Vergleich zwischen 2013 und 2014

Drei km/h langsamer

Lewis Hamilton - GP Malaysia 2014 Foto: Wilhelm 62 Bilder

Das Wetter macht es uns schwer. Wir würden so gerne die alte mit der neuen Formel 1 vergleichen, doch in der Qualifikation kam uns jetzt zwei Mal Regen dazwischen. Mehr Glück hatten wir mit dem GP Malaysia. Er ging 2013 wie 2014 über 56 Runden, und in beiden Fällen gab es kein Safety-Car.

Die neue Formel 1 ist langsamer als die alte. Doch um wie viel? Und wie lange noch? In Melbourne wurde uns der Vergleich schwer gemacht. Beide Abschlusstrainings 2013 und 2014 fanden zum Teil auf nasser Fahrbahn statt. Das Rennen im letzten Jahr ging über die Originaldistanz von 58 Runden. Es blieb unüblich für Melbourne Safety-Car-frei.

In diesem Jahr war der GP Australien um eine Runde kürzer, weil Max Chilton beim ersten Startversuch stehenblieb. Dafür wurde Sieger Nico Rosberg durch vier Safety-Car-Runden gebremst. Wenn man hin und her rechnet, war der Mercedes-Pilot 1.49 Minuten langsamer als Kimi Räikkönen zwölf Monate zuvor.

Auch beim GP Malaysia spielte das Wetter nicht mit. Zumindest im Training. In beiden Jahren regnete es. Wieder ließ sich die Pole Position nicht vergleichen. Das Rennen dagegen ging 2013 wie 2014 über 56 Runden. Und es gab in beiden Fällen kein Safety-Car.

Einziger Makel. Letztes Jahr legten die Piloten die ersten sechs Runden auf Intermediates zurück. Die Piste war beim Start noch feucht, trocknete aber unheimlich schnell auf. Trotzdem ist ein Vergleich einigermaßen fair. Im letzten Jahr waren die Reifenmischungen im Schnitt eine Stufe weicher.
 

2014er Rennen 89 Sekunden langsamer

Vorjahressieger Sebastian Vettel brauchte für die 310-Kilometer-Distanz 1:38.56,651 Stunden. Das entsprach einem Schnitt von 188,231 km/h. Lewis Hamilton legte das längste Rennen des Jahres in 1:40.25,974 Stunden zurück. Also 1.29,323 Minuten länger. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 185,441 km/h.Knapp drei km/h langsamer als mit den V8-Motoren und 15 Prozent Abtrieb mehr.

Dass Sieger Vettel 2013 vier Mal Reifen wechselte, war nicht nur der feuchten Bahn zu Beginn geschuldet. Es lag auch daran, dass die Pirelli-Slicks im letzten Jahr eine kürzere Lebensdauer hatten.

Eine Analyse der schnellsten Runden zeigt, dass der Top-Speed signifikant gestiegen ist. Esteban Gutierrez kam letzte Saison auf 308,1 km/h. Felipe Massa wurde ein Jahr später dank Turbo-Power und weniger Luftwiderstand mit 324,5 km/h gemessen. Dafür haben die Autos mit V8-Motor in der ersten Phase der Beschleunigung mehr Speed gemacht. Dank des geringeren Drehmoments. 2013 kam Vettel mit 150,4 km/h aus Kurve 9. In diesem Jahr war Daniel Ricciardo mit 137,9 km/h an dieser Stelle der Schnellste.

Neue Formel 1 verliert in allen Sektoren

Bei der schnellsten Rennrunde liegt die Differenz bei 3,9 Sekunden. Sergio Perez fuhr seine 1.39,199 Minuten-Runde mit brandneuen Reifen ganz am Schluss. Lewis Hamiltons letzter Satz hatte zum Zeitpunkt seiner Bestzeit von 1.43,066 Minuten zwar auch erst zwei Runden drauf, doch der Sieger hatte es im Finale nicht mehr eilig. Deshalb muss Hamiltons schnellste Rennrunde eigentlich mit der von Vorjahrssieger Vettel verglichen werden. Der Red Bull-Pilot kam da auf 1.40,446 Minuten. Ein Vorteil von 2,6 Sekunden.

In den Sektoren verteilt sich der Zeitverlust der neuen Formel 1 gleichmäßig je nach Sektorlänge. Hamilton fehlten in Sektor 1 sechs Zehntel auf das Vorjahr (26,113 s zu 25,540 s), in Sektor 2 waren es 1,6 Sekunden (34,986 s zu 33,309 s) und in Sektor 3 beträgt der Rückstand 1,8 Sekunden (41,859 s zu 40,063 s).

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