Vettel noch nicht zufrieden

„Es muss noch besser gehen“

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Belgien - Spa-Francorchamps - Formel 1 - 25. August 2017 Foto: xpb 101 Bilder

Sebastian Vettel erwischte zum Auftakt in das Spa-Wochenende noch nicht den perfekten Tag. Auf den schnellen Runden baute der Heppenheimer kleine Fehler ein. Auch das Auto passt noch nicht optimal.

Mit dem Rennwochenende in Spa wird die heiße Phase der Saison eingeläutet. Der Blick auf das Zeitenklassement des Trainingsfreitags verheißt nichts Gutes für Sebastian Vettel. In der Tageswertung liegt der WM-Spitzenreiter mit knapp einer halben Sekunde Rückstand auf Rivale Lewis Hamilton nur auf Rang 5.

Ferrari mit Luft nach oben

Entsprechend nüchtern fiel das Fazit aus: „Das war noch nicht der beste Tag, was den Rhythmus angeht. Auch von meiner Seite lief es noch nicht perfekt. Ich habe die schnelle Runde noch nicht so zusammenbekommen. Da war ein kleiner Fehler drin. Aber heute war es ja noch ein Tag, an dem man experimentieren kann.“

Was Vettel auf einer schnellen Runde fehlte, machte er im Longrun wieder wett. Mit mehr Sprit im Tank sahen die Zeiten schon sehr ordentlich aus. Doch auch hier sah der Pilot noch Verbesserungspotenzial: „Wir waren mit der Balance nicht so weit weg. Es schiebt hier und da noch ein wenig über die Vorderräder und hier und da ist es noch etwas nervös auf der Hinterachse. Unterm Strich, war es okay. Aber es muss noch besser gehen.“

Ferrari habe aber laut Vettel verstanden, was das Auto noch braucht. Konkret verraten, wie man die rote Göttin verbessern kann, wollte der Heppenheimer aber nicht: „Wir brauchen natürlich noch mehr Grip. Einfach Flügel draufpacken ist keine Option. Sonst verliert man auf der Geraden. Aber wir können ja noch ein bisschen was anderes machen am Auto. Und ich kann ja auch noch meinen Fahrstil etwas anpassen.“

Hamilton mit optimalem Beginn

Im Lager von Mercedes war man offenbar schön näher am Limit. „Das war heute einer unserer besten Freitage der ganzen Saison“, strahlte Hamilton. „Das Auto hat sich direkt von Beginn an rundum stark angefühlt. Wir konnten dann noch direkt einige gute Fortschritte mit dem Setup machen. Das ist sehr ermutigend. Im Longrun sieht es eng aus, aber wir haben das Wochenende optimal begonnen.“

Sollte Mercedes wie erwartet im Qualifying die Nase vorne haben, dann ist laut Vettel noch nicht alles verloren. „Man kann hier in Spa sehr gut überholen. Es gibt zwei lange Geraden – auf der einen liegt Eau Rouge dazwischen, auf der anderen Blanchimont – aber man kann sich gut ansaugen. Und sie münden beide in eine Kurve, in der stärker angebremst werden muss. Im flüssigen mittleren Teil ist es dagegen schwer zu überholen. Da muss man versuchen dranzubleiben.“

Ein Fragezeichen schwebt noch über der Haltbarkeit der Reifen. Der Regenschauer am Ende des zweiten Trainings durchkreuzte das Evaluationsprogramm. „Die Reifen liegen nicht so weit auseinander. Jeder hat ein bisschen experimentiert um herauszufinden, welcher der schnellste ist. Dann kam der Regen, der das ganze natürlich erschwert. Da fehlen uns ein paar Kilometer und Informationen. Ich denke, am Ende muss man ein bisschen aus dem Bauch raus entscheiden.“

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