Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Bahrain - 17. April 2015 Wilhelm
Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Bahrain - 17. April 2015
Ferrari - Formel 1 - GP Bahrain - 17. April 2015
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Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Bahrain - 17. April 2015 106 Bilder

Unsafe-Release-Verdacht

War Vettels Rad locker?

Nach dem zweiten Bahrain-Training hatten die FIA-Kommissare viel zu tun. Gleich 2 Szenen mussten untersucht werden. Für Kimi Räikkönen gab es lediglich eine Verwarnung. Der Fall Sebastian Vettel sorgte noch lange für Diskussionen.

Als Sebastian Vettel 12 Minuten vor Ende des zweiten Trainings die Box verließ, nahm das Unglück seinen Lauf. Der Deutsche krachte beim Einbiegen in die erste Kurve mit dem Force India von Sergio Perez zusammen. Die FIA untersuchte den Fall und verzichtete auf Strafen. Begründung: Man könne keinem Fahrer eine Schuld nachweisen.

Sebastian Vettel hatte zuvor ausgesagt, dass sein Auto nicht richtig verzögerte. Ein mechanisches Problem sei aufgetreten. Er hätte Perez gerne vorbeigelassen und entschuldigte sich für die Kollision. Doch einige Teammanager waren mit dieser Aussage nicht zufrieden. Die FIA wurde von ihnen gebeten, sich die Video-Bilder noch einmal genau anzusehen.

Unsafe-Release-Verdacht wird nicht untersucht

Der Verdacht: Ferrari hatte das rechte Vorderrad am Auto von Vettel nicht richtig festgezurrt. Deshalb schlich der Deutsche auch schon relativ langsam aus der Box. Das gleiche Malheur war bereits bei Kimi Räikkönen in Melbourne passiert. Einige vermuten, dass Ferrari seine Fahrer seitdem angewiesen hat, in solchen Fällen Bremsprobleme vorzuschieben.

Die Video-Bilder der Onboard-Kamera würden den Fall angeblich klar zeigen. Gegen diese These spricht jedoch, dass Vettel nach der Kollision noch die ganze Runde zurück in die Box gefahren ist – allerdings im Bummeltempo. Dabei soll der Deutsche jedoch wiederholt an die Box gefunkt haben, dass vorne rechts etwas nicht stimmt.

Hätte die Untersuchung ergeben, dass Vettel mit einem lockeren Rad die Box verlassen hat, dann würde das Regelwerk mindestens eine Startplatzstrafe für den Heppenheimer vorsehen. Doch diese Möglichkeit wurde gar nicht untersucht. Auch nicht, nachdem konkurrierende Teams bei der FIA nachgefragt haben. Glück für Vettel.

Räikkönen kommt mit Verwarnung davon

Auch sein Teamkollege kam glimpflich davon. Um die Trümmer des zerstörten Frontflügels zu bergen, wurde das zweite Training kurz vor Ende der Sitzung unterbrochen. Als die Boxenampel wieder auf Grün schaltete, raste Kimi Räikkönen relativ rücksichtslos an der gesamten Kolonne vorbei. Für die gefährliche Fahrweise gab es eine Verwarnung.

Auch Lewis Hamilton stand zunächst unter Verdacht, die Box auf gefährliche Art verlassen zu haben. Doch beim Blick auf die Video-Bilder stellte sich schnell heraus, dass Hamilton nur Autos passiert hatte, die sich am Boxenausgang zu einer Startübung aufgestellt hatten. Der Mercedes-Pilot wurde gar nicht erst zur Untersuchung vorgeladen.

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