Hamilton vs. Vettel - GP Belgien 2017 Wilhelm
Impressionen - GP Belgien 2017
Lewis Hamilton - GP Belgien 2017
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Vettel ärgert sich über Restart

Nahm Hamilton den Fuß vom Gas?

Lewis Hamilton musste sein ganzes Können auspacken, um Sebastian Vettel hinter sich zu halten. Am Ende entschieden Kleinigkeiten über den Sieg. Wie sich später herausstellte, kam Mercedes das Safety-Car doch nicht ungelegen.

In Spa haben die besten beiden Rennfahrer dieser Zeit 44 Runden lang um den Rennsieg gerungen. Kein anderer Pilot konnte in den Kampf um den Sieg eingreifen. Wie zwei Boxer haben Lewis Hamilton und Sebastian Vettel immer wieder kleine Treffer gelandet. Obwohl Vettel zweimal nah dran war und eine überlegene Rennpace hatte, schaffte er den finalen Knockout nicht.

Hamilton bot nur zweimal kurz eine Angriffsfläche. „Ich hatte heute eine Chance beim Start und beim Restart“, blickte Vettel etwas zerknirscht zurück. In der ersten Runde konnte Hamilton Vettel dank seiner überlegenen Motorleistung verhungern lassen. Beim Restart sah aber alles nach Vorteil Vettel aus, da der Reifenfaktor der Ultrasofts gegen die härteren Soft-Reifen klar für den Ferrari sprachen.

Hamilton verteidigt beim Restart clever

Doch es wurde wieder nichts mit dem Überholmanöver: „Da habe ich danach ins Lenkrad gebissen. Ich war etwas nah dran an ihm und musste zu früh ausscheren. Er hat vor Eau Rouge auch etwas Gas rausgenommen um das zu provozieren. Vielleicht hätte ich da etwas besser agieren können. Aber ich hatte nur einen Schuss“, so die Analyse aus dem Ferrari-Cockpit.

Auch für Hamilton war es die entscheidende Szene. „Als das Rennen freigegeben wurde, konnte ich ein paar Meter Vorsprung rausfahren. Aber weil ich im falschen Power Modus war, hat er direkt vor der La Source wieder aufgeholt. Das war aber im Endeffekt etwas Gutes. Hätte er drei oder vier Wagenlängen Abstand, dann wäre er richtig gut in den Windschatten gekommen und hätte mich vielleicht überholt.“

Hamilton bestätigte, dass er Vettel vor Eau Rouge absichtlich nah an sich ranließ: „Bei mir haben in Kurve 1 die Reifen kurz blockiert. Ich habe gehört, dass er früher aufs Gas gehen konnte. Es war aber klar, dass er nicht vor Eau Rouge überholt. Sonst hätte ich ihn anschließend direkt wieder geschnappt im Windschatten. Also habe ich erst beim Hochfahren volle Leistung gegeben. Er ist dann ausgeschert, aber es hat für mich gerade so gereicht, die Nase vorne zu halten.“

Vettel zufrieden mit Ferrari-Pace

Laut Hamilton waren danach noch 10 Runden wie im Qualifying nötig. Eine zweite Chance zur Attacke ließ er Vettel nicht. Der Schlüssel für den Sieg lag aber nicht nur im gewonnenen Restart: „Ich habe mir die bessere Position im Qualifying erarbeitet. Heute ging es dann nur noch darum diese Position zu verteidigen. Sebastian hat mir und meinem Auto alles abverlangt. Das war ein cooler Kampf. Aber ich habe ja schon vorher gesagt, dass ich nicht ohne den Sieg aus Spa abreise.“

Vettel fand nach dem Rennen ebenfalls positive Aspekte, auch wenn sich sein Vorsprung in der Fahrerwertung von 15 auf 7 Punkte mehr als halbierte. „Wir hatten ein sehr gutes Auto hier. Wenn die Leute Silverstone mit dieser Strecke vergleichen, dann war das Tag und Nacht. Wir waren schneller im zweiten Sektor. Auf den Geraden hat noch etwas gefehlt. Aber nach dieser Leistung müssen wir uns vor keiner Strecke mehr fürchten.“

Hamilton warnt vor Ferrari-Strecken

Bei Mercedes sah man die gute Ferrari-Pace mit Sorge. Eigentlich waren die Silberpfeile auf der Power-Strecke als klare Favoriten an den Start gegangen. „Sie waren heute schneller als wir. Sebastian war die ganze Zeit viel zu nah dran an mir und konnte immer mitziehen, wenn ich das Tempo mal erhöht habe“, lobte Hamilton den Gegner.

„Die Stärken und Schwächen ändern sich Rennen für Rennen. Wir wissen, dass sie auf Strecken mit mehr Abtrieb noch einen größeren Vorteil haben. Wenn es nach Singapur geht, müssen wir uns also verbessert haben. Mein Gefühl sagt mir, dass die WM erst ganz zum Schluss entschieden wird. Auch die Zuverlässigkeit und die Konstanz werden eine Rolle spielen.“

Motorsport Aktuell Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017 Lewis Hamiltons Rekordzahl Auf Schumi-Strecke zum Rekord

Lewis Hamilton hätte seine 68. Trainingsbestzeit nicht besser timen können.

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