Valtteri Bottas - Mercedes - GP Österreich - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017 xpb
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Österreich 2017 - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017
Mercedes - GP Österreich 2017 - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017
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Mercedes - GP Österreich 2017 - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017 97 Bilder

Bottas gibt sich kämpferisch

Finne sieht sich voll im WM-Kampf

In Baku kam Valtteri Bottas vor Sebastian Vettel und Lewis Hamilton ins Ziel. Trotzdem hinkt der Finne beiden in der WM hinterher. Optimistisch ist der Mercedes-Pilot dennoch.

Valtteri Bottas hat keinen einfachen Stand. Der Finne fährt im selben Rennstall mit dem vermutlich schnellsten Fahrer der Formel 1. „Lewis ist der Pole-Position-König der aktuellen Fahrergeneration“, sagt der WM-Dritte über den Mann, dem mit 66 Poles nur noch zwei fehlen, um mit Rekordhalter Michael Schumacher gleichzuziehen.

Bottas mit zuletzt keinen optimalen Qualifyings

Der Mercedes-Neuzugang schlägt sich wacker. Im Trainingsduell steht es 5:3 für Hamilton. Bottas konnte seinen Stallrivalen in den Qualifyings von Bahrain, Russland und Monaco besiegen. Zuletzt verlor der 27-Jährige jedoch beide Duelle recht deutlich. In Kanada schenkte Hamilton seinem Teamkollegen 0,718 Sekunden ein. In Baku waren es 0,434 Sekunden.

Bottas hat die beiden Niederlagen analysiert. Er kennt die Gründe, warum die Schere so weit aufging und in welchen Sektionen und Kurven der Teamkollege besser war. „In Montreal bin ich die Outlap falsch angegangen. In Aserbaidschan habe ich in meine schnelle Runde zu viele kleine Fehler gepackt.“ Bottas weiß: Er muss fehlerlos bleiben, wenn er Hamilton schlagen will. Und selbst dann wird es schwer. Wenn der dreifache Weltmeister seine Topform abruft, führt an ihm kein Weg vorbei.

Saubere Rennen im Titelkampf

In Baku meinte es das Rennen zunächst nicht gut mit Bottas. In der Startrunde kollidierte er mit Landsmann Kimi Räikkönen. „Ich würde auch jetzt nichts anders machen und nicht zurückziehen. Der Randstein hat mich einfach mehr ausgehebelt als erwartet. Ferrari und wir teilen uns meistens die ersten beiden Startreihen. Da erhöht sich das Risiko auf Kollisionen zwangsläufig.“

Nach dem Unfall war Bottas praktisch schon aus dem Rennen um die vordersten Plätze. Doch drei Safety Cars und eine Unterbrechung machten aus einem eigentlich verkorksten doch noch ein erfolgreiches Rennen. Mit dem zweiten Rang machte Bottas sogar Punkte auf Sebastian Vettel und Lewis Hamilton gut. In der Weltmeisterschaft liegt der Mercedes-Neuling trotzdem schon 42 Zähler hinter dem Ferrari-Piloten. Und 28 Punkte hinter dem Teamkollegen. Der Fahrertitel bleibt dennoch das große Ziel. Bottas hat seinen Masterplan. „Ich brauche ruhige und saubere Rennen ohne Zwischenfälle.“

Noch ist der WM-Dritte nicht auf der absoluten Höhe seiner Schaffenskraft. Bottas erklärt, dass er sich in vielen Bereichen steigern kann und muss. „Es gibt nicht die eine Sache, die mich ins Hintertreffen bringt. Ich muss überall weiter an mir arbeiten. Das Team gibt mir alle Werkzeuge. Jedes Meeting und jede Rückmeldung bringen mich weiter.“

Mercedes und Ferrari mit Updates

Nicht nur der Teamkollege ist stark. Sondern auch Ferrari. In Spielberg geht Bottas von einem weiteren engen Zweikampf zwischen Rot und Silber aus. „Ehrlich gesagt kann ich nicht vorhersagen, wer besser sein wird. Wir haben ein paar Aero-Updates. Ich hoffe, sie bringen den entscheidenden Vorteil.“ Mercedes modifiziert den W08 für das Rennen in der Steiermark in vielen kleinen Details. Es gibt geänderte Halterungen für die Rückspiegel, Modifikationen an den Bremstrommeln und kleine Zusatzstreben auf der Crashstruktur hinter den Aufhängungen. Ferrari hält mit einem neuen Frontflügel und kleinen Retuschen am seitlichen Teil des Unterbodens gegen.

Mercedes - GP Österreich 2017 - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017
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Mercedes hat den W08 für das Rennen in Spielberg in einigen Bereichen modifiziert.

Das Reifenproblem hat Mercedes noch nicht gelöst. Es kann die Silberpfeile auf jeder Strecke ereilen. Allerdings hat das Weltmeisterteam entscheidende Fortschritte gemacht. „In Baku haben wir unser Verständnis für das Setup verbessert. Und schon hat man gesehen, wie schnell wir sein können, wenn alles passt“, meint Bottas. Im Qualifying distanzierte Mercedes die rote Konkurrenz um 1,1 Sekunden. Hamilton dankt seinem Team. „Inzwischen haben wir die richtigen Werkzeuge, um die Reifenthematik während eines Wochenendes zu lösen.“

Mit seinen bisherigen Leistungen hat Bottas seinem Rennstall bereits einige Argumente für eine längere Zusammenarbeit geliefert. Ende des Jahres läuft sein Vertrag bei Mercedes aus. „Wir setzen uns zu gegebener Zeit zusammen“, sagt Bottas. „Ich mache mir keine Sorgen. Es war bisher in meiner Karriere immer so, dass ich lange nicht wusste, was ich nächstes Jahr mache.“ Hamilton jedenfalls spricht sich für einen Verbleib aus. Von einem Fernando Alonso will er nichts wissen. „Ich bin ziemlich glücklich mit meinem Teamkollegen.“

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