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Lewis Hamilton - Mercedes - GP England - Silverstone - Formel 1 - Samstag - 7.7.2018
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Vettel hofft auf eine heilsame Nacht

Hält der Nacken im Silverstone-Rennen?

Sebastian Vettel fuhr in der Qualifikation zum GP England mit einem Handikap. Der Nacken zwickte und musste getapet werden. Wo kam es her, was hat es ausgelöst? Der Ferrari-Pilot war sich selbst nicht ganz sicher. Doch er ist überzeugt, dass es im Rennen leichter für ihn wird.

Sebastian Vettel war im dritten Training gerade 8 Runden gefahren. Dann war plötzlich Schluss. Sein Ferrari machte einen intakten Eindruck. Der Pilot nicht. 20 Minuten vor Ende des Trainings zog sich Vettel mit seinem Physiotherapeuten Antti Kontsas zurück in seinen Ruheraum im Ferrari-Motorhome. Der Nacken streikte. Er hatte schon am Morgen leicht gezwickt, und die Schmerzen waren beim Fahren schlimmer geworden. „Vielleicht habe ich in einer Kurve eine Bodenwelle erwischt. Ich weiß es nicht. Es ist jedenfalls komisch“, erklärte Vettel.

Bodenwellen hat es trotz des neuen Asphalts in Silverstone genug. „Die großen sind weg, aber viele kleine sind neu dazu gekommen. Es gibt keine welligere Strecke im Kalender als Silverstone“, bestätigte Valtteri Bottas. Die Fliehkräfte sind mit bis zu 4,5 g in der Becketts-Passage extrem. Vettel verbrachte die Zeit zwischen Training und Qualifikation zum Großteil auf der Massagebank. Zum Abschlusstraining erschien der WM-Spitzenreiter mit einem Tape-Verband im Nacken. Er hatte sichtlich Mühe seinen Kopf zu drehen.

Lauda, Bottas und Tambay mussten aufgeben

Doch Vettel biss die Zähne zusammen. Nur keine Schwäche anmerken lassen. Später gab er zu: „Am Morgen war nicht mir nicht sicher, ob ich die Quali fahren kann.“ Dass er trotz des Handikaps in die Nähe von Hamilton kam, ist psychologisch schon fast ein kleiner Sieg. Da muss sich der Gegner doch fragen: Wie stark wäre erst ein gesunder Vettel gewesen? Der Zweite der Startaufstellung winkte ab: „Es hat mich in den Quali-Runden nicht behindert, auch wenn es kein angenehmer Nachmittag war. Der Nacken fühlt sich ein bisschen steif an. Wir werden das noch lockern. Die Nacht sollte dann helfen.“

Lewis Hamilton - Mercedes - GP England 2018 - Silverstone - Qualifying
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Vettel beschränkte sich in Q1, Q2 und Q3 auf ein Minimalprogramm. In der zweiten K.O.-Runde ließ er es bei drei Runden bewenden. Für die 52 Runden-Schlacht erwartet der Heppenheimer keine Probleme. „Im Rennen wird viel langsamer gefahren. Da sind die Fliehkräfte geringer.“

Niki Lauda erinnert sich. „Ich hatte auch mal einen solchen Fall.“ Das war 1977 in Jarama. Lauda hatte sich im Warm-up beim Überfahren eines Randsteins in der de Portago-Kurve einen Wirbel ausgerenkt und eine Rippe angeknackst, eine Verletzung, die seit dem Nürburgring-Unfall im Jahr davor nie richtig ausgeheilt war. Er musste auf das Rennen verzichten. So wie Valtteri Bottas 2015 in Melbourne und Patrick Tambay 1982 beim GP der Schweiz in Dijon. Beide hatten sich im Training Wirbel ausgerenkt.

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Sebastian Vettel hat den GP England gewonnen.

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