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Mercedes - GP Monaco - Formel 1 - 14. Mai 2017 142 Bilder

Vettels Kampfansage an Mercedes

„Hätten alle 5 Rennen gewinnen können“

Im Duell Mercedes gegen Ferrari steht es 3:2 für die Silberpfeile. Sebastian Vettel hat trotzdem keine Angst vor dem Gegner. Er setzt auf ein starkes Paket. Rückblickend hätte er alle fünf Rennen gewinnen können, sagt Vettel.

Was für ein Unterschied zum letzten Jahr. Da musste Ferrari eine Niederlage nach der anderen erklären. Und war in Monte Carlo hinter Mercedes und Red Bull nur die dritte Kraft. Diesmal fürchtet sich Mercedes vor Monte Carlo mehr als Ferrari. „Wir gehen mit zwei Fragezeichen in das Wochenende. Wird sich unser langer Radstand in den engen Kurven nachteilig auswirken? Und bekommen wir die Reifen in das Fenster? Da ist Ferrari trotz unserer Fortschritte immer noch besser“, warnt Lewis Hamilton.

Das hört sich bei Sebastian Vettel ganz anders an: „Wir haben ein starkes Paket und ein starkes Team. Mal hat es am Freitag gehakt, mal am Samstag, aber im Rennen hat der Speed immer gestimmt. Rückblickend hatten wir bei allen fünf Rennen immer ein Auto, mit dem wir hätten gewinnen können. Es gibt nichts, wovor wir uns fürchten müssten.“ Und jetzt will der vierfache Weltmeister mehr: „Es reicht uns nicht mehr knapp hinter Mercedes oder mit ihnen auf einer Ebene zu sein. Wir sind erst happy, wenn wir vorne sind.

Vertrauen ins Auto ist der Schlüssel für schnelle Runden

Starke Worte für ein Team, das sich medial bis jetzt radikal eingemauert hat und nach der Devise agierte: Weniger sagen ist manchmal mehr. Doch Ferrari kommt als das Team, das den WM-Spitzenreiter stellt, mit gewachsenem Selbstvertrauen nach Monte Carlo. Auf dem Stadtkurs zählen 3 Dinge: Abtrieb, gutes Reifenmanagement und Vertrauen vom Fahrer in sein Auto.

Vom absoluten Abtrieb hat Mercedes leicht die Oberhand. Doch der Ferrari produziert stabilen Anpressdruck. Und das zählt auf einer Strecke wie Monte Carlo, weil man damit besser die Reifen in ihr Arbeitsfenster bekommt.

Aus Sicht des Fahrers ist Vertrauen der Schlüssel zum Erfolg. “Du tastest dich hier langsamer ans Limit als auf anderen Strecken. Monaco verzeiht keine Fehler. Wenn du deinem Auto nicht voll vertraust, gehst du in den Kurven auch nicht hundertprozentig an die Grenze. Bei 19 Kurven summiert sich das„, erzählt Vettel.

Das unterschreibt auch Hamilton: “Monte Carlo ist die größte Herausforderung des Jahres. Ich bin hier zuhause, laufe oft um die Strecke oder fahre sie mit dem Auto oder dem Motorrad. Noch immer kann ich nicht glauben, dass wir hier mit 200 Sachen um den Kurs fahren. Du musst hier immer auf der Hut sein und rausfinden, was der Schlüssel für eine schnelle Runde ist, und dich dann sofort anzupassen.„

Mercedes im Schnitt die besten Starts

Monte Carlo hat seine eigenen Gesetze. Nirgendwo sonst sind die Startposition und der Start so wichtig wie auf dem 3,337 Kilometer langen Parcours durch die Stadt. “Auch wenn Vettel in Barcelona den Start gewonnen hat, sagen unsere Statistiker, dass unser Team im Schnitt die besten Starts bei den ersten 5 Rennen hatte„, macht sich Hamilton Mut.

Vettel hält dagegen: “Wir hatten anfangs ein paar Schwankungen, sind aber jetzt konstanter mit unseren Starts geworden.„ Darüber, dass Ferrari den Kupplungshebel nach Vorbild von Mercedes abgekupfert hat, um dem Fahrer mehr Gefühl zu geben, lässt sich Vettel nicht groß aus: “Wir probieren viele Dinge aus. Es geht bei allem darum, das Gefühl für das Einkuppeln zu verbessern. Es ist aber normal, dass die Starts besser werden. Wir bekommen immer mehr Routine und Übung.„

Die Position in der ersten Kurve ist trotzdem noch keine Erfolgsgarantie, wie 3 der 5 Rennen in dieser Saison gezeigt haben. Auch beim Stadt-Grand Prix wird es auf das Timing des wahrscheinlich einzigen Boxenstopps ankommen und ob das obligatorische Safety-Car zur richtigen oder falschen Zeit kommt.

Ein Undercut funktioniert nur, wenn man nicht in den Verkehr fällt. Dazu muss der Abstand zum Mittelfeld mindestens 20 Sekunden betragen. “Als Zweiter hast du auch in Monte Carlo den Vorteil, dass du immer weißt, was dein Gegner macht„, behaupten die Mercedes-Ingenieure.

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