Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 11. Mai 2017 xpb
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Valtteri Bottas über seinen ersten GP-Sieg

Eine Mail vom Formel 1-Chef

Valtteri Bottas hat die zwei Wochen nach seinem Premierensieg in der Formel 1 sichtlich genossen. Der Finne präsentierte sich in Barcelona selbstbewusster als je zuvor und prophezeit dieser Saison einen Vierkampf um den Titel.

Die Tage nach seinem ersten GP-Sieg lief der E-Mail Speicher von Valtteri Bottas über, und er konnte sich vor Glückwunsch-SMS auf seinem Mobiltelefon nicht mehr retten. Gott und die Welt gratulierte dem Finnen zu seinem Sieg beim GP Russland. Auch Mercedes-Boss „Doktor Z.“ womit Mercedes-Chef Dieter Zetsche gemeint ist, Ex-Champion Mika Häkkinen und der neue Formel 1-Direktor. „Ich wusste gar nicht, dass Chase Carey meine Nummer hat.“

Bottas behält Original-Siegerpokal

Natürlich hat er die Sternstunde nach 81 Anläufen gefeiert. „Es wäre ja schon komisch, wenn ich gar nichts gemacht hätte. Aber fragt mich bitte nicht nach Details.“ Den Siegerpokal durfte er behalten. Normalerweise hat das Team das Anrecht auf die Trophäe, und der Fahrer bekommt eine Kopie. „Ich musste mich erst durchsetzen“, verriet der fünfte Finne, der je einen Grand Prix gewann.

Vom WM-Titel will Bottas noch nicht reden: „Die Saison ist noch so lang. Nach dem Rennen in Barcelona haben wir gerade mal ein Viertel geschafft. Ich will deshalb nicht zu weit nach vorne denken und es Schritt für Schritt nehmen. Fürs erste bin ich zufrieden. Ich habe nach vier Rennen eine Pole Position und einen Sieg.“ Und wie fühlt er sich an, der erste Sieg? „Ich habe ein paar Tage gebraucht, um es zu realisieren. Aber ich würde jetzt nicht behaupten, dass er mein Leben verändert hat.“

Titelrennen entwickelt sich zum Vierkampf

Für Bottas entwickelt sich das Rennen um den WM-Titel 2017 immer mehr zu einem Vierkampf zwischen den beiden Mercedes und den zwei Ferrari. „Wir wollen Red Bull nicht abschreiben, aber es wird wohl noch eine Weile dauern, bis sie an uns dran sind.“ Entscheidend wird nicht nur sein, wer im Technik-Wettrüsten schneller entwickelt: „Es wird auch darauf ankommen, wie du dich als Fahrer mit der Saison steigerst.“

Technisch muss Mercedes vor allem noch beim Reifenmanagement nachlegen. Da ist sich Bottas mit Teamkollege Lewis Hamilton einig: „Der Ferrari reagiert weniger sensibel auf die einzelnen Reifentypen und unterschiedliche Bedingungen. Das Fenster scheint für ihn größer zu sein als für uns.“ Das ist auch Hamiltons Erklärung für die Niederlage von Sotschi. „Ich war nie in dem Reifenfenster drin.“

Selbstvertrauen bei Bottas gewachsen

Bottas will seinen Triumph nicht darauf reduzieren, dass ihm die Strecke von Sotschi liegt und seinem Stallrivalen nicht. „Es stimmt, dass ich immer gut auf dieser Strecke war. Aber viel hatte auch mit dem Reifenmanagement zu tun, und wie du den letzten Streckensektor gefahren bist. Und da haben Lewis und ich einige Dinge unterschiedlich gemacht.“

Eine Aussage, die demonstriert, wie das Selbstvertrauen beim 107. GP-Sieger der Geschichte gewachsen ist. Deshalb hört sich seine Bilanz der ersten vier Rennen fast wie eine Kampfansage an. „In Australien und China war ich noch nicht auf dem Niveau meines Autos. Jetzt fühle ich mich immer wohler. Ich arbeite an jedem Detail, und das wird mich von Mal zu Mal schneller machen.“

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