Toto Wolff, Lewis Hamilton & Valtteri Bottas - Mercedes - 2017 xpb
Mercedes AMG W08 - F1-Auto - 2017
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Mercedes AMG W08 - F1-Auto - 2017 48 Bilder

Toto Wolff zum Streit um das Fahrwerk

„Bewegen uns im legalen Bereich“

Der neue Mercedes W08 EQ Power+ gewinnt auf jeden Fall den Schönheitspreis. Aber ist er auch schnell? Teamchef Toto Wolff und Lewis Hamilton sind vorsichtig optimistisch.

Mut zum Anderssein. So könnte man den neuen Silberpfeil am besten beschreiben. Und darin spiegelt sich das Selbstvertrauen aus drei WM-Titeln und 52 GP-Siegen seit 2014 wieder. Die Ingenieure wissen, was sie tun. Sie geraten nicht wie bei Ferrari in Panik, nur weil einer ein Auto mit einem langen Radstand baut. Sie versuchen nicht die FIA dazu zu bringen, die Aufhängungsregeln neu zu schreiben, nur weil ein anderer etwas hat, das man selbst nicht versteht.

Der neue Mercedes hat keine Knollennase und kein Airbox-Segel. Er ist extrem lang und im Vergleich zur Konkurrenz gleichzeitig grazil. Man merkt: Hier wurde nicht nur auf Abtrieb, sondern auch auf eine Minimierung des Anstiegs des Luftwiderstandes geachtet. Die ersten Windkanalversuche wurden schon vor dem ersten Rennen 2016 in Angriff genommen. Zu dem Zeitpunkt kannten die Ingenieure noch nicht einmal die Details des neuen Reglements.

Mit der frühen Konzeptphase reagierte Mercedes auf eine Regel, die in diesem Jahr die Arbeit im Windkanal nicht nur auf 25 Stunden, sondern auch auf 65 Versuchsreihen pro Woche beschränkt. Je mehr Aerodynamikkonfigurationen man bereits 2016 abspulen konnte, umso mehr Luft hat man jetzt. Bis zur Fertigstellung des Autos sind es über 2.000 Versuchsreihen geworden.

Hamilton begeistert vom Mercedes-Puzzle

Teamchef Toto Wolff sieht in der Regelreform Chance und Risiko zugleich. „2014 haben wir von einer Regelreform profitiert. Es kann auch diesmal so sein, dass einer den goldenen Schuss landet. Für uns war wichtig, dass wir konzentriert und motiviert bleiben und verstehen, was wir brauchen, um erfolgreich zu bleiben“

Mercedes AMG W08 - F1-Auto - 2017
xpb
Lewis Hamilton ist begeistert von seinem Dienstwagen.

Lewis Hamilton verfolgte enger als sonst den Werdegang des neuen Autos. „Ich habe miterlebt, wie die Windkanalmodelle langsam Form annahmen, habe das Test-Modell gesehen und war letzte Woche beim Zusammenbau dabei. Der größte Moment aber war, als gestern Nacht das Puzzle endlich fertig wurde. Ich habe noch nie ein Rennauto gesehen, das so bis ins Detail konstruiert worden ist. Die Jungs haben sich nicht auf ihren Lorbeeren ausgeruht, sondern noch härter gearbeitet als bisher, obwohl das eigentlich gar nicht geht.“

Hamilton findet, dass sein neues Dienstfahrzeug einfach „amazing“ aussieht, was wir frei als „geil“ übersetzen dürfen. Bei Wind und Wetter in Silverstone wollte das echte Fahrgefühl allerdings noch nicht so recht aufkommen.

„Erst war ich auf Regenreifen unterwegs, dann auf Slicks. Es gab aber immer noch feuchte Flecken auf der Strecke, und der Wind war wirklich heftig. In Stowe Corner hatte ich massiven Gegenwind. Da konnte ich den Abtrieb zum ersten Mal spüren, obwohl ich eigentlich nur herumgerollt bin. Und die Motoren-Jungs haben mir auch nur wenig Power erlaubt.“

Lewis Hamilton - Mercedes W08 - F1 - 2017
Mercedes
Die Mercedes-Aufhängung wurde bei der Präsentation genau unter die Lupe genommen.

Erfolgswille bei Mercedes nie größer

Hamilton hat "das starke Gefühl, dass Mercedes auch in diesem Jahr das beste Team im Feld sein wird. Obwohl ich mir für die Fans wünsche, dass wir ein bisschen Konkurrenz bekommen.“ Die Gegner von Mercedes machen bereits fleißig Politik. Ferrari versucht mit allen Mitteln die FIA dazu zu bewegen, die Fahrwerksregeln so umzuschreiben, dass Mercedes und Red Bull nicht mehr von der hydraulischen Vernetzung profitieren. „Ich mache mir da keine Sorgen. Die FIA hat uns mehrmals zugesichert, dass wir uns im legalen Bereich bewegen. Wir betrachten das als das übliche Säbelrasseln vor der Saison“, winkt Toto Wolff ab.

Der Österreicher geht gespannt, aber gleichzeitig auch entspannt in die neue Saison. Er vertraut seiner Mannschaft, die sich nicht dadurch auseinanderreißen lässt, weil mit Nico Rosberg und Paddy Lowe zwei wichtige Leute von Bord gingen und mit Valtteri Bottas und James Allison zwei neue Schlüsselfiguren kommen, die sich erst einleben müssen.

„Wir haben ein großartiges Team, zwei sehr gute Fahrer und eine Einstellung, die den Erfolg nicht als etwas Selbstverständliches nimmt. Im Moment ist Begeisterung das vorherrschende Gefühl. Ich habe unseren Erfolgswillen nie größer erlebt.“

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