Toyota

Entscheidung bis Saisonende

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Die Entscheidung über die Zukunft von Ralf Schumacher bei Toyota und damit möglicherweise auch über seine Formel-1-Karriere fällt in den kommenden vier Wochen.

Er erwarte sie "bis zum Ende der Saison", sagte der Vorsitzende der Toyota-Teamchef Tadashi Yamashina am Dienstag (25.9.). "Wir denken bis jetzt weiter über alle Möglichkeiten nach. Wir haben noch keine Entscheidung getroffen", sagte er fünf Tage vor dem Großen Preis von Japan auf dem hauseigenen neuen Kurs in Fuji.

Schumacher wartet ab

Obwohl die Zeit davonzueilen scheint - das Saisonfinale wird am 21. Oktober im brasilianischen Sao Paolo gestartet - und die Auswahl an Cockpits für die nächste Saison relativ gering ist, bleibt der 32-jährige Schumacher aber gelassen. "Im Moment verhandelt jeder mit jedem, aber das ist ganz normal", meinte er und riet: "Man sollte einfach abwarten."

Entgegen anders lautender Berichte befinden sich Schumachers Arbeitgeber Toyota und Ferrari-Fahrer Felipe Massa allerdings nicht in Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit. Auf die entsprechende Nachfrage entgegnete Yamashina erst mit einem herzhaften Lachen und dann mit den Worten: "Nein, davon weiß ich nichts." Die britische Zeitung "Daily Mail" hatte von Verhandlungen zwischen Toyota und Massa seit dem vergangenen Wochenende berichtet.

Alonso ist der Schlüssel

Ein weiterer Kandidat auf ein Toyota-Cockpit soll Medienberichten zufolge Heikki Kovalainen sein, der in diesem Jahr seine erste Saison bei Renault absolviert. Dorthin könnte Weltmeister Fernando Alonso zurückkehren, falls es nach der Spionage-Affäre sowie wegen des abgekühlten Verhältnisses zwischen McLaren-Mercedes Teamchef Ron Dennis und seinem spanischen Piloten zu einem vorzeitigen Ende der Zusammenarbeit kommt.

"Wenn er wechselt, wird sich das ein oder andere bewegen", glaubt auch Schumacher. Würde sich für ihn selbst daraus ein Vor- oder Nachteil ergeben? "Weder noch", antwortete Ralf Schumacher, der seit 1997 in der Formel 1 Rennen fährt, bis dato 177. Sechs davon konnte er gewinnen. Doch lang ist’s her: Das letzte Mal stand der jüngere Bruder des im vergangenen Jahr vom Rennsport zurückgetretenen Rekordweltmeisters Michael Schumacher am 6. Juli 2003 im französischen Magny-Cours ganz oben auf dem Treppchen, damals noch mit Williams-BMW.

Sportlicher Erfolg ausgeblieben

Mit dem Wechsel zu Toyota vom 2005 Jahr an sollte langfristig der Angriff auf den Formel-1-Thron folgen. Doch der in Köln-Marsdorf beheimatete Rennstall kam immer mehr vom Erfolgskurs ab. Siege Fehlanzeige. Im sechsten Jahr der Toyota-Zugehörigkeit zur "Königsklasse" dümpelt das Team im Mittelfeld als Sechster mit mickrigen zwölf Punkten. "Diese Saison ist schon sehr hart", konstatierte auch Ralf Schumacher vor über 200 zumeist japanischen Medienvertretern mit bitterernster Miene.

Ausgerechnet beim Heimrennen sollen er und sein Teamkollege Jarno Trulli - 14. und 13. der WM-Wertung mit fünf und sieben Punkten - nun den Karren aus dem Dreck ziehen. "Wir sind zuversichtlich", meinte Trulli. Bei Ralf Schumacher klang das so: "Wir haben realisiert, dass das Rennen am Wochenende ein ganz besonderes wird."

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