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Vettel mag Ferrari-Segel-Ohren

„Das schnellste Auto ist das schönste“

Sebastian Vettel hat in Baku zwar die WM-Führung verloren, doch die gute Laune konnte das nicht trüben. In Barcelona will der Heppenheimer wieder angreifen. Damit es mit Sieg Nr. 50 klappt, haben die Ingenieure den Ferrari überarbeitet.

Sebastian Vettel präsentierte sich am Donnerstag in Barcelona gut gelaunt. Dabei sollten die Erinnerungen an seine letzten Runden auf dem Grand-Prix-Kurs in Barcelona eigentlich nicht so gut sein. Bei den Wintertestfahrten vor der Saison war der Ferrari hier noch nicht konkurrenzfähig. „Das war Quark. Die Temperaturen waren im Keller. Und keiner konnte richtig was lernen“, winkt Vettel ab.

Schon in Australien lief es etwas besser: „Da habe ich im Rennen erstmals so viele Runden gefahren, dass ich spüren konnte, was dem Auto noch fehlt. Danach haben wir dann die richtigen Schritte eingeleitet.“ Das Ergebnis ist bekannt. Dreimal in Folge fuhr der vierfache Weltmeister auf Pole Position. „Ich bin hier und da aber noch nicht ganz zufrieden. Wir haben noch etwas Arbeit vor uns“, grübelt der Pilot.

Vettel gefällt neuer Ferrari-Look

Ferrari - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 10. Mai 2018
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Für den Europa-Auftakt in Barcelona haben die Ferrari immerhin mal ein paar Upgrades spendiert. Der Unterboden mit den langen Schlitzen an der Seite ist komplett neu. Für mehr Schlagzeilen sorgten aber die neuen Spiegel, die nun direkt am Halo-Bügel montiert sind. Vettel schaute sich das Upgrade in der Früh lange an. Im Gegensatz zu den Fans schien dem Piloten die ungewöhnliche Anordnung zu gefallen.

„Und am Ende ist es sowieso egal. Das schnellste Auto ist automatisch auch immer das Schönste“, erklärte Vettel. Nach Aussage des Deutschen machen die Spiegel auch keinen großen Unterschied bei der Performance. „Sie sind für eine bessere Sicht nach hinten dort angebracht. Durch den tieferen und breiteren Heckflügel hatten wir da etwas Probleme.“

Vettel wurde in Barcelona natürlich auch auf den Crash der beiden Red Bull-Piloten in Baku angesprochen. Schließlich erinnerte die Aktion etwas an die Kollision zwischen Vettel und Mark Webber beim Türkei-Grand-Prix 2010 in Istanbul. Doch Vettel winkte ab: „Das interessiert einen nicht, wenn es bei einem anderen Team passiert. Aber mir ist das natürlich Recht, wenn die sich in die Karren fahren. Das war unseren Gegnern damals sicher auch Recht.“

Vettel wird ruhiger mit dem Alter

Vettel selbst hat seinen Hitzkopf mittlerweile unter Kontrolle. Selbst im Vergleich zum Vorjahr wirkt der Deutsche ungewöhnlich ruhig. Der Pilot selbst hatte auch keine Erklärung parat: „Vielleicht sind einem manche Dinge nach all den Jahren etwas egal geworden. Über Manches, was mich in der Vergangenheit mehr aufgeregt hat, kann ich nun vielleicht eher hinwegsehen.“

Die Motivation hat Vettel aber auch nach 202 Rennen noch nicht verloren. „Das Fahren macht mir momentan viel Spaß“, gab der 30-Jährige zu Protokoll. In Barcelona könnte er den 50. Sieg einfahren. Am Ende der Saison winkt der fünfte Titel. „Daran denke ich noch gar nicht. Es sind noch so viele Punkte zu vergeben. Zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison macht es keinen Sinn, auf den WM-Stand zu schauen.“

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