Sebastian Vettel - GP Australien 2017 Wilhelm
Ferrari SF70H - Formel 1 2017 - Kimi Räikkönen - Fiorano
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Vettel erlöst Ferrari

Erster Champagner nach 553 Tagen

Sebastian Vettel hat Ferrari mit dem Australien-Sieg aus dem Tal der Tränen geholt. Doch der Heppenheimer warnt vor übertriebenen Erwartungen. Vom WM-Titel will er noch längst nicht sprechen.

Sebastian Vettel konnte seine Freude nach dem Sieg in Melbourne nicht verbergen. 553 Tage waren seit dem letzten Erfolg beim GP Singapur 2015 vergangen. Da konnte man nachvollziehen, dass der Heppenheimer im parc fermé eine kleine Tanzeinlage auf das Parkett legte und dann seinen Mechanikern vergnügt in die Arme hüpfte.

Auf dem Podium ging die Party weiter. Vettel genehmigte sich einen extragroßen Schluck aus der Pulle. „Ich bin eigentlich kein großer Fan von Champagner. Aber auf dem Podium schmeckt es jedes Mal sehr gut. Ich weiß gar nicht warum“, grinste der strahlende Sieger später. „Ich hoffe die Jungs lassen noch was übrig.“

Verdienter Ferrari-Sieg in Melbourne

Vettel belohnte sein Team für die harte Arbeit. Nach einer sieglosen Saison 2016 hätte wohl kaum einer erwartet, dass es dieses Jahr gleich im ersten Rennen klappt. Die Freude steigerte auch, dass der Sieg nicht glücklich zustande kam. Selbst im Lager von Gegner Mercedes musste man neidlos anerkennen, dass Ferrari am Rennsonntag in Melbourne das schnellere Auto hatte.

„Wir sind einen schweren Weg gegangen. Aber das war notwendig. Die Erfahrungen, die wir gemacht haben, waren wichtig“, blickt Vettel zurück. „Die letzten Monate waren hart. Wir haben uns nur auf uns selbst konzentriert. Wir hatten beim Testen schon ein gutes Gefühl. Das hat sich hier bestätigt. Ich hoffe, wir können dieses gute Gefühl so lange wie möglich halten.“

Der vierfache Weltmeister appellierte an sein Team, die Arbeit jetzt nicht einzustellen. „Wir haben jetzt ein Rennen gewonnen. Damit hört es aber nicht auf. Das ist erst der Anfang. Wir müssen noch viel beweisen. Die Motivation im Team ist hoch. Und ein Sieg hilft natürlich.“

In Italien fängt man nach der Glanzleistung zum Saisonstart wieder an zu träumen. Seit 2007 kam kein Weltmeister mehr aus Maranello. Die Tifosi sehnen sich nach dem ganz großen Erfolg. Doch Vettel tritt auf die Euphoriebremse. „Über den WM-Kampf kann man jetzt noch gar nichts sagen. Nullkommanull. Es ist erst März.“

Marchionne hält Druck aufrecht

Auch bei den Journalisten bat der Heppenheimer um Zurückhaltung. „Ich weiß natürlich, dass die Leute nach einem Sieg ganz aufgeregt sind. Es ist Euer Job, über solche Sachen zu diskutieren. Aber wir arbeiten lieber als zu diskutieren.“

Wie wichtig dieser Sieg für die Ferrari-Seele war, zeigte auch die Reaktion von Sergio Marchionne. Der Konzernchef gab nur wenige Minuten nach der Zieldurchfahrt eine Erklärung ab. „Das wurde auch Zeit. Wir haben auf diesen Sieg jetzt fast anderthalb Jahre gewartet“, ließ der Capo verlauten.

Ein Sonderlob bekam sein deutscher Angestellter: „Sebastian ist ein tolles Rennen gefahren. Und Kimi wird auch bald wieder soweit sein, dass er mit ihm kämpfen kann.“ Dann setzte Marchionne den Kessel aber auch gleich wieder unter Druck: „Wir dürfen nicht vergessen, dass dieser Sieg nicht das Ziel unserer Reise war sondern nur der erste Schritt auf einem langen Weg. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten und uns jeden Tag verbessern.“

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