummis im Rennen ein wichtiger Faktor werden.

Toskana-GP 2020: Ergebnis Training 2

Fahrer Team Zeit Abstand Runden
1. Valtteri Bottas Mercedes 1:16.989   28
2. Lewis Hamilton Mercedes 1:17.196 +0.207s 29
3. Max Verstappen Red Bull 1:17.235 +0.246s 25
4. Alexander Albon Red Bull 1:17.971 +0.982s 28
5. Daniel Ricciardo Renault 1:18.039 +1.050s 32
6. Esteban Ocon Renault 1:18.115 +1.126s 29
7. Sergio Perez Racing Point 1:18.198 +1.209s 34
8. Pierre Gasly Alpha Tauri 1:18.244 +1.255s 30
9. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:18.385 +1.396s 38
10 Charles Leclerc Ferrari 1:18.400 +1.411s 27
11. Lance Stroll Racing Point 1:18.462 +1.473s 37
12. Sebastian Vettel Ferrari 1:18.498 +1.509s 39
13. Carlos Sainz McLaren 1:18.651 +1.662s 32
14. Lando Norris McLaren 1:18.658 +1.669s 9
15. Daniil Kvyat Alpha Tauri 1:18.736 +1.747s 33
16. George Russell Williams 1:18.843 +1.854s 33
17. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:18.944 +1.955s 35
18. Nicholas Latifi Williams 1:18.983 +1.994s 31
19. Kevin Magnussen Haas 1:19.113 +2.124s 32
20. Romain Grosjean Haas 1:19.257 +2.268s 5
Fahrer Team Zeit Abstand Runden
1. Valtteri Bottas Mercedes 1:16.989   28
2. Lewis Hamilton Mercedes 1:17.196 +0.207s 29
3. Max Verstappen Red Bull 1:17.235 +0.246s 25
4. Alexander Albon Red Bull 1:17.971 +0.982s 28
5. Daniel Ricciardo Renault 1:18.039 +1.050s 32
6. Esteban Ocon Renault 1:18.115 +1.126s 29
7. Sergio Perez Racing Point 1:18.198 +1.209s 34
8. Pierre Gasly Alpha Tauri 1:18.244 +1.255s 30
9. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:18.385 +1.396s 38
10 Charles Leclerc Ferrari 1:18.400 +1.411s 27
11. Lance Stroll Racing Point 1:18.462 +1.473s 37
12. Sebastian Vettel Ferrari 1:18.498 +1.509s 39
13. Carlos Sainz McLaren 1:18.651 +1.662s 32
14. Lando Norris McLaren 1:18.658 +1.669s 9
15. Daniil Kvyat Alpha Tauri 1:18.736 +1.747s 33
16. George Russell Williams 1:18.843 +1.854s 33
17. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:18.944 +1.955s 35
18. Nicholas Latifi Williams 1:18.983 +1.994s 31
19. Kevin Magnussen Haas 1:19.113 +2.124s 32
20. Romain Grosjean Haas 1:19.257 +2.268s 5
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