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Der Überholkönig von Monaco

Perez bezahlte für zu viel Risiko

In Monte Carlo kann man nicht mit den breiten Autos überholen? Sergio Perez schon. Der Mexikaner lieferte drei der vier Überholmanöver ab. Sein viertes ging schief. Perez erklärt, warum er an Daniil Kvyat vorbei musste.

Jenson Button hatte bei der Fahrerparade vor dem Rennen noch gescherzt: „Wenn es heute nur ein Überholmanöver gibt, zahle ich 10 Pfund.“ Sein Überholversuch ging schief. Der Engländer brachte nur noch das linke Vorderrad an Pascal Wehrlein vorbei und parkte dabei den Sauber des Deutschen hochkant in der Portier-Kurve ein.

Button wäre trotzdem sein Geld losgeworden. Und das gleich vier Mal. Dazu noch zwei halbe Überholmanöver und ein missglücktes. König der Überholer war Sergio Perez. Der Mexikaner fuhr mit Wut im Bauch. „Ich hatte mir in der Startrunde in einer Kollision mit Sainz den Frontflügel beschädigt. Das zwang mich früh an die Box und damit in den Verkehr.“

Perez überholt Stroll, Palmer und Vandoorne

Perez fiel nach seinem Boxenstopp in Runde 16 von Platz 7 auf Rang 16. Direkt hinter Lance Stroll, hinter dem er weitere 17 Runden versauerte. „Der Frontflügelwechsel hat uns sieben Sekunden extra gekostet. Sonst wären wir als Zwölfter vor Massa rausgekommen“, fluchte Sportdirektor Otmar Szafnauer.

In Runde 34 begann Perez mit seiner Show. Er überholte Stroll. Acht Runden später war Jolyon Palmer fällig, kurz bevor der Engländer in die Boxengasse abbog. Beim Re-Start zu Beginn der 67. Runde schnappte sich Perez den McLaren von Stoffel Vandoorne in der Ste.Dévote-Kurve. Force India hatte während der Safety Car-Phase ein Loch im Verkehr erspäht und ohne Platzverlust Ultrasoft-Reifen für das Finale montiert. Felipe Massa hatte es seinerseits mit einem Boxenstopp und dem gleichen Plan geöffnet.

Was waren die halben Überholmanöver?

Nach dem Re-Start wurde Perez zu gierig. „Ich war zwei Sekunden pro Runde schneller als Kvyat vor mir und musste vorbei.“ Am Ende der 67. Runde hätte er es fast geschafft. Perez hatte auf dem Zielstrich die Nase seines Force India schon vorn, doch sein Gegner konterte beim Anbremsen der Ste. Dévote-Kurve. Das waren die beiden halben Überholmanöver.

In der 72.Runde probierte es Perez erneut. Diesmal in der Rascasse-Kurve. Er lag praktisch neben dem Toro Rosso, als Kvyat die Lücke zumachte. Das linke Vorderrad des Force India drückte dem Toro Rosso den Kühler auf der rechten Seite ein. Perez verlor einen weiteren Frontflügel. Kvyat machte ihm bei der Anhörung der Sportkommissare Vorwürfe: „Wir lagen beide in den Punkten und hätten uns in Ruhe lassen können.“ Perez erwiderte: „Ich war viel schneller als du. Die Chance wollte ich nutzen.“

Die Sportkommissare gaben Perez als Unfallverursacher eine 10-Sekunden-Strafe. Sie tat dem Mexikaner nicht weh. Er blieb auf Platz 13. „Für mich war es ein normaler Rennunfall“, verteidigte sicher der WM-Siebte. „In Monaco musst du gewisse Risiken eingehen, wenn du überholen willst. Ich war bei Kvyat nicht aggressiver als zuvor bei Stroll, Palmer oder Vandoorne. Wahrscheinlich konnte mich Daniil nicht sehen. Diese Autos haben einen großen toten Winkel.“

Einen Positionswechsel auf der Strecke sind wir ihnen noch schuldig. Wieder war ein Force India-Fahrer beteiligt. Esteban Ocon nahm in der 66.Runde Lance Stroll Platz 15 ab. Da kämpfte der Kanadier aber schon mit nachlassenden Bremsen.

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Sebastian Vettel siegte zum zweiten Mal nach 2011 in Monte Carlo.

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