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Vettel vs. Hamilton

Drama in der ersten Runde

Sebastian Vettel wollte in Monza einen Angriff auf die WM-Führung von Lewis Hamilton machen. Doch es blieb nur Rang 4 nach einer Berührung mit dem Mercedes-Pilot. Wer von beiden hat den Fehler gemacht?

Es hätte für Ferrari zu einem glorreichen Sonntag werden können. Stattdessen verlor Kimi Räikkönen den Sieg an Lewis Hamilton und Sebastian Vettel erlebte ein Drama in der ersten Runde, als er mit Hamilton aneinander geriet und sich dabei das Auto stark beschädigte. Zwar war der vierte Platz am Ende noch Schadensbegrenzung, aber natürlich kann man sich die Frage stellen, wo der WM-Zweite ohne den Zwischenfall gelandet wäre, der ihn ans Ende des Feldes zurückwarf. Immerhin konnte er in der Safety Car-Phase, die durch die Kollision von Brendon Hartley und Stoffel Vandoorne ausgelöst wurde, sein Auto zur Reparatur bringen.

Detonation in Kurve 4

Aber was war eigentlich passiert? Am Start versuchte Vettel bereits seinen Stallrivalen Kimi Räikkönen auszubeschleunigen, doch ohne Erfolg. Räikkönen hatte sogar eine Verbremser, der etwas Unruhe in die Situation brachte. Schon in der ersten Schikane berührten sich Vettel und Hamilton leicht. In der zweiten Schikane kam es zur Detonation.

Die Frage, die natürlich nicht nur den Tifosi in Monza unter den Nägeln brannte: Wer ist jetzt eigentlich Schuld an der Berührung der beiden? Freilich haben die Streithähne unterschiedliche Ansichten, wie sollte es auch anders sein. Beide äußerten sich direkt nach dem Rennen dazu.

Ferrari - Formel 1 - GP Belgien 2018
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Ein normaler Rennunfall?

„Es war ein normales Manöver. Fast so wie es Kimi auch mit mir gemacht hat. Ich habe ihm Platz gelassen”, sagte Hamilton. “Ich war überrascht dass Sebastian innen fuhr. Und da sah ich meine Chance. Es war ein kurzer Moment. Ich habe mein Auto nur ein bisschen beschädigt. Aber es hat mein Rennen nicht sehr beeinflusst.”

Vettels dafür umso mehr. Er schildert den Vorfall so: „Ich habe in der ersten Schikane versucht, Kimi außen zu überholen. Aber er hat die Bremse aufgemacht und sich verteidigt. Da hatte ich einen späten Bremspunkt in Kurve 1. Ich musste ihm Platz lassen. Ich bin schlecht aus Kurve 2 rausgekommen. Dann war ich in dieser Situation für Kurve 4. Ich wollte innen fahren, aber Kimi hat wieder die Bremse aufgemacht. Da kam der Kurvenscheitel sehr schnell. Lewis hat seine Chance außen gesehen, aber mir keinen Platz gelassen. Da fühlt sich sein Auto besser an als meins, weil niemand vor ihm war. Ich wurde gedreht und hatte einen großen Schaden, aber das hätte auch ihm passieren können.”

Vettels Auto stark beschädigt

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass an Vettels Auto viel mehr beschädigt war, als man auf den ersten Blick sehen konnte. Sowohl der Seitenkasten als auch der Unterboden haben etwas abbekommen. Und natürlich der Frontflügel, den er sich anschließend an der Box neu abholte.

Für Hamilton war das natürlich ein Geschenk. “Sebastian gleich am Anfang zu überholen war der Wendepunkt des Rennens. Ich fahre ja eigentlich nicht gegen Kimi, sondern gegen Sebastian. Ich muss mir die Wiederholung nochmal anschauen. Aber es hat mir definitiv den Druck genommen.”

Die Sportkommissare untersuchten den Vorfall und kamen am Ende zum Schluss: Freispruch für beide. Das sieht auch Rennleiter Charlie Whiting so, der allerdings nicht mit den Kommissaren dazu gesprochen hat. „Für mich war es ein klassischer Rennunfall. Da ist niemand zu beschuldigen.”

Motorsport Aktuell Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Italien - 2. September 2018 Ergebnis Formel 1 GP Italien 2018 Resultate Training, Qualifying & Rennen

Lewis Hamilton hat den Grand Prix von Italien gewonnen.

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