Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP England - 14. Juli 2017 sutton-images.com
Mercedes - GP Ungarn 2017 - Budapest - Formel 1 - Donnerstag - 27.7.2017
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HaasF1 - GP Ungarn 2017 - Budapest - Formel 1 - Donnerstag - 27.7.2017 53 Bilder

Ungarn als Red Bull-Chance

Updates für den großen Angriff

Red Bull rechnet sich für den GP Ungarn einiges aus. Das Streckenlayout mit vielen Kurven und wenig Vollgasanteil sollte dem RB13 liegen. Dazu spendieren die Techniker dem Auto ein paar Upgrades.

In Silverstone wollte Red Bull zum großen Angriff auf Ferrari und Mercedes blasen. Daraus wurde nichts. Mercedes fuhr in einer eigenen Liga. Und Ferrari konnte Max Verstappen nur im ersten Teil des Rennens ärgern. Bis die roten Strategen Sebastian Vettel durch einen früheren Boxenstopp an ihm vorbei brachten. Nur der späte Reifenschaden warf Vettel zum Schluss wieder hinter das Red Bull-Duo zurück.

Auch wenn Daniel Ricciardo nach einem Turbolader-Schaden im Qualifying vom vorletzten bis auf den fünften Platz stürmte, konnte Red Bull das Rennen nicht als Erfolg abhaken. Weil man weiter zurücklag als erhofft. Den Grund hierfür hat man aber gefunden. Die abtriebsstarken 2017er Autos haben in Silverstone einige Kurven zu Vollgaspassagen verwandelt. „Wenn du die Kurven wie Geraden nehmen kannst, kannst du mit guter Aerodynamik auch nicht mehr punkten“, bedauert Ricciardo. Weil dann wieder der Motor in den Vordergrund rückt. Und da hinkt Renault den V6-Turbos von Mercedes und Ferrari hinterher.

Ungarn-Layout passt Red Bull

Red Bull - GP England 2017
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In England lag der Vollgas-Anteil noch zu hoch. In Budapest rechnet sich Red Bull mehr aus.

Zwei Wochen später wartet eine bessere Chance auf Red Bull. Zumindest wieder auf dem Papier. Der Hungaroring mit seinen langsamen und mittelschnellen Kurven, die sich teilweise wie Perlen an einer Schnur aneinander reihen, scheint wie gemalt für den RB13. 14 Kurven verteilen sich auf 4,381 Kilometer. Es gibt nur eine längere Gerade. Die ist mit 788 Meter aber auch nicht wirklich lang. Der Vollgasanteil gesehen auf die Rundendistanz beträgt nur 44 Prozent. In Silverstone waren es noch 74 Prozent. Ricciardo frohlockt. „Selbst mit unserem Auto von England müssten wir automatisch näher heranrücken.“

Man kann es herauslesen. Red Bull hat nicht dasselbe Auto am Start. Der Abonnement-Weltmeister der Jahre 2010 bis 2013 bringt für Budapest ein Upgrade. Eines der größeren Art. „Das bringt jetzt keine Sekunde. Aber viele Teile ändern ihre Form. Zum Beispiel die an den Seitenkästen. Es ist eine andere Philosophie.“

Bereits in Silverstone war Red Bull mit einem neuen Frontflügel aufgekreuzt, der auf dem Hungaroring aber besser wirken soll. Die nur kurzen Geradeausstücke spielen Red Bull in die Karten. Auch wenn Ricciardo erklärt, dass der Renault-Motor im Renntrimm gar nicht so weit von den Konkurrenzprodukten entfernt ist. „De Lücke reißt nur auf, sobald Mercedes auch im Rennen für kurze Zeit den Quali-Modus anschaltet. Dann ist ihr Motor einfach lächerlich stark.“

Motor-Strafe für Ricciardo unausweichlich

Ricciardo hat bei der MGU-H die kritische Grenze von vier erlaubten Einheiten pro Saison schon überschritten. Auch bei den anderen Komponenten ist sein Kontingent vor dem elften Rennen der Saison schon fortgeschritten. Ricciardo steht beim vierten V6 und vierten Turbo, drei MGU-K, und je zwei Batterien und Steuereinheiten.

„Wir werden zu irgendeinem Zeitpunkt im Jahr weitere Strafen kassieren“, fürchtet der Australier, der immerhin festhalten kann. „Ich war Anfang der Woche bei Renault. Sie haben für jeden aufgetretenen Schaden eine Erklärung. Das meiste davon ist auch gelöst.“ Teamkollege Max Verstappen befindet sich aktuell nur bei der Elektromaschine MGU-H mit vier benutzten Einheiten im kritischen Bereich.

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