Toyota

Probleme mit der Lizenz

Foto: Daniel Reinhard 7 Bilder

Ein stümperhafter Fehler des Team-Managements kann Toyota teuer zu stehen kommen. Das in Köln ansässige, knapp 1.000 Mitarbeiter zählende Team, das im Jahr 2002 in der Formel 1 debütierte, hatte nämlich offenbar vergessen, beim DMSB (Deutscher Motorsport Bund) eine Formel 1-Bewerberlizenz zu lösen.

Das Formel 1-Team startete bei seinen 56 Grand Prix-Rennen unter der Bewerbung, die noch aus den Zeiten in der Rallye-WM stammt: "Castrol Toyota Team Europe“.

Dieser Lapsus fiel erst nach drei Jahren, im April 2005, auf: Ralf Schumacher war unmittelbar nach dem GP von San Marino wegen Behinderung eines Gegners beim Boxenstopp mit einer 25-Sekunden-Zeitstrafe belegt worden war. Dagegen wollte sich Toyota wehren. Die Berufung in solchen Fällen kann aber nicht vom Team selbst eingelegt werden. Vielmehr ist der nationale Verband zuständig, in Toyotas Fall der DMSB. In Frankfurt suchte man vergeblich nach der Formel 1-Lizenz und man versuchte, den Fall zu vertuschen: Toyota meldete in einer Presseerklärung, dass das Team den Einspruch zurückgezogen habe.

Auf seiner Routine-Sitzung im Juni wird der FIA-Weltrat über eine etwaige Strafe gegen Toyota entscheiden. Gut möglich, dass dem Team, das zur Zeit sensationell auf Platz zwei in der Konstrukteurs-WM liegt, alle in diesem Jahr gesammelten Punkte aberkannt werden.

Im Kampf gegen den Herstellerverband GPR (Grand Prix Racing), in dem sich BMW, Mercedes, Renault, Toyota und Honda zusammengeschlossen haben und der ab 2008 eine Piratenserie plant, hat sich die Position der FIA damit weiter verbessert. Denn beide japanische Hersteller müssen Sanktionen befürchten und sind vom Wohlwollen der FIA-Gremien abhängig. Das Tank-Schummler-Team Honda hat sich gestern offiziell dafür entschuldigt, der FIA Inkompetenz und Parteilichkeit unterstellt zu haben.

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