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Vettel crasht in Bottas

„Kollision war unvermeidbar“

Für Sebastian Vettels WM-Träume gab es in Frankreich einen herben Dämpfer. Nach der Kollision mit Valtteri Bottas war nur noch Schadensbegrenzung angesagt. Der Pilot suchte anschließend nach einer Erklärung für den Auffahrunfall.

So hatte sich Sebastian Vettel die Rückkehr nach Frankreich nicht vorgestellt. Schon nach 590 Metern waren alle Chancen auf den Sieg dahin. Am ersten Einlenkpunkt krachte der Ferrari-Pilot Valtteri Bottas ins Heck, der direkt vor ihm in Kurve 1 einbog. Am roten Auto ging der Frontflügel zu Bruch, der Silberpfeil schleppte sich mit einem Plattfuß hinten links zur Box zurück.

„Mein Start war sehr gut. Aber dann ging mir einfach der Platz aus. Ich versuchte noch, aus der Situation rauszukommen. Aber dann wurde es richtig eng. Ich war nah dran an Lewis, der vor mir fuhr. Valtteri versuchte neben mir, die Position zurückzugewinnen. Er geriet selbst unter Druck von Max. Mir fehlte der Grip und ich habe das Auto verloren. Ich habe die Lenkung aufgemacht und dann leider Valtteri getroffen“, so die Erklärung aus der Sicht des Fahrers.

Mercedes nicht einverstanden mit Urteil

Die FIA-Kommissare sprachen eine 5-Sekunden-Strafe aus. Niki Lauda bezeichnete das Urteil als zu milde. „Fünf Sekunden sind ja nichts. Er zerstört Valtteri das Rennen. Sonst hätten wir hier einen Doppelsieg gelandet.“ Auch Lewis Hamilton war nicht einverstanden mit der Strafe für seinen WM-Gegner: „Das war ein Klapps auf die Hand. Wenn man einem Gegner das Rennen zerstört und dann im Ziel noch vor ihm ankommt, dann ist das wohl nicht ganz ausgewogen.“

Vettel & Bottas - GP Frankreich 2018
Wilhelm
Nach der Kollision mussten Vettel und Bottas das Feld von hinten aufrollen.

Vettel gab zu, dass die Schuld für den Unfall auf seiner Seite lag. Einen echten Fehler wollte er aber nicht erkennen: „Ich hätte in diesem Moment nicht viel anders machen können. Ich habe die ganze Situation gesehen. Ich habe gewusst, dass sich zwei Autos außen befinden, als ich feststeckte und den Grip verloren habe. Ich konnte dann einfach nicht mehr verzögern und habe Valtteri getroffen.“

„Wenn ich alleine gefahren wäre, hätte ich die Kurve auch noch bekommen. Aber durch das Auto direkt vor mir, habe ich einfach zu viel Grip verloren. Im Nachhinein wäre das einzige, das geholfen hätte, ein schlechterer Start. Dann wäre ich nicht in diese Lage geraten. Ich habe noch versucht rauszukommen, aber man bremst ja nicht 200 Meter vor einer Kurve, nur weil man eventuell in eine gefährliche Situation kommen könnte. Manchmal geht es einfach schief.“

„In der Regel geht es um das Verursachen einer Kollision. Das trifft in diesem Fall auf mich zu, weil ich das Auto verloren habe. Aber ich habe es ja nicht absichtlich gemacht. Es hätte für uns beide das Rennende bedeuten können. Für Valtteri war es natürlich doof, weil er gar nichts dafür konnte. Ich bin deshalb direkt nach dem Rennen zu ihm hingegangen.“

Bottas-Pechsträhne hält an

Bottas machte Vettel übrigens öffentlich keine großen Vorwürfe: „Ich war auf der Außenseite und wusste, dass ich dadurch für Kurve zwei innen sein würde. Dann wurde ich plötzlich von hinten getroffen und habe mir einen den Reifen und den Unterboden beschädigt. Danach bin ich viel herumgerutscht und musste einen zweiten Boxenstopp einlegen. Der war leider langsam, wodurch wir noch mehr Zeit verloren haben. Es hat heute einfach nicht sollen sein. Irgendwie fasst das meine bisherige Saison passend zusammen.“

Max Verstappen, der durch den Crash von Rang vier auf den zweiten Platz nach vorne rutschte, nutzte die Gelegenheit in der offiziellen FIA-Pressekonferenz für eine nicht ganz ernst gemeinte Spitze gegen die Journalisten: „Ihr solltet ihn jetzt mal fragen, ob er seinen Fahrstil nicht mal ändern will. Das ist doch nicht akzeptabel so. Zumindest wurde mir das zu Saisonbeginn gesagt. Deshalb sollte das nun auch bei Seb so gehandhabt werden. Das ist mein Ratschlag für alle Anwesenden hier.“

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