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Verstappens Boxen-Fauxpas

„Ich dachte, ich höre nicht richtig“

Max Verstappen wurde von den Fans zum Fahrer des Rennens in Austin gewählt. Der Holländer hatte schließlich für die Highlights des US-Grand Prix gesorgt, wenn auch nicht ganz freiwillig. Seine Red Bull-Bosse nahmen den kuriosen Boxen-Fauxpas mit Humor.

Teamberater Dr. Helmut Marko übte sich nach dem Rennen von Austin in Galgenhumor. „Wir haben so viele clevere Strategen. Aber was nützt es, wenn der Fahrer selbst entscheidet an die Box zu kommen.“ So etwas hatte auch der erfahrene Grazer noch nicht gesehen. In Runde 26 stand Max Verstappen plötzlich vor der Red Bull-Garage. Fast ohne Vorwarnung.

Red Bull reagiert schnell auf Boxen-Überraschung

„Max hat ungefähr 10 Sekunden bevor er aufkreuzte gesagt: ‚Ich komme an die Box.‘ Da war er aber schon in der Boxengasse. Er hat es auch noch relativ leise gesagt. Ich dachte erst, ich höre schlecht“, erinnert sich Marko an die Situation. In der Runde zuvor habe es gar keine Kommunikation gegeben. Bis sich der Pilot plötzlich selbst zum Boxenstopp anmeldete.

Verstappen selbst wusste nach dem Rennen auch nicht, was ihn dazu getrieben hat: „Ich bin an die Box gefahren und habe dann erst gemerkt, dass es ja gar keinen Befehl bekommen habe“, zuckte der Holländer mit den Schultern. Zum Glück reagierte die Boxencrew sehr schnell auf die Situation. Am Ende war der zweite Boxenstopp nur 12,7 Sekunden länger als der erste.

„Wenn wir in Monte Carlo so reagiert hätten, dann hätten wir dort gewonnen“, stellte Marko fest. Damals stand Daniel Ricciardo plötzlich ohne Reifen da, nachdem sich Strategen kurzfristig für eine andere Mischung entschieden hatten. „Danach haben wir das Procedere geändert. Das hat uns hier geholfen. Die Jungs hatten ja keine 10 Sekunden zum reagieren“, lobte Marko sein Team.

Ungeplanter Boxenstopp ohne Konsequenzen

Auch Christian Horner konnte sich nicht erklären, wie es zu dem Fauxpas kommen konnte. „Wir haben ihm eine Runde zuvor gesagt, dass er Gas geben soll. Wir wollten gegen Nico Rosberg einen Undercut versuchen. Es war etwas schade. Der erste Teil seines Rennens war sehr gut. Er hatte eine gute Pace und ein starkes Manöver gegen Kimi Räikkönen gezeigt. Alles lief gut – bis Runde 26.“

Der Zeitverlust und die durcheinander gebrachte Strategie machten am Ende aber keinen Unterschied mehr. Verstappen fiel zwei Runden später mit einem Getriebeschaden aus. Laut Marko kam solch ein Defekt in diesem Jahr noch gar nicht vor.

Weil Kimi Räikkönen das Rennen auch nicht beendete, fiel der Ausfall aber nicht groß ins Gewicht. Dank des Podiumsplatzes von Daniel Ricciardo konnte Red Bull im Kampf gegen Ferrari um Rang 2 der Teamwertung sogar 3 Zähler gutmachen. Der Abstand beträgt 3 Rennen vor Schluss komfortable 53 Punkte.

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