Vettel-Nachfolger Daniil Kvyat

Keine Angst vor Red Bull

Daniil Kvyat - GP Japan 2014 Foto: xpb 29 Bilder

Daniil Kvyat ist seit den Morgenstunden des 4. Oktober 2014 ein Red Bull-Fahrer. Nach nur 14 GP-Starts wurde der 19-jährige Russe zu Sebastian Vettels Nachfolger befördert. Er wandelt damit auf den Spuren von Daniel Ricciardo. Angst vor der großen Aufgabe hat er nicht.

Jean-Eric Vergne war verschwunden. Der Franzose hatte früh die Strecke verlassen. Vergne war sauer, dass er für die Vettel-Nachfolge nicht berücksichtigt wurde. Er hatte schon bei Toro Rosso Platz für den 17-jährigen Max Verstappen machen müssen. Und jetzt kam ihm trotz drei Jahren Formel 1-Erfahrung bei der Besetzung des zweiten Red Bull-Cockpits ein 19-Jähriger zuvor. Das Cockpit von Sebastian Vettel war innerhalb von elf Stunden neu besetzt. Der Auserwählte ist Toro Rosso-Junior Daniil Kvyat.

Der Russe aus dem fernen Ufa bringt für den Job die Erfahrung von 19 GP-Starts mit. Er selbst erfuhr erst zwei Stunden vor dem dritten Training in Suzuka von seiner Beförderung. "Ich bin überrascht und fühle mich geehrt."

Die hohen Erwartungen schrecken Kvyat nicht ab: "Ich konzentriere mich auf meine Arbeit. Die Aufgabe, die vor mir liegt, ist gewaltig, aber ich fürchte mich nicht davor. Ich weiß, was ich kann, und ich vertraue meinen Fähigkeiten. Deshalb hat mich Red Bull auch ausgewählt."

Kvyat feiert mit sich selbst

Das Beispiel Ricciardo macht ihm Mut. Der Australier hat sich auch schnell bei Red Bull eingelebt und ist mit der Aufgabe gewachsen. "Ich versuche, es ihm nachzumachen." Kvyat hat schon genug Selbstvertrauen getankt, um sich nicht darüber zu wundern, dass Red Bull ihn seinem Teamkollegen Vergne vorgezogen hat.

"Jean-Eric ist ein sehr guter Fahrer und eine Messlatte für mich. Es stimmt, dass er mehr Erfahrung hat, aber diese Saison hat auch gezeigt, dass Erfahrung nicht mehr eine so große Rolle spielt. Vergne war ähnlich schnell wie Ricciardo. Zwischen mir und Vergne geht es sehr eng zu. Damit weiß ich, wo ich stehe."

Kvyat nahm die schöne Nachricht erstaunlich gelassen hin. Zuerst einmal hat er sein Handy abgeschaltet. "Ich wollte mich auf die Qualifikation konzentrieren. Am Abend werde ich mit meinem Trainer Essen gehen und mit mir selbst feiern. Zu mehr reicht es nicht. Nächstes Wochenende steht mein Heimrennen in Russland auf dem Plan. Ich habe einen randvollen Terminkalender."

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