Vettel in China abgeschossen

Verstappen gibt Fehler zu

Sebastian Vettel vs. Max Verstappen Foto: xpb 65 Bilder

Sebastian Vettel hat den Grand Prix von China nur auf Platz 8 beendet. Eine Kollision mit Max Verstappen warf den Deutschen weit zurück. Nach dem Rennen zeigten sich beide Piloten überraschend versöhnlich.

Max Verstappen kommt nicht aus den Schlagzeilen raus. Nachdem er sich in Bahrain mit Lewis Hamilton erst auf und später neben der Strecke angelegt hatte, geriet der Holländer in der 42. Runde des GP China mit Sebastian Vettel aneinander. Mit frischeren Reifen startete der Red Bull-Pilot einen Angriff am Ende der langen Geraden. Doch am Scheitelpunkt kam es zur Kollision.

Beide Piloten drehten sich und verloren einige Plätze. Während der Red Bull den Kontakt unbeschädigt überstand, verlor der Ferrari mit demoliertem Unterboden und verheizten Reifen anschließend deutlich an Pace. Erst ging Nico Hülkenberg im Renault vorbei. In der letzten Runde kassierte auch noch McLaren-Pilot Fernando Alonso den angeschlagenen Deutschen.

Verstappen sucht Gespräch mit Vettel

Sebastian Vettel vs. Max Verstappen Foto: xpb
Der Burnout nach der Kollision ließ die Reifen in den letzten Runden einbrechen.

Die Schuldfrage schien relativ klar. Über Funk klagte Verstappen jedoch zunächst, dass Vettel ihm die Tür zugeschmissen habe. Doch die FIA-Kommissare gaben dem Youngster die Schuld und sprachen eine 10-Sekunden-Strafe aus. Dank einer furiosen Schlussphase kämpfte sich der Holländer noch auf Rang 5 nach vorne.

Nach dem Rennen erwarteten viele eine hitziges Rededuell, doch Verstappen gab sich ungewöhnlich freundlich. „Das war mein Fehler. Dafür entschuldige ich mich. Ich habe eine Lücke gesehen und den Angriff gestartet. Doch dann haben meine Reifen kurz blockiert und wir haben uns berührt. So etwas ist jedem Rennfahrer schon mal passiert. Da können wir normal drüber reden.“

Im Parc Fermé ging der 20-Jährige direkt auf Vettel zu und bat um Verzeihung. „Ich fand es gut, dass er gleich ankam und den Fehler zugab. So muss man das machen. Er hat sich verbremst, das kann immer mal passieren. Mit dem Rückenwind auf der Geraden war es nicht einfach. Die Verhältnisse haben während des Rennens gewechselt. Zum Glück konnten wir beide immerhin weiterfahren“, gab sich Vettel versöhnlich.

Dritter Fehler im dritten Rennen

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP China - Shanghai - 13. April 2017 Foto: Red Bull
Verstappen wird sein "Hitzkopf"-Image nicht los.

Nach der Kritik von Hamilton in Bahrain musste sich Verstappen natürlich die Frage gefallen lassen, ob er zu ungestüm sei. In Australien hatte der Youngster mit einem Dreher Plätze verloren, in Bahrain war er nach dem Duell mit Hamilton ausgefallen und in China machte er neben dem misslungen Angriff auf Vettel auch beim Angriff auf Hamilton einen Fehler.

„Ich glaube nicht, dass es eine Frage des Alters ist“, so Verstappen. „Aber ich muss nochmal über die Szenen nachdenken und alles analysieren“. Teamchef Horner erwartet, dass sein Pilot die richtigen Konsequenzen zieht: „Er ist noch jung und muss noch lernen. Aber dieses Rennen hatte einige Lektionen parat, aus denen er seine Lehren ziehen wird.“

Verstappen hatte Glück, dass Vettel nicht noch Öl ins Feuer goss: „Er hätte sich bei dem Manöver ja auch das Auto beschädigen können. Eigentlich wollte ich mich ja auch gar nicht verteidigen. Ich habe bei Daniel (Ricciardo) gesehen, wie schnell die Red Bull waren. Doch er hatte wohl eingangs der langen Geraden einen kleinen Fehler und ein paar Meter verloren. Ich hatte am Ende gar nicht mit einem Angriff gerechnet.“

„Ich habe ihm nach dem Rennen gesagt: Die Rennen sind lang. Und Du hast hier heute Dein Podium weggeschmissen. Das war einfach unnötig. Ich glaube, er hat auch verstanden, dass er da Mist gebaut hat. Es ist auch keine Frage des Alters. Er hat ja schon einige Rennen auf dem Buckel. In solchen Situationen muss er etwas geduldiger sein, sonst passiert sowas noch häufiger.“

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