Turbomotoren zu teuer

McLaren setzt auf Honda

Sergio Perez - McLaren - Formel 1 - GP Spanien - 10. Mai 2013 Foto: xpb 28 Bilder

Das böse Erwachen kommt auf leisen Sohlen. Viele Teams gehen finanziell am Stock. Jetzt haben sie den Herstellern der neuen Turbomotoren mitgeteilt, dass sie die ursprünglich aufgerufenen Preise nicht bezahlen können. McLaren geht einen eigenen Weg. Der Vertrag mit Mercedes läuft Ende 2014 aus. Das kann nur heißen: 2015 kommt Honda.

Schon seit Wochen rumort es im Fahrerlager. Mehr als die Hälfte der Formel 1-Teams ist finanziell angeschlagen. Gleichzeitig sollen die neuen Turbomotoren deutlich mehr Geld kosten. In einigen Fällen das Doppelte. Preise zwischen 18 und 23 Millionen Euro pro Jahr geisterten durch die Szene.

Jetzt haben vier von fünf Renault-Kunden in Paris die Nachricht deponiert, dass man diese Preise nicht bezahlen kann. Nur Red Bull hat kein Geldproblem. Doch für Lotus, Williams, Toro Rosso und Caterham wird es schon eng. Je nach Umfang des Pakets sollen die Renault-Motoren zwischen 20 und 23 Millionen Euro kosten.

Ferrari bietet die besten Konditionen

Damit wäre der französische V6-Turbo das teuerste Triebwerk im Feld. Bei Mercedes hat man offenbar auf die wirtschaftliche Flaute bei der potenziellen Kundschaft reagiert und den Preis für das Basispaket auf unter 20 Millionen gesenkt. Wer mehr will, muss mehr bezahlen. Extra Prüfstandsläufe kosten extra Geld. Über die Summen kann nur spekuliert werden. Sie sollen sich zwischen 17 und 19 Millionen bewegen.

Ferrari bietet derzeit das billigste Paket an. Angeblich zwischen 15 und 17 Millionen. Sauber hatte schon im letzten Jahr gewarnt, dass man mehr als 15 Millionen nicht bezahlen könne. Im Endeffekt haben die Motorenhersteller keine Wahl. Wenn sie die Preise so hoch ansetzen, dass nur einige wenige in der Lage sind, die Rechnung zu begleichen, dann können sie die Refinanzierung der Entwicklungskosten gleich vergessen.

McLaren sagt Mercedes ab

McLaren bekommt seine Motoren ab 2015 wahrscheinlich umsonst. Im nächsten Jahr fährt man vertragsgemäß noch mit Mercedes-Power. Der Rennstall aus Woking hätte sich bis Ende April entscheiden müssen, ob man auch 2015 mit Mercedes weitermacht. Insider berichten, dass diese Frist verstrichen ist. Damit ist klar, dass McLaren ab 2015 auf Honda-Power setzt.

Als Entwicklungspartner wird McLaren die Triebwerke aus Fernost wahrscheinlich umsonst bekommen. So war es auch zwischen 1988 und 1992, als McLaren und Honda schon einmal zusammengearbeitet haben. Gratismotoren sind ein gewichtiges Argument, denn auch das ehemalige Meisterteam ist nicht mehr so auf Rosen gebettet wie in der Vergangenheit.

Die Japaner müssen auf Wunsch der FIA mindestens noch ein zweites Team beliefern. Der Preis für den Honda-Sechszylinder steht noch nicht fest. Es soll aber bereits Teams geben, die Interesse an Honda-Motoren bekundet haben. Dazu zählen Sauber und Lotus.

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