Toyota TF105

Der Renault-Ferrari-Mix

Foto: Toyota 7 Bilder

Als erstes Formel-1-Team hat Toyota seinen neuen Rennwagen für die Saison 2005 vorgestellt. Vor 200 Journalisten enthüllte Ralf Schumacher am Samstag (8.1.) auf einem Gleis im "Estació-de-França"-Bahnhof in Barcelona gemeinsam mit seinem Teamkollegen Jarno Trulli den TF105, der erstmals am Dienstag und Mittwoch in Jerez getestet wird.

Mit dem neuen Wagen will der in Köln ansässige Rennstall in seinem vierten Formel-1-Jahr den Anschluss an die Spitzenteams schaffen.

"Das Jahr 2004 war sehr enttäuschend für uns. Wir haben aber viel gelernt aus unseren Fehlern und wollen 2005 regelmäßig in die Punkte fahren und einmal einen Podiumsplatz erreichen", formulierte Teamchef Tsutomu Tomita noch bescheidene Ziele. Auch Ralf Schumacher gab sich zurückhaltend: "Mit einem Podestplatz können wir erst Mitte der Saison rechnen."

Wie alle anderen Teams musste Toyota bei der Entwicklung des Wagens die neuen Regeln berücksichtigen. "Die Regeln wurden zwar spät bestätigt. Doch waren sie im Sommer eigentlich schon bekannt", sagte der Technische Direktor Mike Gascoyne. "Wir haben sehr früh mit der Entwicklung angefangen. Das Risiko hat sich aber gelohnt."

Der Schwerpunkt der Arbeit von Gascoyne und seinem Team lag auf der Verbesserung der Aerodynamik, die im vergangenen Jahr der große Schwachpunkt des alten Wagens war. Neun Monate wurde im Windkanal gearbeitet. Bis zum Saisonstart am 6. März in Melbourne werden weitere Modifikationen vorgenommen. In Barcelona präsentierte sich der TF105 als eine Mischung aus dem Weltmeister-Auto von Ferrari und Renault und nicht mehr zu klobig wie 2004. Der Motor, der nach dem neuen Reglement zwei Rennen halten muss, soll erneut 900 PS stark sein und damit zu den leistungsstärksten Formel-1-Aggregaten gehören.

Große Hoffnungen setzt das Team auf sein Piloten-Duo. "Wir haben ein Dream-Team. An den Fahrern kann es nicht liegen, wenn wir die Ziele nicht erreichen", sagte Teamdirektor John Howett. Ralf Schumacher sieht in seinem Wechsel von Williams-BMW zu Toyota eine Herausforderung: "Es ist eine große Aufgabe, die Zeit braucht. Ich habe mich schneller eingewöhnt, als ich gedacht habe", meinte der Kerpener, der bereits im November erste Testfahrten für seinen neuen Arbeitgeber absolviert hatte.

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