Sebastian Vettel - GP Mexiko 2018 sutton-images.com
Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Mexiko - 27. Oktober 2018
Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Mexiko - 27. Oktober 2018
Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Mexiko - 27. Oktober 2018
Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Mexiko - 27. Oktober 2018 79 Bilder

Vettel nicht happy in Mexiko

„Verlieren in allen Kurven“

Sebastian Vettel blieb im Mexiko-Qualifying nur gut zwei Zehntel hinter der Bestmarke von Daniel Ricciardo zurück. Dass diese Leistung am Ende aber nur für Rang 4 reichte, verhagelte dem Ferrari-Piloten etwas die Laune.

Eine Woche nach dem Sieg von Austin scheint Ferrari in Mexiko plötzlich nur noch dritte Kraft im Feld zu sein. Im Qualifying am Samstag (27.10.2018) konnte Sebastian Vettel die Zeiten der beiden Red Bull und von die Marke von Mercedes-Rivale Lewis Hamilton nicht unterbieten. Obwohl er den Rückstand mit 0,211 Sekunden knapp hielt, reichte es nur zu Rang 4 in der Startreihenfolge.

Dabei hatte es nach schwachen Trainingszeiten am Freitag schon fast danach ausgesehen, als könne Vettel das Ruder noch einmal rumreißen. Dank des guten Top-Speeds seines Ferraris rückte der Heppenheimer den beiden Red Bull immer näher auf die Pelle. Auf Max Verstappens Bestzeit fehlten nach dem ersten Run im entscheidenden Quali-Abschnitt keine zwei Zehntel mehr. Von außen hatte man das Gefühl, dass die Pole Position in Reichweite liegt.

Vettel über dem Limit

Doch aus der Cockpit-Perspektive war die Prognose nicht ganz so optimistisch: „Ich war mit der ersten Q3-Runde schon richtig zufrieden. Ich wusste, dass es schwierig werden würde, die Red Bull zu schlagen. Deshalb musste ich im zweiten Run etwas anderes probieren. Aber das hat leider nicht so recht funktioniert. Im Nachhinein glaube ich nicht, dass es viel schneller gegangen wäre.“

Max Verstappen - GP Mexiko 2018
Aktuell

Obwohl es kaum noch Luft nach oben gab, probierte der 31-Jährige einen Tick mehr aus seinem Ferrari rauszuquetschen: „Ich wollte am Ausgang von Kurve 3 etwas aggressiver sein, da habe ich dann etwas das Heck verloren. Weil wir im letzten Sektor viel Zeit verlieren, habe ich da auch noch etwas probiert und bin ins Rutschen gekommen. Das war alles aber gar nicht dramatisch. Die Runde war ja nur eine Zehntel langsamer als die davor. Aber es hat leider nicht für eine Verbesserung gereicht.“

Vettel hat das Grundproblem auch schon ausgemacht. „Wir verlieren in allen Kurven. Das liegt vor allem am mangelnden aerodynamischen Grip. Auf den Geraden sind wir dafür sehr schnell, weil uns der Abtrieb fehlt. Hier in Mexiko zählt unsere gute Effizienz leider nicht so sehr wie auf anderen Strecken. Man braucht einfach nur maximalen Abtrieb.“

Vettel-Attacke am Start?

Für Red Bull sind das die optimale Bedingungen. Ricciardo und Verstappen konnten den Abtriebsvorteil des RB14 voll ausspielen, während der Nachteil des hohen Luftwiderstands in der dünnen Luft nicht so sehr ins Gewicht fiel. „Wir haben schon erwartet, dass Red Bull hier schnell ist. Auch dank des großen Turbos, den der Renault-Motor hat. Sie verlieren hier weniger Leistung als wir“, erklärt Vettel die Stärke der Konkurrenz.

Vettel - Verstappen - Hamilton - GP Mexiko 2017 - Rennen
Wilhelm
2017 stand Vettel auf der Pole Position. Doch in Kurve 3 lag der Ferrari plötzlich hinter Hamilton und Verstappen.

Noch ist aber nichts verloren. Wie in Austin könnte Ferrari das Rennen schon am Start umbiegen. Die Red Bull stehen mit ihren etwas schwächeren Motoren in der ersten Reihe voll im Wind, während Hamilton und Vettel sich dahinter auf der 890 Meter langen Anfahrt auf Kurve 1 heransaugen können.

Im Vorjahr musste Vettel am eigenen Leib erfahren, dass die Pole Position in Mexiko kein Ruhepolster ist. In Kurve 1 ging Verstappen vorbei. In Kurve 2 musste er Hamilton passieren lassen. In Kurve 3 krachte es dann. „Es kommt darauf an, wie gut wir wegkommen“, blickt Vettel auf die ersten Sekunden des Rennens. „Ich starte auf der dreckigen Seite. Mal sehen, wie groß der Nachteil ist. Der Weg zu Kurve 1 ist lang. Das Problem ist aber oft, dass man einfach keine Lücke findet. Mal schauen, was da passiert.“

Ferrari findet Antworten

Sollte es am Start nicht klappen, bleibt nur noch der Weg über die Strategie. Überholen ist in Mexiko fast unmöglich. Platzwechsel sind nur über die Taktik drin: „Das wichtigste Thema im Rennen wird es sein, auf die Reifen aufzupassen“, prognostiziert Vettel. Alle sechs Piloten der drei Top-Teams fahren auf Ultrasoft los und werden, wenn es normal läuft, irgendwann auf Supersoft wechseln. Da kommt es auf das richtige Timing an.

Neben dem Rennsieg war Ferrari noch mit einem zweiten Ziel nach Mexiko gereist. Man wollte im Training Daten sammeln, um mehr über die Upgrade-Pakete der letzten Rennen herauszufinden, die das rote Auto nicht immer schneller machten. Auf die Frage, ob man denn am Freitag die gewünschten Antworten gefunden habe, gab sich Vettel schmallippig: „Wir haben Antworten gefunden.“

Motorsport Aktuell Max Verstappen - GP Mexiko 2018 Ergebnis Formel 1 GP Mexiko 2018 Resultate Training, Qualifying & Rennen

Max Verstappen hat sich wie im Vorjahr den Sieg beim GP Mexiko gesichert.

Mehr zum Thema GP Mexiko (Formel 1)
Grid Girls - GP Mexiko 2015
Aktuell
F1 Tagebuch - GP Mexiko 2018
Aktuell
Nico Hülkenberg - Renault - GP Mexiko 2018
Aktuell