Vettel mit Getriebe-Schaden

Interessierte Blicke vom Streckenrand

Sebastian Vettel - GP Abu Dhabi 2016 Foto: sutton-images.com 87 Bilder

Sebastian Vettel beendete das Freitagstraining von Abu Dhabi auf Rang 3. Doch kurz vor dem Abpfiff blieb der Ferrari-Pilot mit einem Getriebedefekt stehen. Der Pilot machte das Beste aus der Panne.

Ferrari will sich mit einem guten Rennen aus einer schlechten Saison verabschieden. Am ersten Trainingstag von Abu Dhabi sahen die roten Renner deutlich konkurrenzfähiger aus als zuletzt. Sebastian Vettel wurde nur von den beiden Silberpfeilen geschlagen. Der Rückstand hielt sich mit 0,269 Sekunden in Grenzen. Im ersten Training hatte der Heppenheimer mit mehr als einer Sekunde Rückstand noch auf Rang 5 gelegen.

„In der Früh hatten wir auf der heißen Strecke ein paar Probleme. Mit kühleren Temperaturen am Abend habe ich mich deutlich wohler gefühlt. Das Auto war deutlich besser“, erklärte der Pilot den Leistungsunterschied. „Auf einer Runde hat es ganz gut ausgesehen. Der Longrun am Ende war vielleicht nicht ganz so gut, wie die Runs davor. Ich hatte ein paar Probleme mit den Vorderreifen. Vielleicht bin ich etwas zu aggressiv angegangen. Alles in allem war ich aber heute mit dem Auto zufrieden“, so das positive Fazit.

Vettel beobachtet die Konkurrenz

Nur ein kleines Technik-Malheur störte das schöne Bild. Das Getriebe spielte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff nicht mehr mit. Vettel rollte ohne Vortrieb am Streckenrand aus. „Das ist natürlich nicht ideal, wenn so etwas an einem Freitag passiert. Ich hätte den letzten Run natürlich gerne beendet und ein paar Runden mehr gefahren. Aber es sollte hoffentlich keine negativen Auswirkungen haben. Wir hatten zum Glück schon den Großteil unserer Hausaufgaben gemacht.“

Vettel machte das Beste aus der Situation. Während sein Fahrzeug auf den Abschlepper gehievt wurde, stellte sich der Fahrer hinter die Leitplanke und beobachtete die Konkurrenz: „Das war wirklich interessant, sich mal die anderen Autos auf der Strecke anzuschauen“, erklärte der vierfache Weltmeister anschließend. Welche Erkenntnisse er dabei gewonnen hat, wollte er aber leider nicht verraten.

Vettel will mit Mercedes kämpfen

Trotz des Getriebeproblems blickt Vettel optimistisch auf den Rest des Wochenendes. „Die Pace war ordentlich. Ich hoffe, das wird auch im Qualifying so sein, und wir können das Auto in der Startaufstellung dorthin stellen, wo es hingehört.“

Gerne würde er sich auch in das WM-Duell bei Mercedes einmischen. Der Glaube daran, die Silberpfeile zu schlagen, ist aber nicht ganz da. „Die Favoritenrolle ist klar verteilt. Jeder, der in die Nähe kommt, kann sich schon glücklich schätzen. Aber wir wollen natürlich auch ein starkes letztes Rennen haben. Wir sind hier, um einen guten Kampf abzuliefern. Wenn das am Ende bedeutet, dass wir uns zwischen die beiden Mercedes schieben können oder sogar vor ihnen fahren, dann wären das natürlich gute Nachrichten.“

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