TV-Quotenkampf

Fußball vs. Formel 1

Im Kampf um höhere TV-Einnahmen hat Fußballmanager Karl-Heinz Rummenigge mit einem Sonntag-Spiel um 14.00 Uhr ein weiteres Modell ins Gespräch gebracht.

Der Vorstandschef des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München geht damit auf Konfrontationskurs zu den Amateurvereinen und zum Deutschen Fußball-Bund (DFB), den er in der "Welt am Sonntag" heftig attackierte. Mit dem von Rummenigge gewünschten Spieltermin würde es zu einem Duell von Bundesliga- mit Formel-1-Übertragungen kommen.

"Es spricht doch nichts dagegen, Fußball-Bundesliga gegen Formel 1 zu senden", sagte Rummenigge, "da möchte ich mal sehen, wer der Gewinner sein wird." Die bisherigen Quoten sprechen allerdings für den Motorsport: RTL erzielt mit der Formel 1 am Sonntagnachmittag durchschnittlich mehr als zehn Millionen Zuschauer, bei den Übertragungen am Abend sind es sogar rund 12 Millionen. Zum Vergleich: Das bisher letzte Bundesliga-Livespiel zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt wollten in der ARD nur 5,6 Millionen sehen. RTL-Informationsdirektor Hans Mahr wollte sich zu einer möglichen Terminkollision nicht äußern.

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