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Verletzter Kameramann

Rückkehr schon in Budapest?

Red Bull hat den verletzten Kameramann Paul Allen nach dem Rennen am Nürburgring mit einem Geschenk im Krankenhaus besucht. Nach Auskunft von Teamberater Helmut Marko war der Brite bei guter Laune. Schon in Budapest will er wieder mit von der Partie sein.

Direkt nach dem Rennen wollte sich bei Red Bull niemand zu den Details des spektakulären Unfalls vom Nürburgring äußern, bei dem ein Kameramann von einem losen Rad getroffen wurde. Beim österreichischen Haussender "ServusTV" sorgte Helmut Marko einen Tag später wenigstens etwas für Aufklärung. Nach ersten Erkenntnissen habe eine Verkettung unglücklicher Faktoren das Unglück ausgelöst.

Mechaniker schaltet Boxenampel aus Versehen auf Grün

"Die Sicherheitsstifte am Rad sind nicht eingerastet", berichtete Marko. "Das hat der Mechaniker gemerkt. Doch in der Hektik hat er irrtümlich den Knopf am Schlagschrauber gedrückt, der das Signal auf Grün schaltet. Und Webber hatte freie Fahrt." Solch ein Missgeschick passierte dem Weltmeisterteam nicht zum ersten Mal. Schon in Shanghai hatte man das Rad hinten rechts an Webbers Auto nicht richtig befestigt. Damals löste es sich aber erst auf der Strecke.
 
Die genaue Aufarbeitung des Missgeschicks laufe derzeit noch, so Marko. "Wir haben Kameras, die jeden Boxenstopp auf Hundertstel-Sekunden genau analysieren." Am Montagabend (8.7.2013) habe es in Milton Keynes ein Meeting dazu gegeben, das zu Verbesserungen im Boxenablauf führen soll. "Ich bin sicher, in Budapest haben wir ein System, das solche Zwischenfälle nach menschlichem Ermessen ausschaltet."

Filmcrews müssen auf die Boxenmauer

Bernie Ecclestone hatte sich am Montag ebenfalls in die Sicherheitsdebatte eingeschaltet. Der Formel 1-Vermarkter kündigte gegenüber der BBC an, dass alle Kameraleute beim GP Ungarn aus etwas sicherer Entfernung von der Boxenmauer filmen müssen. Auch eine Helmpflicht ist weiter in der Diskussion.

Am Nürburgring hatte Red Bull noch direkt im Rennen reagiert, um eine Wiederholung des Unfalls zu verhindern: "Da wir nicht genau wussten, was passiert war, haben wir danach Sicherheitsboxenstopps gemacht. Es wurde sichergestellt, dass das Rad richtig aufgesteckt ist. Auch wenn das eine Sekunde länger dauert", verriet Marko.
 
"Trotz dieser Maßnahme hatten wir immer noch die schnellsten Boxenstopps. Ein Stopp dauert bei uns zwischen 2,1 und 2,5 Sekunden, wenn er optimal läuft. Bei dieser immensen Geschwindigkeit passiert so etwas." Ecclestone sprach von Pech im Unglück: "Das Rad hätte auch einen der Mechaniker treffen können. Der Kameramann hat einfach zur falschen Zeit in die falsche Richtung geschaut."

Red Bull besucht Kameramann im Krankenhaus

Marko hatte den Unfall während des Rennens gar nicht genau mitbekommen. Erst nach der Zieldurchfahrt realisierte er die dramatischen Folgen des Boxen-Fauxpas. 18 Kilo wiege solch ein Rad, das der arme Kameramann unglücklicherweise nicht kommen gesehen habe, zeigte sich der ehemalige F1-Pilot aus Graz betroffen.
 
Die Teamleitung und die Piloten schickten von der Rennstrecke ihre Genesungswünsche ins Militärkrankenhaus nach Koblenz. Um sich selbst nach dem Wohlbefinden des Unfallopfers zu erkundigen, machte sich aber auch noch ein Red Bull-Mitarbeiter persönlich auf dem Weg zum FOM-Kameramann. Im Gepäck hatte er ein großes Poster mit den Unterschriften aller Mechaniker.
 
Marko bekam gute Nachrichten von dem Teamboten überliefert. Der verletzte Paul Allen scheint offenbar von der härteren Sorte zu sein. "Er ist ein Engländer alten Typs. Der war guter Laune. Er weiß über das Risiko. Wir sollen uns keine Sorgen machen, es gehe ihm gut. Er ist sich sicher, dass er in Budapest wieder dabei ist", beruhigte Marko alle besorgten Formel 1-Fans.

Motorsport Aktuell Formel 1 Kameramann Unfall am Nürburgring Helmpflicht in der Boxengasse?

Nach dem Unfall am Nürburgring diskutiert das Fahrerlager, wie man das...

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