Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020 Motorsport Images
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020
Rote Flagge - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020
Impressionen - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020
Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020 51 Bilder

Trainingsanalyse GP Türkei: Große Sorgen bei Mercedes

Trainingsanalyse GP Türkei 2020 Mercedes mit großen Sorgen

Stolpert Mercedes über den glatten Asphalt im Istanbul Park? Wenn der erste Trainingstag ein Maßstab war, dann ist der zwölfte Saisonsieg des Weltmeisters in Gefahr. Es gibt große Probleme auf eine Runde und kleinere im Longrun. Red Bull und Ferrari sehen im Moment wie wehrhafte Gegner aus.

Eine halbe Sekunde Abstand zwischen Red Bull und Mercedes. Das kommt einem bekannt vor. Nicht aber die Reihenfolge. Am ersten Trainingstag zum GP Türkei war Red Bull die Nummer eins und Mercedes nur die dritte Kraft. Sogar Ferrari schob sich noch dazwischen. Das jedenfalls liest man aus den schnellsten Rundenzeiten heraus.

Valtteri Bottas fehlten 0,575 Sekunden auf Max Verstappens Bestzeit von 1.28,330 Minuten und ein Zehntel auf Ferrari. Überhaupt bestimmten riesige Abstände das Bild des ersten Schlagabtauschs im Istanbul Park. Lando Norris auf Platz 10 lag bereits 2,577 Sekunden zurück, Nicholas Latifi am Ende des Feldes 5,158 Sekunden.

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020
xpb
Am Trainingsfreitag fanden die Fahrer einen neuen Asphalt ohne Haftung vor.

Regen für Samstag angesagt

Schuld war die rutschige Strecke, die alle Fahrer mit einer Eisbahn verglichen. Der erst vor zehn Tagen verlegte neue Asphalt bremste alle ein. Aber am meisten Mercedes. "Keine unserer Vorhersagen traf zu", bedauerten die Ingenieure. Die Reifentemperaturen diktierten die Rundenzeit. Aerodynamik, Motorleistung und Fahrkönnen standen nur an zweiter, dritter und vierter Stelle. Daran wird sich nach Prognosen von Pirelli und den Teams auch am Rest des Wochenendes wenig ändern. Die Rundenzeiten wurden nicht in dem Maß schneller, das man bei einem neuen Asphalt erwarten darf. Dazu kommt, dass die Wettervorhersage 80 Prozent Regenwahrscheinlichkeit für die Qualifikation meldet. "Dann brauchen wir hier Spikes", fürchtet Max Verstappen.

Wegen der Eigenheiten des Streckenbelags wich auch die Longrun-Rangliste stark vom Trainingsergebnis ab. Auf den Soft-Reifen lag Max Verstappen im Schnitt ein Zehntel hinter Lewis Hamilton, doch der Niederländer kämpfte mit deutlich mehr Verkehr in seiner Rennsimulation. Auf dem Medium-Gummi nahm Verstappen den Mercedes pro Runde eine halbe Sekunde ab, wurde seinerseits aber auch deutlich von Charles Leclerc geschlagen. Der Ferrari-Pilot verlor im Longrun dafür auf den Soft-Reifen Zeit auf Red Bull und Mercedes.

Die Tagesbestzeit bestimmte das beste Timing. Verstappen erzielte sie erst in der neunten fliegenden Runde. Leclerc wartete noch drei Runden länger, bis sich die Reifen endlich in ihrem Wohlfühlbereich befanden und noch nicht gekörnt oder das Körnen schon hinter sich hatten. Das ließe bei trockener Strecke eine verrückte Zeitenjagd in der Qualifikation erwarten. Im Sinne der Spannung müsste man fast hoffen, dass kein Regen kommt.

Bei Regen vergrößern sich die Fragezeichen für den Renntag. Keiner wurde so recht schlau aus den Daten. Pirelli glaubt nicht, dass der Belag so rasch an Grip gewinnen wird, wie der von Portimao. Das liegt an der unterschiedlichen Zusammensetzung des Asphalts. Damit werden die Ingenieure wohl weiter bis zu einem gewissen Grad im Trüben fischen. Alpha Tauri-Chefingenieur Jonathan Eddolls erklärt warum: "Die Fahrzeugbalance war ein Mix aus allem. Das macht es schwer, etwas über das Auto zu lernen." Charles Leclerc bestätigte: "Das Fahren hat Spaß gemacht. Das bringt dich leider nicht weiter, wenn du nichts über dein Auto lernst."

Charles Leclec - Ferrari - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020
xpb
Ferrari belegte im Training die Positionen zwei und acht.

Sechs Dinge, die Sie wissen müssen

1) Ist Ferrari wirklich so gut?

War das eine Wunderheilung? Charles Leclerc und Sebastian Vettel belegten im zweiten Training zum GP Türkei die Plätze 2 und 8. Ohne, dass sich irgendetwas am Ferrari SF1000 geändert hätte. Und das auf einem Streckenlayout, auf dem sich Ferrari eigentlich keine großen Chancen ausgerechnet hat. Eine erste Erklärung für die starke Form der Ferrari bringt ein Vergleich mit Portimao. Auch dort überraschte ein neuer Asphalt die Formel 1. Auch dort sind die Autos am ersten Tag viel gerutscht. Und auch dort legten die Ferrari los wie die Feuerwehr. Ferrari rangierte nach dem ersten Trainingstag auf den Plätzen 4 und 6.

Leclerc konnte am Samstag seine Position verteidigen, während Vettel auf Rang 15 zurückfiel. Ferraris überzeugender Auftritt überrascht, weil ja eines der Hauptprobleme der roten Autos ist, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Doch am Freitag haben die Fahrer noch genügend Zeit, ihre Reifen aufzuwärmen. Bei Leclerc waren die Sohlen erst nach 12 Runden richtig warm, bei Vettel nach 10. "Ich musste wegen eines Bremsplatten leider zu früh an die Box, sonst wäre es noch schneller gegangen", bedauerte Vettel.

Ferrari spielt auch ein Faktor in die Karten, der normalerweise ihr größter Nachteil ist. Auf einer Strecke mit wenig Grip ist weniger Motorleistung von Vorteil. Weil sich der Fahrer mit dem Dosieren der Power leichter tut. Ferrari ging mit der Silverstone-Taktik in den 14. WM-Lauf. Also eher weniger als mehr Abtrieb. Das zeigen die Topspeeds. Leclerc und Vettel liegen mit 321,4 und 320,7 km/h im Mittelfeld. Ihr Stammplatz ist normalerweise das Ende des Feldes. Vettel traut dem Braten noch nicht: "Ich erwarte, dass sich das Feld am Samstag noch zusammenschiebt. Die großen Abstände zeigen, dass es bei einigen noch nicht gepasst hat."

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020
Motorsport Images
Mercedes muss sich für Quali und Rennen noch deutlich steigern.

2) Reißt die Siegesserie von Mercedes?

Lewis Hamilton und Valtteri Bottas klagten ständig über zu wenig Grip. "Keine der drei Mischungen hat für uns funktioniert, egal ob mit viel oder wenig Benzin an Bord", jammerte Hamilton. Damit waren sie nicht allein. Aber wahrscheinlich fühlt es sich in einem Mercedes dramatischer an, wenn das Auto mal nicht wie gewohnt auf dem Asphalt klebt.

Auch die Mercedes-Piloten nahmen sich lange Zeit, bis sie endlich mal Kurs auf eine schnelle Runde nahmen. Hamilton fuhr seine beste Rundenzeit im zehnten, Bottas im neunten Anlauf. Sie waren trotzdem fünf, respektive acht Zehntel langsamer als Verstappens Freitags-Pole. Hamilton war am ersten Trainingstag in Portimao unter ähnlichen Bedingungen übrigens auch im Nirgendwo, 1,3 Sekunden hinter der Tagesbestzeit. 24 Stunden später stand der Weltmeister auf der Pole Position.

Diesmal könnte es schwieriger werden. Die Silberpfeile legten im Verlauf eines Stints weniger an Tempo zu wie die Konkurrenz. Und die Fahrer reklamierten vor allem Gripverlust im Heck, weil die Hinterreifen nicht in das Arbeitsfenster kommen wollen. Das führt zu Balanceverschiebungen in der Kurvenmitte. Am Kurveneingang sieht alles noch ganz gut aus. Dann beginnt das Heck nach außen zu drängen.

Die Ingenieure vermuten aber, dass es nicht allein an den Reifentemperaturen liegen kann. Irgendwie bewegt sich Mercedes in einem Teufelskreis. Die Fahrer können die schnellen Kurven nicht so attackieren, wie es nötig wäre, um die Reifen durch Walken von Innen aufzuheizen. Dadurch erreicht der Reifen nie das Gripniveau, um in den schnellen Kurven den Fuß auf dem Gas zu lassen.

Mercedes fuhr trotz der glatten Strecke tendenziell mit weniger Abtrieb. Hamilton führte mit 329,2 km/h die Topspeedliste an. Racing Point und Red Bull folgten einem ähnlichen Weg. Es lohnte sich aber nur für Red Bull. Trotz der konkurrenzfähigen Longruns sieht Bottas viele Unbekannte: "Es ist schwierig, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nicht nur in Bezug auf das Setup, sondern auch auf die Rennstrategie."

Wer zu viel auf das Rennen schielt, kann sich am Samstag mit einem schlechten Startplatz bestrafen. "Du kannst von einer Runde auf die andere eine Sekunde gewinnen, nur weil die Reifen plötzlich im Fenster sind", erklärt Hamilton das Problem. Der angehende Weltmeister erwartet über das gesamte Wochenende starke Gegenwehr von Red Bull und Ferrari. Chefingenieur Andrew Shovlin fürchtet: "Wenn wir über Nacht nicht signifikante Verbesserungen finden, werden wir morgen und am Sonntag eine harte Zeit haben."

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020
xpb
Max Verstappen diktierte das Tempo am Freitag in Istanbul.

3) Halten die Red Bull im Longrun ihr Versprechen?

Für Red Bull lief der erste Trainingstag nach Maß. Max Verstappen führte beide Trainingssitzungen an, jeweils vier Zehntel vor Leclerc im schnelleren der beiden Ferrari. Die Plätze 2 und 5 für Alexander Albon zeigen, dass Red Bull eine gute Basisabstimmung für das Eisparkett gefunden hat. Verstappen war auch der König aller drei Sektoren. Er packte alle drei Bestzeiten in seine schnellste Runde. Leclerc ließ da ein halbes Zehntel liegen. Im Longrun auf den Medium-Reifen verlor Red Bulls Nummer eins durchschnittlich vier Zehntel auf Leclerc, war aber eine halbe Sekunde schneller als Hamilton. Auf den weichen Reifen führte Verstappen die Longrun-Tabelle an.

Red Bull begann wie üblich mit flacher eingestellten Flügeln als die Konkurrenz, bewegte sich dann aber einen Schritt auf Mercedes zu. Unter dem Strich aber immer noch weniger als der große Gegner. Ausnahmsweise gewann Red Bull mal Zeit auf den Geraden gegen Mercedes. Bei der Reifenfrage steht Red Bull genauso im Wald wie alle anderen auch. "Um die Reifen anzuzünden, musst du eigentlich schneller fahren, als es dein Verstand sagt", malt Albon ein gutes Bild von den Bedingungen. "Ich habe erwartet, dass die weiche Mischung uns das Leben etwas einfacher macht, aber sie waren nicht um so viel besser, als man erwarten sollte." Pirelli bezifferte die Abstände auf acht bis neun Zehntel pro Mischung.

Esteban Ocon - Renault - Formel 1 - GP Türkei - Istanbul - Freitag - 13.11.2020
xpb
Renault kommt bislang nicht in Fahrt.

4) Warum ist Renault so schwach?

Wenn eine Runde der Maßstab ist, dann liegt Ferrari ganz klar vor Alpha Tauri, Racing Point, McLaren und Renault. Im Longrun auf Pirellis weichster Mischung macht Ferrari ebenfalls die beste Figur vor Renault, Racing Point, McLaren und Alpha Tauri. Lando Norris traut sich noch keine verlässliche Aussage über das Kräfteverhältnis im Mittelfeld zu: "Es war schwer, heute irgendetwas aus den Zeiten herauszulesen. Wir haben selbst Mühe, unser eigenes Auto zu verstehen. Du hast konstant Unter- oder Übersteuern." Einsatzleiter Andrea Stella liest daraus: "Alle haben die gleichen Schwierigkeiten. Hier wird der Erfolg haben, der sich am besten an die jeweiligen Bedingungen anpasst."

Technikchef Marcin Budkowski lieferte die Erklärung für Renaults starke Schwankungen: "Wir haben hier wie in Portugal eine Strecke mit wenig Grip, und das mit dem Faktor 10 multipliziert. Auch diesmal tun wir uns schwer, die Reifen in ihr Arbeitsfenster zu bringen." Chefingenieur Ciaron Pilbeam atmete nach Ocons Longrun auf: "Es wurde im zweiten Training etwas besser, nachdem wir zwei Mal das Setup geändert hatten. Trotzdem steht uns noch viel Arbeit bevor."

Haben also die Lehren aus Portugal noch nicht gefruchtet? Renault wäre Regen nicht unrecht. Da sind die gelben Raketen besser, wie der fünfte Startplatz von Esteban Ocon beim GP Steiermark gezeigt hat. Daniel Ricciardo machte den Fehler, dass er zu spät auf Zeitenjagd ging und damit viel zu früh eine schnelle Zeit erzwingen musste. Seine Zeit von 1.31,660 Minuten kam schon in der dritten Runde. Die Quittung war Platz 15. Esteban Ocon ließ sich sieben Runden Zeit, bis er den Hammer fallen ließ. Der Franzose war drei Zehntel schneller.

5) Warum kann die Qualifikation ein Krimi werden?

Weil keiner weiß, wie die richtige Taktik aussieht, wenn es trocken bleibt. Sollte sich der Trend fortsetzen, dass die Autos mit jeder Runde schneller werden, dann werden Q1, Q2 und Q3 zu Longruns. Sebastian Vettel beschreibt das Dilemma: "Irgendwann musst du dich festlegen, was du willst. Viele Runden am Stück, oder doch zwischendrin reinkommen. Aber vielleicht bringt der frische Reifen dann gar nicht den Vorteil, den du dir erhoffst. Die Mercedes-Ingenieure stöhnen: "Wir können noch nicht mal das Delta zwischen den einzelnen Reifenmischungen genau berechnen." Regen würde den Teams diese Sorge abnehmen, aber eine Menge anderer Sorgen dazu bringen.

6) Warum ist die Strecke so rutschig?

Die Trainingsbestzeit von Sebastian Vettel aus dem Jahr 2011 könnte Bestand haben. Eigentlich sollten die 1.25,049 Minuten für die modernen Formel 1-Autos kein Problem sein. Auf dem Nürburgring lag die Pole Position um 4,1 Sekunden unter der alten Bestzeit aus dem Jahr 2013. Für den Istanbul Park berechneten die Simulationsprogramme einen ähnlichen Zeitensprung. Nach zwei Trainingssitzungen fehlen dem Schnellsten immer noch 3,3 Sekunden auf Vettels Marke von vor neun Jahren.

Mercedes konnte Kurve 8 nicht voll fahren. Die Geschwindigkeiten in der Vierfach-Linkskurve lagen um 20 km/h unter den berechneten Werten. "Die ersten Runden waren ein Schock. Ich habe noch nie so wenig Grip erlebt", gab Pierre Gasly zu. "Als würdest du mit Intermediates auf trockener Strecke fahren", verglich Esteban Ocon. Valtteri Bottas fühlte sich an seine Rallyeerfahrungen erinnert. Auch die Ingenieure waren ein bisschen ratlos. Die Autos sind so viel gerutscht, dass es wegen des fehlenden Speeds schwer ist, die Reifen zum Walken zu bringen. Die kühlen Asphalttemperaturen zwischen 18 und 22 Grad helfen auch nicht.

Dazu kommt, dass die Formel 1 beim Grand Prix der Türkei alleine unterwegs ist. Es gibt keine Rahmenrennen, die Gummi auf den Asphalt bringen könnten. Im Rückblick hat Pirelli zu harte Reifen mitgebracht. Die Rutschpartie löst zumindest ein Problem für Pirelli. Die Autos sind in Kurve 8 rund 20 km/h langsamer als vorausberechnet. Damit sinkt die Belastung für die Reifen. Pirelli-Sportchef Mario Isola entschuldigt sich: "Als wir die Reifenwahl getroffen haben, wussten wir nicht, dass die Strecke neu asphaltiert wird. Wir sind bei unserer Entscheidung von dem aggressiven Belag ausgegangen, den wir von 2011 kannten. Sonst wären wir eine Mischung weicher gegangen."

Longrun-Analyse GP Türkei 2020

Fahrer Ø Rundenzeit Runden Reifen Stint
Hamilton 1.32,217 min 7 soft 1
Verstappen 1.32,325 min 10 soft 1
Bottas 1.32,700 min 11 soft 1
Leclerc 1.32,915 min 10 soft 1
Ocon 1.33,156 min 7 soft 1
Perez 1.33,428 min 12 soft 1
Norris 1.33,494 min 11 soft 1
Stroll 1.33,680 min 10 soft 1
Albon 1.34,080 min 11 soft 1
Gasly 1.34,139 min 16 soft 1
Grosjean 1.34,354 min 11 soft 1
Sainz 1.34,382 min 6 soft 1
Kvyat 1.34,751 min 16 soft 1
Räikkönen 1.35,227 min 7 soft 1
Magnussen 1.35,654 min 6 soft 2
Ricciardo 1.35,964 min 7 soft 1
Latifi 1.36,146 min 17 soft 1
         
Leclerc 1.31,272 min 7 medium 2
Verstappen 1.31,676 min 6 medium 2
Hamilton 1.32,142 min 7 medium 2
Vettel 1.32,781 min 17 medium 1
Albon 1.32,802 min 10 medium 2
Bottas 1.33,239 min 6 medium 2
Russell 1.34,090 min 18 medium 1
Räikkönen 1.34,393 min 8 medium 2
Stroll 1.37,306 min 4 medium 2
Magnussen 1.38,935 min 10 medium 1
Fahrer Ø Rundenzeit Runden Reifen Stint
Hamilton 1.32,217 min 7 soft 1
Verstappen 1.32,325 min 10 soft 1
Bottas 1.32,700 min 11 soft 1
Leclerc 1.32,915 min 10 soft 1
Ocon 1.33,156 min 7 soft 1
Perez 1.33,428 min 12 soft 1
Norris 1.33,494 min 11 soft 1
Stroll 1.33,680 min 10 soft 1
Albon 1.34,080 min 11 soft 1
Gasly 1.34,139 min 16 soft 1
Grosjean 1.34,354 min 11 soft 1
Sainz 1.34,382 min 6 soft 1
Kvyat 1.34,751 min 16 soft 1
Räikkönen 1.35,227 min 7 soft 1
Magnussen 1.35,654 min 6 soft 2
Ricciardo 1.35,964 min 7 soft 1
Latifi 1.36,146 min 17 soft 1
         
Leclerc 1.31,272 min 7 medium 2
Verstappen 1.31,676 min 6 medium 2
Hamilton 1.32,142 min 7 medium 2
Vettel 1.32,781 min 17 medium 1
Albon 1.32,802 min 10 medium 2
Bottas 1.33,239 min 6 medium 2
Russell 1.34,090 min 18 medium 1
Räikkönen 1.34,393 min 8 medium 2
Stroll 1.37,306 min 4 medium 2
Magnussen 1.38,935 min 10 medium 1
Mehr zum Thema GP Türkei (Formel 1)
Esteban Ocon - Renault - GP Türkei 2020 - Istanbul - Rennen
Aktuell
Charles Leclerc - Ferrari - GP Türkei 2020 - Istanbul
Aktuell
Carlos Sainz - McLaren - GP Türkei 2020 - Istanbul
Aktuell