Sebastian Vettel - GP Singapur 2017 xpb
Force India - GP Singapur - Formel 1 - Donnerstag - 14.9.2017
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Force India - GP Singapur - Formel 1 - Donnerstag - 14.9.2017 105 Bilder

Vettel nicht unter Druck

Ferrari will nicht Favorit sein

Auf dem Papier ist Ferrari Favorit für den GP Singapur. Doch Ferrari will nicht Favorit sein. Sebastian Vettel sieht in dem Nacht-Grand Prix auch kein Schicksalsrennen. Für ihn wird die Schacht an der Marina Bay ein offener Dreikampf.

Wenn man 20 Menschen im Fahrerlager die Frage stellt, wer den GP Singapur gewinnt, bekommt man 20 Mal die gleiche Antwort. Ferrari ist der große Favorit. Wer in Monte Carlo und am Hungaroring gewonnen hat, der bestimmt auch in den 23 Kurven des Marina Bay Circuit die Musik. So sehen es auch die Mercedes-Ingenieure. Die Favoritenrolle geben sie diesmal gerne ab. Weil man sich so nur positiv überraschen kann.

Die Ferrari-Piloten wollen jedoch nichts davon wissen, dass sie der beste Tipp auf den Sieg beim GP Singapur sind. „Favorit? Nicht nach unserer Meinung“, wehrt Kimi Räikkönen ab. „Was auf dem Papier steht, bedeutet nichts und ändert nichts. Am Ende zählt nur der Sonntag.“

Monza hat Vettels Vertrauen nicht beschädigt

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 9. Juni 2017
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Sebastian Vettel erwartet einen engen Dreikampf zwischen Ferrari, Mercedes und Red Bull. „Bei Red Bull ist ein klarer Aufwärtstrend zu sehen“, räumt der WM-Zweite ein. Er sieht den GP Singapur auch nicht als Schicksalsrennen, das er unbedingt gewinnen muss, um Lewis Hamilton wieder die WM-Führung abzujagen: „Wir können, aber wir müssen nicht gewinnen. Es gibt für uns noch viele Rennen, um Punkte gutzumachen. Unser Auto war in diesem Jahr auf allen Strecken stark.“

Die Niederlage von Monza hat sein Vertrauen nicht beschädigt: „Wir wussten, dass Monza nicht unsere stärkste Strecke sein würde. Der Vorsprung fiel am Ende größer aus, als er war. Bis ich mal auf dem dritten Platz lag, hatte ich schon fast 10 Sekunden Rückstand auf die Mercedes. Da war die Nummer praktisch gelaufen.“ Eigentlich habe man Monza schon im Regentraining verloren, das den Ferrari-Piloten Startplätze in der dritten Reihe bescherte. „Da wissen wir, was wir falsch gemacht haben.“

Alte Motoren und wenig Upgrades

Die harschen Worte von Präsident Sergio Marchionne sieht Vettel nicht als Misstrauensvotum gegenüber dem Team. „Klar, er war enttäuscht. Aber ihr habt euch wieder nur den einen Satz herausgepickt, in dem er gesagt hat, Ferrari hätte versagt. Dem Team gegenüber hat er das nicht gesagt. Deshalb mache ich mir auch keine Sorgen.“

Singapur zählt von der Papierform her sicher zu den stärkeren Strecken von Ferrari. Der Aerodynamik des SF70H funktioniert am besten, wenn mit maximalem Abtrieb gefahren wird. Gleichzeitig hat Mercedes in dieser Konfiguration ein Problem. Dazu kommt, dass die Motorleistung in Singapur eine geringere Rolle spielt als in den letzten Rennen.

Mercedes setzt deshalb auch nur den Motor Nummer 3 ein und schont den Spec 3.1-Motor für die wichtigeren Rennen. Ferrari fährt weiter mit dem bewährten Triebwerk. Der PS-Unterschied sollte also schrumpfen. Und von der Chassisentwicklung her herrscht praktisch Gleichstand. Mercedes und Ferrari sind mit Budapest-Flügeln bestückt. Die Upgrades bewegen sich im minimalen Bereich.

Vettel sieht trotz seiner Siege in Monte Carlo und Budapest seinen fünften Singapur-Triumph nicht als gesetzt: „In der Theorie sollten wir in Singapur besser sein als in Monza. Aber unsere Siege in Monaco und Ungarn waren auch nicht so deutlich, wie sie aussahen. Am Ende kommt es darauf an, wie du dein Wochenende abwickelst. Um hier zu gewinnen, muss jedes Detail passen. Du brauchst Vertrauen ins Auto.“

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Sebastian Vettel steht beim GP Singapur unter Druck. Die Vorschau.

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