Vettel über Fehler

“Wo gehobelt wird, fallen Späne”

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Österreich - 28. Juni 2018 Foto: sutton-images.com 90 Bilder

Sebastian Vettel wurde am Donnerstag von den Medien gegrillt und gefragt, ob er zu viele Fehler mache. Den Faux-pas in Frankreich nimmt er auf seine Kappe, hat das Thema für sich aber abgehakt.

Hat er seine WM-Chance schon vertan? Müsste er mit so einem guten Ferrari nicht die Pflicht haben Weltmeister zu werden? Mit diesen Fragen und ähnlichen wurde Sebastian Vettel in Spielberg konfrontiert. Man wollte in der Medienrunde wirklich nicht in seiner Haut stecken. Gleich die erste Frage, die er beantworten musste, zielte auf dieses Thema ab. Wie sieht er nach einer Woche Bedenkzeit den Fehler, den er am Start beim Grand Prix Frankreich in Paul Ricard gemacht hat? „Was passiert, ist passiert”, sagt der Ferrari-Pilot. “Ich habe mir das nochmal angeschaut und es gibt einen Grund, warum ich die Strafe bekommen habe. Wäre ich nochmal in derselben Situation, würde ich es anders machen.”

Zu viel Grip verloren

Klar, dass sich zahlreiche Ferrari-Anhänger zu Wort melden und ihre Meinung zu dem Vorfall, bei dem Vettel Mercedes-Pilot Valtteri Bottas abgeräumt hat, kundtun. Selbst Red Bull-Pilot Max Verstappen konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen und fragte in der Pressekonferenz in Frankreich, ob die Journalisten die ihn löcherten, nun auch Vettel fragen, ob er seinen Fahrstil ändert.

Vettel selbst gibt bei all den Diskussionen um den Vorfall zu bedenken: „Was die Leute nicht sehen, sind die Kleinigkeiten, die auf diesem Level den Unterschied machen können. Ich habe es als Fehler von mir eingeordnet. Ich habe aber nicht geschlafen und auch nichts Wildes probiert. Ich war sehr konzentriert, habe aber einfach unterschätzt, wie viel Grip ich verliere.”

Mercedes-Form oft rätselhaft

Und wenn ihn das womöglich am Ende die WM kostet? “Wo gehobelt wird, fallen eben Späne”, meint Vettel. „Das ist Rennsport. Es kommt natürlich auf die Art des Fehlers an. Aber es passiert. Natürlich versuche ich das zu minimieren.” Ohnehin habe er das Thema bereits nach dem Frankreich-Wochenende abgehakt, so Vettel.

Mercedes - Formel 1 - GP Österreich - 28. Juni 2018 F1-Fotos GP Österreich (Donnerstag) Mercedes mit großem Upgrade

Ob der 30-Jährige ohne den Aussetzer am Start einen Sieg hätte einfahren können, bleibt offen. Die Pace von Mercedes mit dem neuen Motor und kleineren Änderungen am Auto war jedenfalls stark. “Sie haben den gleichen Schritt nach vorne gemacht wie wir zuvor”, meint Vettel. „Bei Mercedes ist es aber manchmal schwierig zu verstehen, warum sie ein Hoch oder Tief haben. Red Bull ist da konstanter. Für uns war Frankreich abgesehen von der ersten Runde sehr positiv im Vergleich zu Barcelona.”

Strecke sollte Ferrari liegen

In Spielberg kommen die Silberpfeile nun mit dem größten Upgrade der bisherigen Saison. Die Seitenkästen hat Mercedes neu gestaltet und erinnert dabei an die Lösungen von Ferrari und Red Bull. Darüber hinaus spricht die Statistik in Spielberg eindeutig für Mercedes – mit vier Siegen ist man seit dem Comeback im Jahr 2014 in der Steiermark ungeschlagen. Trotzdem ist der Wahl-Schweizer für das Wochenende auf dem 4,318 Kilometer langen Red Bull Ring optimistisch. “Unser Auto ist gut und die Strecke sollte uns liegen. Wenn wir einen guten Freitag erwischen, sollten wir wie immer in der Lage sein, uns am Samstag zu steigern. Letztes Jahr war die Pace da und in diesem Jahr sind wir auf dieser Art von Strecke stärker.”

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