Lewis Hamilton - GP Singapur 2014 xpb
Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Singapur - 19. September 2014
Impressionen - Formel 1 - GP Singapur - 19. September 2014
Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Singapur - 19. September 2014
Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Singapur - 19. September 2014
Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Singapur - 19. September 2014 109 Bilder

Trainingsanalyse GP Singapur 2014

Hamilton allein auf weiter Flur

Mercedes dominiert auch in Singapur. Lewis Hamilton führte die Zeitenliste zwar nur mit einem Vorsprung von 0,133 Sekunden an, doch mit seinem Dauerlauf fuhr der WM-Zweite die Konkurrenz an die Wand. Inkusive Teamkollege Nico Rosberg. Red Bull und Ferrari streiten sich um Platz 2.

Rennsimulationen sind in Singapur schwer zu lesen. Weil die Fahrer nur selten mehr als fünf Runden konstant am Stück drehen können. Dann steht meistens ein langsames Auto im Weg. Das erlaubt den Reifen eine Erholungsphase, die sie im Rennen nicht bekommen werden. Zumindest nicht in der Anfangsphase. Deshalb machen manche Longruns einen besseren Eindruck, als sie es verdient hätten.

Egal, wie man herumrechnet: Der Favorit steht fest. Die Mercedes fahren in einer eigenen Klasse. Lewis Hamilton setzte sich mit 0,133 Sekunden Vorsprung auf Fernando Alonso durch, wobei zu erwähnen ist, dass Alonso seine Zeit von 1.47,623 Minuten erst im zweiten Anlauf mit den Supersoft-Reifen gefahren ist.

Nico Rosberg findet sich nur auf Platz 13 wieder. Der WM-Spitzenreiter musste seine schnellste Runde wegen des Unfalls von Pastor Maldonado abbrechen. "Bis dahin fühlte sich das Auto gut an." Rosberg war mit bester Sektorzeit in die Runde gestartet. Nach dem abgebrochenen Versuch schwenkte Rosberg sofort auf den Longrun um.

Red Bull stellt Motorwechsel-Rekord auf

In den Dauerläufen wurde die Überlegenheit der Silberpfeile deutlicher. Lewis Hamilton fuhr sechs Runden am Stück mit einem Schnitt von 1.52,825 Minuten. Damit nahm er Rosberg eine halbe Sekunde ab, der auf eine Longrun-Zeit von 1.53,332 Minuten kam. Rosberg wiederum lag knapp vor Daniel Ricciardo (1.53,439 Minuten) und Fernando Alonso (1.53,467 Minuten).

Ferrari machte wie üblich am Freitag eine gute Figur. "Sie fahren in der Regel um 10 bis 15 Kilogramm leichter als wir. Deshalb sollten wir ab morgen vor ihnen sein", urteilte Red Bull-Teamchef Christian Horner. Ob es für Mercedes reicht, ist allerdings fraglich.

Sebastian Vettel konnte wegen eines Motorproblems am Morgen am Nachmittag nur noch neun Minuten trainieren. "Es war mit drei Stunden unser schnellster Motorwechsel", applaudierte Horner. "Im Winter haben wir noch acht Stunden gebraucht."

Der Einsatz lohnte sich. Vettel bekam ein Gefühl für die extraweichen Reifen und erzielte trotz der kurzen Eingewöhnung mit 1.48,041 Minuten die fünftschnellste Zeit. Da er am Morgen auf der härteren Gummimischung einen stärkeren Eindruck hinterließ als Ricciardo, hofft Red Bull am Sonntag auf eine Überraschung.

Williams stürzte ab

Ferrari darf man trotzdem nicht überschätzen. Alonso fuhr seine schnellste Runde im Longrun mit Reifen, die 13 Runden alt waren. Normalerweise verschleißen die Reifen am Ferrari schneller. Die Fahrer rapportierten nur leichtes Übersteuern.

Ferrari teilte die Aufgaben auf. Während Alonso auf den Supersoft-Sohlen unterwegs war, rückte Kimi Räikkönen mit den Soft-Reifen aus. Seine durchschnittliche Rundenzeit über 8 Runden: 1.54,707 Minuten. Knapp langsamer als Vettel, der am Morgen auf dem gleichen Reifentyp auf 1.54,639 Minuten gekommen war.

Ferraris direkter Gegner im Kampf um Platz 3 stürzte ab. Die Williams-Piloten klagten über massive Balance-Probleme. "Das Heck ist zu nervös. Außerdem haben wir auf den superweichen Reifen zu wenig Zeit gewonnen. Wir müssten um anderthalb Sekunde schneller sein", klagte Valtteri Bottas.

Williams ist die schlechte Form des Autos ein Rätsel. "Budapest war auch eine langsame Strecke. Da haben wir stärker ausgesehen. Das müssen wir erst verstehen. Vielleicht liegt es daran, dass Singapur mehr Bodenwellen hat als Budapest", vermutet Bottas.

Hülkenberg hat noch Probleme

Licht und Schatten bei Force India. Prinzipiell ist das neue Aero-Paket ein Fortschritt, aber die Ingenieure müssen noch daran feilen, um das Maximum herauszuholen. "Ich komme gut in die Kurve rein, aber zwischen Scheitelpunkt und Ausgang bricht mir das Heck weg. Es fehlt das Vertrauen, nah an die Mauern zu fahren", klagte Nico Hülkenberg, der mit einer durchschnittlichen Longrun-Zeit von 1.54,489 Minuten deutlich hinter Sergio Perez zurückfiel. Der Mexikaner war mit 1.53,542 Minuten bei der Musik.

McLaren könnte wie in Monza ein harter Gegner werden. Kevin Magnussens Zeit von 1.53,797 Minuten lag im Bereich von Perez. Allerdings bauten die Reifen in den letzten Runden des Dauerlaufs im Vergleich zum Force India stärker ab.

In unserer Galerie haben wir die Bilder des Tages.

Motorsport Aktuell Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Singapur - 19. September 2014 Hamilton fährt Tages- und Nachtbestzeit GP Singapur 2014 (Ergebnis Training 2)

Lewis Hamilton hat die schnellste Runde des Trainingsfreitags in Singapur...

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