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Valtteri Bottas mit großen Zielen

Keine Psychospielchen mit Hamilton

Valtteri Bottas - Mercedes - F1-Test - Barcelona - Tag 2 - 27. Februar 2018 Foto: xpb 98 Bilder

Valtteri Bottas geht 2018 in seine siebte Formel 1-Saison. Mit dem Ziel, mehr Rennen zu gewinnen und Weltmeister zu werden. Um sich so den Platz bei Mercedes über 2018 hinaus zu sichern. Psychospielchen mit Lewis Hamilton will er nicht anzetteln.

28.02.2018 Andreas Haupt

Die erste Testwoche auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ist vom kalten Wetter stark beeinflusst. Nach zweieinhalb Testtagen hat kein Fahrer mehr Runden abgespult als Valtteri Bottas. Auf 58 am Montag folgten 94 am Dienstag. Macht zusammen 152 Runden oder über 707 Kilometer. Die Bilanz schmücken zwei zweite Plätze. Neben Sebastian Vettel ist der Finne der einzige Fahrer, der die 1:20er Marke bisher geknackt hat.

Bottas fühlt sich besser vorbereitet

Der große Lerneffekt blieb allerdings aus. Bottas fuhr bislang nur mit weichen Reifen und mit den Mediums. Es dauert einige Runden, bis die Fahrer die Reifen überhaupt zum Arbeiten bringen. „Diese Reifen sind nicht für Kälte gemacht. Am Kurveneingang sind sie viel zu kalt. Im Scheitelpunkt ist es nicht viel besser. Temperatur hast du erst am Kurvenausgang.“ Und beim nächsten Geradeausstück kühlen die Gummis wieder ab. „Bei diesen Verhältnissen muss man mit Rückschlüssen vorsichtig sein. Mein allgemeines Gefühl ist, dass ich bisher keine Schwachstelle am Auto ausmachen kann.“

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Jedoch reagieren Formel 1-Autos sensibel auf Temperaturschwankungen. Bei 20 Grad Asphalttemperatur könnte die Fahrzeugbalance schon eine ganz andere sein. Obwohl das Wetter nicht mitspielte, waren die ersten Übungsrunden nicht komplett für die Tonne. „Wir haben unsere Aerodynamiktests durchbekommen. Und wir konnten schon ein paar mechanische Lösungen ausprobieren. Das hat uns ein paar Antworten gegeben, denen wir zu einem großen Prozentsatz vertrauen können.“

Bottas geht in seine siebte Formel 1-Saison. Es wird die zweite für Mercedes. Der Mann aus Nastola fühlt sich besser vorbereitet als im Vorjahr. Die Batterien sind aufgeladen. „Im Gegensatz zum letzten Winter hatte ich eine Pause. Das hilft dem Kopf. Ich muss das Team und die Arbeitsweise nicht mehr kennenlernen. Wir können uns sofort auf die Performance konzentrieren. Die Details machen den Unterschied. Letztes Jahr kam ich zur Sitzprobe, hüpfte ins Auto und das war es. Dieses Jahr ist es anders. Ich weiß, wie die Ingenieure in der Fabrik und an der Strecke arbeiten. Das wird mir helfen. Ich will stärker starten und besser die Saison beenden.“

„Jeder ist scharf auf mein Cockpit“

2017 gewann Bottas drei Rennen in Russland, Österreich und Abu Dhabi. Diese Saison sollen es mehr sein. Das ganz große Ziel ist der Weltmeistertitel. Dafür will er sich auf sich konzentrieren. Psychospielchen lehnt er ab. „Jeder Fahrer hat Schwächen. Auch Lewis. Es bringt aber nichts, zu sehr auf ihn zu schauen. Wenn ich abrufe, was ich von mir selbst erwarte, werde ich stark sein“, sagt Bottas.

Kleinkriege innerhalb der eigenen Mannschaft anzuzetteln, würde auch nicht zum Charakter des Finnen passen. Und es würde sicher auch nicht förderlich bei den Vertragsverhandlungen sein. Bottas kämpft wie 2017 auch in diesem Jahr um einen neuen Deal. „Mercedes ist seit Jahren das beste Team in der Formel 1. Jeder ist scharf auf mein Cockpit. Ich muss einfach aus jeder Gelegenheit das Beste machen.“

Im Vergleich zum letzten Jahr war der 28-Jährige diesmal in die Entwicklung des Autos involviert. Dadurch konnte er es besser auf seinen Fahrstil maßschneidern lassen. „Ich musste 2017 manchmal Setups fahren, die nicht nach meinem Geschmack waren. Ich musste meinen Fahrstil darauf ausrichten. Dieses Jahr haben wir ein anderes Auto. Hoffentlich fällt es mir leichter, es zu fahren.“ Eine der Schwachstellen, die Bottas ausgemacht hat: „Ich war letztes Jahr vor allem auf Strecken mit glattem Asphalt gut. Ich muss dieses Jahr auf Strecken besser werden, die einen rauen Asphalt haben.“

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