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Sebastian Vettel - GP Malaysia 2017
Ferrari - Formel 1 - GP Malaysia - Sepang - 28. September 2017
Kimi Räikkönen - GP Malaysia 2017
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Keine Getriebe-Strafe für Vettel in Suzuka

Beschädigung nur am Rahmen

Das Getriebe von Sebastian Vettel hat die Kollision mit Lance Stroll nach ersten Augenschein gut überlebt. Es droht somit keine Strafe für Suzuka. Auch beim Motor gibt es News: Räikkönens Problem war offenbar identisch mit dem von Vettel.

Am Dienstag kam die erlösende Nachricht aus Maranello. Nach ersten Augenschein hat das Getriebe von Sebastian Vettel den Zusammenstoß mit dem Williams von Lance Stroll überlebt. Nur der äußere Rahmen des Getroebes ist beschädigt. Der darf aber straffrei getauscht werden.

Vettels Glück war die Art der Kollision. Der Aufprall mit rund 50 km/h hat die Antriebswelle aus dem Differential gezogen, statt sie in die Kraftübertragung hineinzustauchen. Damit sollten die Wellen und Lager intakt geblieben sein. Der Check in Maranello ergab jedenfalls keine alarmierenden Schäden.

Sebastian Vettel - GP Malaysia 2017
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Das Getriebe wird jetzt nach Suzuka geflogen und kommt vermutlich bereits am Freitag zum Einsatz. Sollte gegen alle Erwartungen doch ein Defekt auftreten, hätte man genug Zeit bis Samstag ein neues Getriebe einzubauen. Diese Hektik will man sich zwischen drittem Training und Qualifikation ersparen. Da das Getriebe brandneu war, gibt es auch kein Problem mit der Laufzeit. Es verträgt zwei zusätzliche Freitags-Sitzungen. Ein Ferrari-Sprecher atmete auf: „Die erste gute Nachricht seit Wochen.“

Ferrari darf mit FIA-Erlaubnis nachbessern

Auch bei den Motorenproblemen sieht Ferrari klarer: Kimi Räikkönens Antriebseinheit machte höchstwahrscheinlich aus dem gleichen Grund wie bei Vettel Ärger. Die identischen Symptome ließen es bereits vermuten. In beiden Fällen brach der Ladedruck zusammen. Bei Vettel hatte man einen Riss in dem Karbonschlauch zwischen Verdichter und Motor diagnostiziert.

Bei Räikkönen haben die Ingenieure das gleiche Teil im Verdacht. Motor und Verdichter als Teil des Turboladers sind zwar versiegelte Komponenten, die Verbindung dazwischen nicht. Ferrari darf also mit Erlaubnis der FIA Nachbesserungen anbringen, wenn sie rein dazu dienen, die Standfestigkeit zu verbessern.

Ferrari - Airbox - GP Japan 2017
ams
Blick in die Garagen von Suzuka: Vettels Airbox bekommt die Ohren erst noch verpasst.

Zur Überprüfung wurden sämtliche Karbon-Verbindungsstücke nach Maranello geschickt. Möglicherweise muss die Karbonstruktur nachlaminiert werden. Das kann an der Strecke nicht durchgeführt werden. Nach dem Blick in die Garagen von Suzuka sah es auch danach aus, dass beide Ferrari in Suzuka mit unterschiedlichen Airbox-Versionen fahren. Doch wie wir von Ferrari erfahren haben, bekommt die Vettel-Airbox ihre Ohren später noch verpasst.

Die Laufleistung scheint keine Rolle zu spielen: Vettels Antriebseinheit war zum Zeitpunkt des Schadens brandneu. Räikkönens V6-Turbo hatte bereits über 3.000 Kilometer abgespult. Vettel fuhr mit seiner fünften Einheit das ganze Rennen ohne Probleme. Das lässt darauf schließen, dass bei bestimmten Exemplaren des Karbonschlauchs ein Materialfehler vorliegt.

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