Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Italien - Monza - 10. September 2021 xpb
Formel 2 Crash - Russland - Sotschi 2020
Carlos Sainz - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - 2020
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Valtteri Bottas - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - 2020 44 Bilder

Max Verstappen: Motor-Wechsel in Russland?

Verstappen-Strafe in Russland Gibt‘s jetzt den Motortausch?

Max Verstappen muss nach dem Monza-Crash mit Lewis Hamilton in Sotschi drei Plätze weiter hinten starten. Red Bull könnte die Situation nutzen, um die Strafe gleich mit einem Motorwechsel zu verbinden. Die Entscheidung wird aber wohl erst am Samstag fallen.

Die Formel-1-Saison 2021 geht in die heiße Phase. In den kommenden zweieinhalb Monaten stehen gleich acht Rennen auf dem Plan. Bei nur fünf Punkten Unterschied ist der Ausgang des Titelduells zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton noch komplett offen. Gut möglich, dass am Ende die Zuverlässigkeit die Entscheidung bringt.

Beide WM-Rivalen haben bereits eines ihrer drei Motorenpakete aus dem erlaubten Kontingent verloren. Bei Verstappen erwies sich das Silverstone-Aggregat als nicht reparabel, das bei der Highspeed-Kollision mit Hamilton beschädigt wurde. Ein Riss am Block direkt am Übergang zum Getriebe machte weitere Einsätze unmöglich.

Verstappen vs. Hamilton - Formel 1 - GP Italien - Monza - 10. September 2021
Wilhelm
Wer kassiert zuerst die drohende Motorenstrafe - Verstappen oder Hamilton?

Geht Mercedes Risiko?

Bei Hamilton fehlt das Triebwerk im Pool, das im zweiten Zandvoort-Training deutlich vor dem Ende der erhofften Kilometerleistung den Geist aufgegeben hat. Ein Problem mit den Ventilsitzen soll zu dem Motorschaden geführt haben, behauptet man im Red-Bull-Lager.

Toto Wolff erklärte in Monza, dass Hamilton theoretisch mit den verbleibenden zwei Antriebseinheiten durch den Rest der Saison kommen könnte. Doch nach dem Defekt in Zandvoort sind die Ingenieure eher pessimistisch. Niemand will mit ausgelutschten Motoren, die am Ende ihrer Laufleistung stehen, in die letzten Rennen des Jahres gehen.

Die Nummer-zwei-Fahrer Sergio Perez (Zandvoort) und Valtteri Bottas (Monza) haben sich bereits ihre vierten Power Units einbauen lassen. Die Frage lautet, wann auch die beiden WM-Rivalen nachziehen. Im Idealfall wird die fällige Strafe auf einer Strecke gezogen, auf der man gut überholen kann und auf der man sowieso nicht um den Sieg kämpft. Dann würde sich der Schaden in Grenzen halten.

Start - GP Russland 2020 - Sotschi
xpb
Mercedes hat alle sieben Rennen in Sotschi gewonnen. Am Start bietet sich für die Verfolger aber immer die Chance auf eine Attacke aus dem Windschatten.

Red Bull setzt auf Windschatten

Der neue Motor sollte natürlich nicht zu spät in der Saison kommen. Schließlich will man das frische Aggregat auch noch eine Zeit lang nutzen. Offen ist noch, ob Verstappen, wenn es soweit ist, nur den Verbrennungsmotor wechselt, was eine Rückstufung von zehn Startplätzen nach sich zieht, oder ob gleich die ganze Antriebseinheit ausgetauscht wird, womit der Holländer vom Ende des Feldes losfahren würde.

Bei Sergio Perez und Pierre Gasly entschied Antriebslieferant Honda zuletzt übrigens, gleich alle Elemente der Power Unit auf einen Schlag aufzufrischen. Bei beiden wurde der Wechsel in Zandvoort bzw. Monza erst nach dem Qualifying vorgenommen. Das zog jeweils einen Start aus der Boxengasse nach sich, weil sich unter den neuen Komponenten eine Batterie befand, die nicht der zuvor verwendeten Spezifikation entsprach. Dieses Schicksal könnte auch Verstappen bei einem der nächsten Rennen treffen.

Nach dem Crash mit Hamilton in Monza erwartet den WM-Spitzenreiter in Sotschi aber auch ohne Motortausch schon eine Rückversetzung um drei Startplätze. Selbst wenn es in der Qualifikation ideal läuft, wäre Rang vier die bestmögliche Ausgangssituation. "Das ist in Sotschi gar kein so großer Nachteil, weil man am Start vom guten Windschatten beim Sprint in die erste Kurve profitiert", gibt sich Teamchef Christian Horner entspannt. Im Idealfall würde Verstappen die verlorenen Plätze schon auf den ersten Metern wieder gutmachen.

Christian Horner - Max Verstappen - Red Bull - GP Frankreich 2021 - Paul Ricard
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Wenn es keine Aussicht auf die vorderen Plätze gibt, wird Red Bull wohl die Motorenstrafe in Kauf nehmen.

Schadensbegrenzung auf Mercedes-Strecke

Der relativ hohe Vollgasanteil von 75 Prozent lässt Mercedes aber auch ohne die Verstappen-Rückstufung als Favorit nach Russland reisen. Gut möglich, dass Red Bull die Gelegenheit nutzt, und gleich das volle Strafenpaket ausschöpft. Bleibt nur die Frage, ob man das Qualifying noch abwartet, oder schon vorher wechselt. Damit würde man zumindest den Start aus der Boxengasse verhindern.

Die Red-Bull-Verantwortlichen werden sicher noch die Freien Trainings am Freitag abwarten wollen, um zu sehen, wie konkurrenzfähig das Auto ist. Offenbar liebäugelt man aber schon mit einer Aufholjagd: "Ich habe mir die Ergebnisse der vergangenen Rennen in Sotschi angeschaut. 2018 konnte Max von ganz hinten nach ganz vorne fahren, bevor er zu seinem Boxenstopp abbiegen musste", erinnert sich Teamchef Christian Horner.

Laut dem Briten gehört Sotschi aber traditionell nicht zu den beliebteren Strecken im Red-Bull-Lager: "Letztes Jahr waren wir immerhin Zweiter. Aber gewonnen haben wir auf dieser Strecke noch nie. Mercedes hatte hier immer alles im Griff. Ich hatte Monza und Sotschi vorher schon als Mercedes-Strecken ausgemacht. Das wird eine Herausforderung."

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