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Vettel fordert Regeländerung

“Ist und bleibt ein Frühstart”

Die Diskussionen um den Start von Österreich-Sieger Valtteri Bottas hören nicht auf. Sebastian Vettel beharrt auf seiner Ansicht, der Finne habe einen Frühstart hingelegt. Und fordert deshalb, die Regeln genauer anzuschauen.

In letzter Zeit eckt Sebastian Vettel öfter mal an. Erst war es sein Rempler gegen Lewis Hamilton in Baku. Dann kritisierten ihn manche dafür, dass er gleich nach dem Start in Spielberg am Funk meckerte, Valtteri Bottas habe einen Frühstart hingelegt. Kurz nach dem Rennen klärte die FIA den Umstand auf, der Mercedes-Pilot wurde freigesprochen. Der Grund: Die Messmethode erlaubt eine gewisse Toleranz, die sich das Auto in der Startbox bewegen darf, bevor die Ampeln aus gehen.

Start nicht antizipierbar

Sebastian Vettel hat die Erklärung der FIA natürlich auch gehört. Direkt nach dem Rennen war er trotzdem noch davon überzeugt, dass Bottas einen Frühstart hingelegt hat. Und auch beim zehnten Lauf der Formel 1-WM in Silverstone hat sich der 30-Jährige immer noch nicht beruhigt. Er besteht auf seiner Meinung, dass der Start des WM-Dritten nicht in Ordnung war.

„Er ist davon gekommen, weil die Regeln so sind”, sagte Vettel. “Ich hatte das Gefühl es war ein Frühstart. Und es ist und bleibt auch ein Frühstart.” Weshalb Vettel so stur bleibt? Weil er die Perspektive aus dem Cockpit genau kennt. „Du kannst einen Start nicht antizipieren”, sagt Vettel. Damit meint er: Man kann sich nicht genau so vorbereiten, dass man den Moment exakt erwischt, in dem die Ampeln ausgehen. “Man sollte deshalb mal die Regeln genauer anschauen.” Die sind so ausgelegt, dass eine kleine Bewegung in der Startbox möglich ist, um den ersten Gang einlegen zu können.

GP Österreich 2017 - Spielberg - Start - Rennen
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Vettel ein Besserwisser?

Manche werfen Vettel nun vor, ein Besserwisser zu sein. Davon möchte der Ferrari-Pilot nichts wissen, argumentiert allerdings etwas anders. „Ich will kein Besserwisser sein. Es war aber ein Fehlstart. Ich hatte ja Recht.”

GPS-Messungen von Ferrari haben ergeben, dass die Reaktionszeit von Bottas ein Zehntel schneller war als die von Vettel. In der ersten Kurve hatte der Mann mit der Startnummer 77 allerdings 30 Meter Vorsprung – eine Differenz, die laut den Italienern eigentlich weniger sein müsste. Weil darüber hinaus die Messungen besagen, dass der Beschleunigungsvorgang von Vettel besser lief als der von Bottas.

Für den viermaligen Weltmeister, der die Tabelle momentan anführt, ist der Neuzugang bei Mercedes nicht erst seit seinem zweiten Saisonsieg ein Kandidat für den Titel. “Es gibt keinen Grund, warum er das vorher noch nicht war”, so Vettel. Für Silverstone ist er zuversichtlich, womöglich seinen vierten Sieg in der Saison 2017 einfahren zu können. „Wir haben hier ein paar kleinere Sachen dabei und die Strecke sollte uns entgegen kommen. In schnellen Kurven waren wir immer gut dabei.” Zunächst steht für Vettel aber noch ein spezieller Test an: Er wird den neuen Shield im Freien Training testen, der eine Alternative zum Halo sein soll.

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