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Verstappen mit Ausstiegsklausel

Landet Verstappen bei Mercedes?

Max Verstappen hat eine Ausstiegsklausel bei Red Bull. Das Team fürchtet, dass der Superstar zu Mercedes gehen könnte. Das gibt Anlass zu Spekulationen. Kehrt dann Sebastian Vettel zu seinem alten Team zurück?

Bis jetzt fielen auf dem Transfermarkt nur die Namen Nico Hülkenberg, Sergio Perez und Esteban Ocon. Die Personalie Max Verstappen schien bis Ende 2020 fest mit Red Bull verbunden. Doch jetzt wurde bekannt, dass Red Bull nicht ruhig schlafen kann. Der Holländer hat in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel stehen.

Sportdirektor Helmut Marko bestätigte, dass sein Superstar unter bestimmten Bedingungen das Team verlassen könnte. Und dass der Moment der Entscheidung demnächst fällig sei. Ins Detail geht der Doktor nicht. Der Fahrerlagerfunk meldet, dass Verstappen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Saison auf einem bestimmten Platz in der WM liegen muss, damit ihn Red Bull sicher halten kann. Im Augenblick ist das Ziel offenbar noch nicht erreicht.

Das kann nur heißen, dass Verstappen frei wäre, wenn er schlechter als auf Rang 3 klassiert wäre. Da könnte sich die Strafe von Monte Carlo, die Verstappen sechs Punkte gekostet hat, am Ende als Zünglein an der Waage erweisen. Wir hören aber, dass Verstappen bis zur Frist auch noch mindestens ein Rennen gewinnen muss. Der Zeitpunkt der Entscheidung liegt auf der Hand. Die Erfahrung lehrt, dass Red Bull seine Fahrer immer in der Sommerpause bestätigt oder wechselt.

Hamilton & Verstappen - F1 - 2019
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Verstappen will nicht ewig warten, bis er endlich um den Titel kämpfen kann. Kommt es zum Kampf der Giganten gegen Lewis Hamilton?

Wechsel eher zu Mercedes als zu Ferrari

Max Verstappen wiegelt ab. Auf die Frage, ob sich bei nur zwei Podiumsplatzierungen und fünf vierten Plätzen in diesem Jahr nicht langsam Frust breitmacht, antwortet der 21-jährige Niederländer: „Ich würde es nicht Frust nennen. Wir sind ja nicht meilenweit von der Spitze weg. Natürlich will ich irgendwann Rennen gewinnen. Es ist jetzt wichtig, was das Team in den nächsten Rennen aufbieten kann.“

„Ich mache mir über nächstes Jahr und die Zeit danach noch nicht allzu viele Sorgen. Im Moment möchte ich mich auf unser Projekt konzentrieren, weil ich darin immer noch viel Potenzial sehe und es auch noch jung ist. Auf der anderen Seite will ich nicht fahren, bis ich 35 oder 40 bin.“

Das hört sich so an, als wolle Verstappen bald schon eine Perspektive erkennen, ob er mit Red Bull in Kürze wieder Rennen gewinnen kann. Und wenn nicht? Helmut Marko fürchtet, dass Mercedes bereits seine Fühler nach dem fünffachen GP-Sieger ausgetreckt hat und bei einem Bieterduell bessere Chancen als Ferrari hätte. Oder will Verstappen einfach nur den Preis für eine weitere Vertragsverlängerung bei dem Team hochtreiben, das ihn groß gemacht hat?

Mercedes hat zwar mit Esteban Ocon eine Alternative zu Valtteri Bottas in der Hand, doch wenn ein Kaliber wie Verstappen auf dem Transfermarkt landet, muss jeder zugreifen. Der fünffache GP-Sieger hat in dieser Saison gezeigt, dass er zu einem echten Titelaspiranten gereift ist. Verstappen hat das rechte Maß zwischen Risiko und Abwarten gefunden. Und er ist zehn Jahre jünger als Hamilton und Vettel.

Vettel & Horner - F1 - 2019
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Hält Vettel bei Ferrari durch oder kann ihn Red Bull zurück locken?

Wer würde Verstappen ersetzen?

Ein Zweikampf Hamilton gegen Verstappen wäre auch ganz nach dem Geschmack der WM-Vermarkter von Liberty. Das Aufeinandertreffen der beiden Superstars würde selbst bei einer Mercedes-Dominanz die Weltmeisterschaft wiederbeleben.

Im Fall aller Fälle bräuchte Red Bull dringend Ersatz. Alles andere als ein Top-Fahrer würde den Abstieg in die Zweitklassigkeit bedeuten und die Formel 1 vor ein riesiges Problem stellen. Der Rennstall, der zwischen 2010 und 2013 alle Titel abgeräumt hat, würde sich nicht damit zufriedengeben, nur dabei zu sein. Motorenpartner Honda auch nicht. Da stünden gleich zwei Teams auf der Kippe.

Verstappens unsichere Vertragssituation gibt zu allerlei Spekulationen Anlass. Die logischste Variante wäre eine Rückkehr von Sebastian Vettel zu dem Team, mit dem er vier Mal Weltmeister geworden ist. Beobachter im Fahrerlager notieren: „Seb trifft sich in letzter Zeit auffällig oft mit seinen alten Kumpels von Red Bull.“

Von dem Ex-Champion wissen wir, dass auch er sich gerne mit Ausstiegsklauseln dagegen absichert, bei einem Team ohne Perspektiven zu versauern. Ferrari fährt auch im fünften Jahr in Folge nicht auf Titelkurs. Vettel dementierte zuletzt jedoch alle Rücktritts- oder Wechselgerüchte.

„Es stimmt, dass ich einige Dinge in der Formel 1 im Moment nicht so gut finde, aber ich liebe diesen Sport noch immer. Ich habe einen Vertrag mit Ferrari und gedenke dort auch zu fahren.“ Trotzdem hören wir im Fahrerlager, dass Ferrari auf dem Fahrermarkt derzeit höchst aktiv ist. Sichern sich die Italiener bereits für den Fall ab, dass sie Vettel verlieren?

Wenn Verstappen wechselt, egal wohin, ergibt sich bei einem der drei Top-Teams eine Vakanz, die mit einem Top-Fahrer besetzt werden muss. Im Augenblick ist nur einer frei, der alle Anforderungen erfüllt. Fernando Alonso kann sich die Bewegungen auf dem Transfermarkt in Ruhe ansehen. Die Mitteilung von McLaren, dass für Alonso derzeit kein Platz frei ist, nahm der Spanier unkommentiert zur Kenntnis. Vielleicht, weil er bereits ganz andere Pläne hat.

Max Verstappen: Das Super-Talent im Porträt

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