Toyota

Das Reifen-Rätseln geht weiter

Foto: Daniel Reinhard

Die Aussichten für das Rennen in Melbourne sind für Ralf Schumacher nicht allzu rosig. Die Kölner Truppe tappt in der Reifenfrage immer noch im Dunkeln. Eine Testwoche brachte widersprüchliche Ergebnisse.

Während Bruder Michael sich in Asien die Sonne auf den Bauch scheinen ließ, eilte Ralf Schumacher nach dem GP Malaysia zurück nach Europa, um die Testarbeit wieder aufzunehmen. Das Toyota-Team rätselt nach wie vor, warum die Bridgestone-Reifen am TF106 nicht auf Betriebstemperatur zu bringen sind.

Das Team testete auf seiner Hausstrecke in Le Castellet. Doch die Ergebnisse sind widersprüchlich. Testfahrer Ricardo Zonta zeigte sich schon am zweiten Tag optimistisch. Man habe einige vielverprechende Gummis mit weicher Mischung gefunden. Einen Tag später behauptete Jarno Trulli das Gegenteil und fürchtet: "Das Problem wird uns das ganze Jahr verfolgen." Ralf Schumacher schwankt zwischen Hoffen und Bangen: "Wenn wir den richtigen Dreh finden, kann es ganz schnell gehen. Wenn das Problem in der Konstruktion des Autos liegt, kann es sehr lange dauern."

Extrem sensibles Auto

Der technische Projektleiter Pascal Vasselon kommt von Michelin und ist ein Reifenspezialist. Er glaubt, dass das Problem am Auto liegt. "Wir werden wohl noch ein zwei Rennen brauchen", sagt der Franzose. In Bahrain schickte das Team in seiner Hilflosigkeit beide Fahrer mit extrem unterschiedlichen Abstimmungen ins Rennen. Ralf Schumacher war pro Runde eine Sekunde schneller als Jarno Trulli, was zeigte, dass der Toyota extrem sensibel auf Abstimmungsänderungen reagiert. Dennoch war Ralf Schumacher weit von den Zeiten der Spitze entfernt.

Auch die Testzeiten in der abgelaufenen Woche waren nicht bahnbrechend. Zudem kritisiert mancher Experte die Piste in Le Castellet. Begründung: Der Asphalt auf der südfranzösischen Strecke sei so speziell, dass sich andere Strecken nicht simulieren lassen. In Malaysia kam Toyota die große Hitze, ein rauher Belag und langgezogene Kurven entgegen. Auf dem rutschigen Stop and Go-Kurs in Melbourne erwartet Ralf Schumacher und Co. das Gegenteil.

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