Verstappen-Sieg in Mexiko

„Ziehe mein eigenes Ding durch“

Max Verstappen - Formel 1 - GP Mexiko 2018 Foto: Red Bull 78 Bilder

Max Verstappen hat in Mexiko seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Nach dem gewonnenen Start konnte keiner dem Niederländer folgen. Nur die anfällige Technik machte dem Red-Bull-Piloten bis ins Ziel Sorgen.

Nach dem Qualifying herrschte dicke Luft im Red-Bull-Lager. Max Verstappen verpasste die Pole Position knapp und machte dafür die Technik verantwortlich. „Ich habe mich im Auto nie wohl gefühlt. Im Qualifying geht es darum, alles zu optimieren. Und das Auto war leider nicht in einem optimalen Zustand. Ich bin nicht hier um Zweiter oder Dritter zu werden. Deshalb war ich sauer.“

Die technischen Defizite seines Dienstwagens ließen den Youngster nicht in Ruhe. „Ich konnte letzte Nacht kaum schlafen. Ich wollte heute unbedingt gewinnen. Und zum Glück hat das geklappt“, verriet Verstappen nach der Zieldurchfahrt. Obwohl der Motor beim Bremsen auch im Rennen noch zickte, war Verstappen allen Gegnern davongerast.

Schlüssel zum Sieg war der gewonnene Start. Von der eigentlich schlechteren Seite beschleunigte der Niederländer seinen Teamkollegen Daniel Ricciardo auf der Pole Position locker aus. In Kurve 1 setzte er sich dann noch gewohnt kompromisslos gegen den Mercedes von Lewis Hamilton durch. Danach konnte der 21-Jährige das Tempo von der Spitze aus kontrollieren.

Sicherheitsstopp in Runde 48

Eine Spazierfahrt wurde es allerdings nicht. Zuerst machten die Reifen Probleme. „Die haben sich hier wirklich komisch verhalten. Wir sind hier mit bestimmten Strategien im Kopf angereist, wurden dann aber davon überrascht, dass der Supersoft ein richtig guter Reifen war. Zum Glück hatte ich zwei davon bestellt und sie mir für das Rennen aufgehoben. Die haben wir am Ende auch gebraucht.“

Max Verstappen - Formel 1 - GP Mexiko 2018 Foto: xpb
Verstappen machte schon am Start alle klar.

Auf den zweiten Stopp hätte Verstappen allerdings auch verzichten können. Die Red Bull-Strategen holten den Führenden nur zum Service, um sich gegen ein Safety-Car abzusichern. Vettel hatte zuvor ebenfalls zum zweiten Mal gewechselt und hätte im Falle einer Neutralisation im Finale die frischeren Gummis gehabt. Verstappen hatte zum Zeitpunkt des zweiten Stopps in Runde 48 schon so viel Vorsprung rausgefahren, dass er die Führung locker behaupten konnte.

Etwas Unruhe kam in der Schlussphase dann aber doch noch auf. Daniel Ricciardo musste im Schwesterauto 10 Runden vor dem Ende aufgeben. Daraufhin wurde Verstappen angewiesen, das Tempo zu verringern und eine weniger aggressive Motor-Einstellung zu fahren. „Wir wollten sicherstellen, dass wir nicht auch noch ausfallen. Es ist wirklich schade, dass Daniel es nicht geschafft hat. Sonst hätten wir beide auf dem Podium gestanden“, bedauerte der Pilot.

Verstappen mit neuer Einstellung

Nach 2017 konnte Verstappen nun schon zum zweiten Mal innerhalb von 12 Monaten in Mexiko auf der obersten Stufe des Podests feiern. Geändert hat sich allerdings die Einstellung, mit der der Pilot seit einiger Zeit unterwegs ist. „Ich höre jetzt nur noch auf mich selbst. Ich mache mein eigenes Ding, auch wenn von außen viel geschrieben wird. Das interessiert mich gar nicht.“

Auch auf die Performance hat die neue Einstellung Einfluss: „Mein Vater hat mir früher in meinen Go-Kart-Zeiten immer gesagt: ‚Max, selbst wenn Du denkst, dass Du nicht schnell genug bist, dann ist es immer noch schnell genug.‘ Nach meinem Gefühl habe ich einfach einen Gang zurückgeschaltet, was mich irgendwie etwas schneller zu machen scheint.“

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