Ultimative Prüfung für Mercedes

Keine Angst vor dem Hungaroring

Lewis Hamilton - GP Ungarn 2017 Foto: sutton-images.com 53 Bilder

Seit der Pleite von Monte Carlo ist Mercedes auf der Siegesstraße. Doch seit Monte Carlo war auch keine langsame Strecke mehr im Programm. Deshalb wird der GP Ungarn für Mercedes der ultimative Test, ob das Monaco-Trauma überstanden ist.

Beim GP Monaco geriet Mercedes unter die Räder. Weder Lewis Hamilton, noch Valtteri Bottas schafften es auf das Podium. Aus Sicht des Titelverteidigers eine Niederlage. Vergleichbares gab es nur selten in den vergangenen dreieinhalb Jahren. Monte Carlo war aber auch ein Weckruf für Mercedes. Seitdem sind die Reifenprobleme besser im Griff. Und seitdem hat Mercedes drei von vier Rennen gewonnen. Der Sieg in Baku scheiterte nur an einem losen Nackenschutz.

Seit Monte Carlo waren aber auch nur Rennstrecken im Programm, auf denen mit mittlerem Abtrieb gefahren wurde. So bleibt ein letztes Fragezeichen: Kann Mercedes auch langsame Kurven? Und bringt man die Reifen auf einer Rennstrecke in den grünen Bereich, auf der alle Autos auf maximalen Abtrieb getrimmt sind? Der Hungaroring soll die letzte Antwort auf die Frage liefern, ob Mercedes wirklich alle Probleme gelöst hat.

Es gibt immer noch Fallen beim Reifenmanagement

Mercedes bringt nur einen leicht modifizierten Heckflügel mit nach Ungarn. Er ist von dem Exemplar abgeleitet, das schon in Barcelona und Monte Carlo zum Einsatz kam. Hamilton und Bottas haben keine Angst vor der Prüfung in Budapest. „Wir verstehen unser Auto und die Reifen besser als vor zwei Monaten“, stellt Hamilton fest. „Die meisten Fragen, wie wir die Reifen in das magische Fenster bekommen, sind beantwortet. Trotzdem müssen wir wachsam saein. Es gibt immer noch ein paar Fallen. Zum Beispiel hatten wir in den letzten Rennen Probleme mit Blasen auf den Reifen.“ Hamilton schließt daraus: „Es wird ein Lernprozess bleiben.“

Auch Bottas ist zuversichtlich: „Das Rennen in Ungarn wird ein guter Test für uns, weil wir das erste Mal seit Monte Carlo wieder mit maximalem Abtrieb fahren. Wir haben seitdem viel gelernt. Das Auto ist definitiv besser in engen Kurven. Wenn wir hier auch das schnellste Auto haben, können wir beruhigt in die zweite Saisonhälfte sehen.“

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP England - 15. Juli 2017 Foto: xpb.cc
In Ungarn muss Mercedes wieder mehr kämpfen als in Silverstone.

Hamilton erwartet trotzdem einen engen Kampf zwischen Ferrari und Red Bull. Ihm macht die Gegenwehr anderer Teams Spaß. „Wir müssen mehr um unsere Siege kämpfen als in der Vergangenheit. Das macht sie wertvoller. Man merkt es an der Stimmung im Team. Da weht so ein positiver Geist, da ist so viel Energie. Jeder arbeitet noch härter für den Erfolg. Deshalb kann ich mir gar nicht vorstellen, in irgendeinem anderen Team zu fahren. Es macht einfach Spaß mit diesen Jungs“, lobt der fünffache Hungaroring-Sieger seinen Arbeitgeber.

Bottas erwartet eine Steigerung in der Qualifikation

Die erste Saisonhälfte ist gelaufen. Zeit, Bilanz zu ziehen. Lewis Hamilton würde sich auf einer Skala von 1 bis 10 eine 8,8 geben, Valtteri Bottas eine glatte 8. Beide mit der Erklärung: „Es ist noch Luft für Verbesserung.“ Für Hamilton war Silverstone das Highllight und Baku der Tiefpunkt. Bottas hält seinen ersten GP-Sieg in Sotschi in bester Erinnerung und würde am liebsten den Dreher hinter dem SafetyCar beim GP China vergessen.

Hamilton geht mit einem Punkt Rückstand in das letzte Rennen vor der Sommerpause. Der Engländer hätte nichts dagegen als Führender den vierwöchigen Urlaub von der Formel 1 anzutreten, macht aber auch nicht sein Seelenheil davon abhängig: „Wichtig war, dass ich die 20 Punkte Rückstand auf Sebastian schließen konnte.“

Auch Bottas könnte theoretisch als WM-Spitzenreiter in die Sommerpause gehen. Sein Rückstand auf Sebastian Vettel beträgt 23 Punkte. Er ist der dritte Mann im Titelkampf und sonnt sich ein bisschen in der Situation, nur als Außenseiter zu gelten. Deshalb macht sich Bottas auch keinen Kopf darüber, wie es nach dem 11.WM-Lauf stehen wird: „In 10 Rennen sind noch 250 Punkte zu vergeben. Da ist noch alles möglich.“

Sein dringliches Ziel ist ein anderes: „Ich muss in der Qualifikation besser werden.“ Da hat er in den letzten vier Rennen drei Mal recht deutlich gegen den Teamkollegen verloren. „Ich habe die Fälle anlaysiert und bin zuversichtlich, dass ich das ändern kann.“

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