Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 27. April 2019 Motorsport Images

Verstappen im Pole-Kampf

Kleiner Heckflügel, große Wirkung

Max Verstappen konnte überraschend in den Kampf um die Baku-Pole eingreifen. Danach hatte es im Freien Training noch nicht ausgesehen. Doch eine Setup-Änderung brachte Ferrari und Mercedes in Reichweite.

In dieser Saison hatten in den einzelnen Quali-Segmenten immer Mercedes und Ferrari die Nase vorne. Doch als das Q1 durch den Kubica-Crash vorzeitig abgepfiffen wurde, da stand der Name von Pierre Gasly ganz oben in der Zeitentabelle. Um nicht unnötig Reifen zu verheizen, verzichtete der Franzose auf weitere Runden im Q2 und Q3.

Max Verstappen musste für Red Bull mal wieder die Kohlen aus dem Feuer holen. Und im Q2 war es dann der Holländer, der sich die Abschnittsbestzeit notieren ließ. War Red Bull plötzlich ein Kandidat für die Pole Position? Am Ende klappte es nicht ganz. Mit einer knappen halben Sekunde Rückstand wurde es nur Rang 4 hinter den Mercedes und dem Ferrari von Sebastian Vettel.

Nur ein Reifensatz für Pole-Kampf

Doch der kleine Einbruch im Q3 hatte eine Erklärung. Verstappen fuhr mit einem Reifensatz zwei schnelle Runden am Stück und nicht zwei Versuche mit zwei frischen Reifensätzen. „Ich hatte leider nur vier Sätze von den weichen Reifen für das Quali übrig. Nachdem ich im Q1 schon zwei gebraucht habe, blieb am Ende leider nur noch einer für das Q3. Da haben wir uns entschieden, zwei Anläufe mit dem einen Satz zu machen“, erklärte der Pilot.

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 27. April 2019
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Max Verstappen wurde im Qualifying von der eigenen Stärke überrascht.

Nicht nur die stärker strapazierten Reifen sorgten dafür, dass es am Ende „nur“ die zweite Reihe wurde. Verstappen litt auch darunter, dass er antizyklisch unterwegs war. „Ich habe leider viel Zeit auf der Geraden verloren, weil ich keinen Windschatten bekommen habe. Ich war alleine im dritten Sektor drei Zehntel langsamer als bei meiner Runde im Q2.“

Ferrari-Schwäche beinahe genutzt

Der Youngster hatte selbst nicht erwartet, dass es im Qualifying so gut voran gehen würde. „Nach dem dritten Training war das Gefühl okay, aber nicht übermäßig gut. Ich glaube einfach, dass Ferrari heute keinen besonders guten Job gemacht hat. Mit einem ordentlichen Windschatten hätte ich vielleicht sogar in den Kampf um die Pole Position eingreifen können. Aber auch so ist es noch ein gutes Resultat für uns.“

Der Grund für die plötzliche Leistungssteigerung liegt in einer kleinen Setup-Änderung vor dem Qualifying. Das Auto mit der Startnummer 33 wurde mit einem flacheren Heckflügel ausrüstet, mit dem es deutlich besser lief. Und auch am Sonntag will Verstappen wieder ganz vorne mitmischen. „Ich glaube das die Top-3-Teams morgen ganz nah beisammen sind, was die Pace angeht. Unsere Longruns im Training sahen sehr gut aus. Und hier kann ja immer alles passieren.“

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