Max Verstappen - Red Bull - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - 27. April 2017
Mercedes - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - 27. April 2017
Ferrari - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - 27. April 2017
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Verstappen gegen Shield-Cockpitschutz

„Sieht einfach nicht cool aus!“

Nach dem „Halo“ soll nun der „Shield“ für mehr Schutz im Cockpit sorgen. Max Verstappen und Nico Hülkenberg halten nichts von den zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen.

Kurz vor dem Russland-Wochenende hat die FIA angekündigt, den neuen Cockpitschutz namens „Shield“ schon 2018 ins Rennen schicken zu wollen. Klar, dass nicht nur unter den Fans in den sozialen Netzwerken sondern auch im Fahrerlager von Sotschi eifrig über das Thema diskutiert wurde.

Unter den Piloten zeigte sich noch keine klare Mehrheit für oder gegen das Sicherheitsfeature. Die Fahrer, die erste Zeichnungen bereits am Rande des GP China gezeigt bekommen hatten, wollen erst die Tests abwarten. „Es ist optisch die beste aller Optionen. Aber man muss erstmal schauen, was es bringt“, warnt Lewis Hamilton vor zu großer Euphorie.

Hülkenberg und Verstappen keine Shield-Fans

Während einige der Idee aufgeschlossen gegenüber stehen, lehnen andere einen zusätzlichen Cockpitschutz kategorisch ab. Nico Hülkenberg kann mit dem Shield genauso wenig anfangen wie mit dem Halo. Auf Nachfrage schüttelte der Rheinländer in Sotschi nur mit dem Kopf: „Lasst uns über etwas anderes reden.“

Max Verstappen ist der gleichen Meinung, findet aber ein paar mehr kritische Worte als Hülkenberg: „Sie sollen die Autos einfach so lassen wie sie sind. Formel 1 ist Rennsport mit offenen Autos“, so die klare Meinung des Youngsters.

Verstappen sieht au0erdem keinen großen Nutzen in dem Cockpitschutz: „Das Risiko gehört in jeder Sportart dazu. Es gab in der Vergangenheit einige unglückliche Unfälle. Aber so etwas kann man nicht kontrollieren. Da macht auch der Shield keinen Unterschied. Wenn ein Reifen auf dem Auto landet, dann schützt er Dich auch nicht.“

Weniger Spaß mit Cockpitschutz

Der geringe Sicherheitsfortschritt ist aber nicht das einzige Argument gegen einen zusätzlichen Cockpitschutz: „Mir gefällt es auch optisch nicht – egal ob Halo oder Shield. Es sieht einfach nicht cool aus“, sagt Verstappen. “Seit ich mich erinnere sind Formel 1 Autos offen. Das macht auch einen Teil der Freude aus, die ich beim Fahren verspüre. Mit einem zusätzlichen Cockpitschutz zu fahren, würde mir sicher nicht so viel Spaß machen.“

Nach den internen Tests bei der FIA soll der Shield nach der Sommerpause in Singapur und Monza für erste Proberunden an die Autos geschraubt werden. Experten bezweifeln allerdings, dass die Zeit für die Erprobung ausreicht, um die Technik bis 2018 serienreif zu bekommen. Verstappen befürchtet, dass die Meinung der Fahrer bei der FIA keine Rolle spielt. „Natürlich hören sie zu, was wir zu sagen haben. Aber am Ende sind es nicht die Piloten, die es entscheiden.“

Motorsport Aktuell Daniel Ricciardo - Red Bull - Cockpitschutz - GP Russland 2016 - Freitag - 29. April 2016 Vier Tests für Schutzscheibe Shield-Tests in Monza und Singapur

Die Formel 1-Kommission hat den Halo beerdigt.

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