Trainingsanalyse GP Japan 2013

Vettels Siegesserie nicht in Gefahr

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Japan 2013 Foto: Red Bull 83 Bilder

Es sieht wieder gut aus für Sebastian Vettel. Der angehende Weltmeister war der schnellste auf eine Runde und im Dauerlauf. Nur Teamkollege und Mark Webber und Nico Rosberg konnten einigermaßen mithalten. Ferrari ist besser unterwegs, als es die Zeiten vermuten lassen.

Die Siegesserie von Sebastian Vettel könnte weitergehen. Der bald vierfache Weltmeister peilt seine siebte Pole Position und seinen neunten Saisonsieg an. Vettel knackte als einziger Fahrer die 94 Sekunden-Marke und hielt Teamkollege Mark Webber mit 0,168 Sekunden auf Distanz.
 
Nico Rosberg im schnelleren der beiden Mercedes lag bereits 0,262 Sekunden zurück. Trotzdem warnte Red Bull-Berater Helmut Marko. "Hamilton hat in seiner schnellsten Runde einen Fehler gemacht. Auf den müssen wir aufpassen."

Auch Lotus hinterließ einen überraschend starken Eindruck, obwohl Romain Grosjean und Kimi Räikkönen über Probleme beim Aufwärmen der Reifen klagten. Ferrari lag abgeschlagen auf den Plätzen 8 und 10. Doch dafür gab es Erklärungen. Felipe Massa traf auf Verkehr. Fernando Alonso drehte sich zwischen den beiden Degner-Kurven. Seine Bestzeit wurde mit der härteren Reifenmischung erzielt.

Vettel auch im Dauerlauf der Schnellste

Die harte Währung für den Sonntag sind am Freitag immer die Dauerläufe. Auch da lag Vettel vorn. Wen überrascht das noch? Seine Rundenzeiten pendelten zwischen hohen 1.38er und tiefen 1.39er Zeiten. Mark Webber fuhr in der gleichen Preisklasse. Nico Rosberg war im Schnitt drei bis fünf Zehntel langsamer. Der Mercedes-Pilot war dennoch zufrieden: "Das Auto hat sich gut angefühlt. Ich hoffe, dass wir Red Bull ärgern können."
 
Dann folgte Ferrari. 1.40er Zeiten lassen auf mehr Benzin im Tank schließen. Romain Grosjean war schon mit 1.41er Zeiten unterwegs. Lotus übte für ein Zweistopp-Rennen. Das könnte am Sonntag das Rennen entscheiden.

"Im Augenblick steht es noch nicht fest, wie viele Stopps wir im Rennen brauchen werden. Wir schwanken zwischen zwei und drei", erklärte Mercedes-Teamchef Ross Brawn. "Entscheidend wird die Balance des Autos sein. Ideal wären, wenn sich Vorder- und Hinterreifen gleichzeitig abnutzen, aber hier in Suzuka schlägt das Pendel je nach Bedingungen schnell von einer Seite auf die andere um."

Wind-Änderung macht Ingenieuren Sorgen

Eine wichtige Rolle spielt dabei der Wind. Am Freitag blies er vom Meer und schob die Autos von hinten durch die S-Kurven. Das provoziert untersteuern und damit einen höheren Verschleiß der Vorderreifen. Der Wetterbericht kündigt allerdings an, dass sich für Samstag und Sonntag die Windrichtung um 180 Grad drehen soll. Damit wären plötzlich die Hinterreifen das Problem. "Obwohl es hier nur drei Stellen gibt, wo die Traktion eine Rolle spielt", wirft McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh ein.

Die Ingenieure müssen am Freitagabend in die Glaskugel schauen. Es geht darum, die Getriebeübersetzung und das Abtriebsniveau den Windverhältnissen anzupassen. Den Abtrieb kann man am Samstagmorgen noch feintunen, die Übersetzung nicht.

Bei Sauber zum Beispiel brütet man immer noch über der Frage, ob der Korea- oder der Monaco-Heckflügel besser ist. "Tendenziell der mit mehr Abtrieb", berichtet Nico Hülkenberg, "aber dann verhungern wir auf der Geraden. Es wäre besser, wenn wir hier auf beiden Geraden DRS-Zonen hätten." Das aber wurde aus Sicherheitsgründen abgeblasen.

In der Galerie haben wir die Bilder vom Training.

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