Vettel liegt zurück

„Wir haben noch Steigerungspotential“

Kimi Räikkönen - Ferrari -  GP Brasilien - Interlagos - Freitag - 11.11.2016 Foto: xpb 105 Bilder

Ferrari lag am Trainingsfreitag hinter Mercedes, Williams und Red Bull. Sebastian Vettel sprach von einem schwierigen Tag. Auf eine Runde muss sich Ferrari verbessern. Im Longrun stimmt die Richtung dagegen.

Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen haben am Trainingsfreitag von Sao Paulo zusammen 119 Runden abgespult. Oder etwas mehr als 512 Kilometer. Die Platzierungen klingen nach einer bescheidenen Leistung. Vettel wurde im ersten Training Neunter. Am Nachmittag verbesserte er sich um zwei Positionen. Teamkollege Räikkönen wurde in der Früh Zehnter, später Achter.

Auf eine Runde muss sich Ferrari verbessern

Im Gegensatz zu Vettel kam der Iceman nicht ohne Technik-Probleme durch den Tag. Ein Abreißvisier verfing sich in einem Bremsschacht und limitierte Räikkönens Nachmittags-Programm auf 24 Runden. Um die Longruns auf den weichen Reifen und der Medium-Mischung musste sich Vettel kümmern. Der viermalige Weltmeister sprach von einem guten Gefühl auf den Dauerläufen. „Je mehr Runden ich im Auto hatte, desto wohler habe ich mich gefühlt.“

Unsere Analyse untermauert diese Aussage. Auf den weichen Reifen war über die Distanz nur Lewis Hamilton schneller als der Pilot im roten Auto mit der Startnummer fünf. Auf den Mediums fiel Vettel allerdings etwas zurück hinter Nico Rosberg und die beiden Red Bull.

Das Problem bei Ferrari liegt aber vielmehr auf eine schnelle Runde, denn bei den Longruns. Hier sieht der Brasilien-Sieger von 2010 und 2013 noch Verbesserungsbedarf. „Ich war mit der Runde auf den weichen Reifen nicht wirklich glücklich. Wir haben noch Steigerungspotential“, äußerte sich Vettel, der generell von einem schwierigen Tag sprach. Weil die Streckenbedingungen nicht am Optimum lagen. „Es war nicht einfach, in den Rhythmus zu kommen, weil die Strecke rutschig war.“ Ein Dreher in Kurve 11 dokumentierte Vettels Schwierigkeiten.

Möglicher Regen kein Anlass zur Sorge für Vettel

Gegen Mercedes scheint kein Kraut gewachsen. „Sie sind etwas weg.“ Immerhin liegt Williams und Red Bull auf eine Runde in Schlagdistanz. „Wir sind alle ziemlich eng zusammen“, referiert Vettel. Alle gewonnenen Trainingsdaten könnten aber schon morgen nicht mehr viel wert sein. Die Wetterprognosen sprechen von einem rapiden Abfall der Temperaturen. Das dürfte man bei Ferrari nicht gerne hören. Es war bislang die Schwäche der Italiener, das Auto bei wechselnden Temperaturen zum Arbeiten zu bringen. Zuletzt gesehen in Mexiko. Es ist eine Kunst, unter allen Bedingungen die optimale Leistung aus den Reifen zu bekommen. Es ist ein Zusammenspiel aus richtigem Aufwärmprozess, Reifendrücken und Setup.

Es könnte aber auch regnen. Für Vettel kein Anlass zur Sorge. „Ich sehe keinen Grund, warum wir im Regen nicht schnell sein sollten.“

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