Vettel testet zwei Tage für Red Bull

Foto: Wolfgang Wilhelm

Update ++ Für Sebastian Vettel beginnt die Zukunft in der Woche nach dem GP Italien bei Testfahrten in Jerez: Der 21-jährige Deutsche erhält dort die Gelegenheit für sein neues Team Red Bull-Renault zu testen.

Die Teamverantwortlichen haben für ein volles Programm im Terminkalender des Youngsters gesorgt: Gleich an den ersten beiden Tagen (17./18.9.) soll er in den Red Bull steigen, bevor zum Abschluss Mark Webber das Steuer übernimmt. Damit aber noch nicht genug: Nachdem seine Nachfolgekandidaten Sebastan Buemi und Takuma Sato ihren Einstand gegeben haben, soll Vettel zusätzliches auch noch den abschließenden dritten Tag (20.9.) für sei "altes Team" Toro Rosso testen.

Es ist nicht Vettels erster Test in einem Red Bull. Bei den Wintertests hatte der Toro Rosso-Pilot einen Tag lang David Coulthard ersetzt, nachdem der Schotte wegen eines eingeklemmten Nervs kurzfristig ausgefallen war. Der Test gibt Vettel die Gelegenheit, sich langsam an den Red Bull zu gewöhnen. Das Auto wird ihm bekannt vorkommen, denn sein Toro Rosso STR3 ist praktisch identisch.

Gewöhnung an Motor und Traktion

Der gravierende Unterschied sitzt hinter dem Fahrer. Im Toro Rosso fährt Vettel einen Ferrari-Motor, im Red Bull einen Renault V8. Der französische Achtzylinder soll nicht nur deutlich weniger Leistung als das Ferrari-Triebwerk haben, sondern auch in punkto Traktion schlechter sein. Im Ferrari entfaltet sich die Leistung gleichmäßiger und das italienische Triebwerk erreicht auch früher seine Höchstleistung. Die schlechtere Traktion des Red Bull-Renault hat auch Auswirkungen auf den Fahrstil. Vettel soll sich früh daran gewöhnen.

Mark Webber, der künftige Teamkollege des Deutschen, sieht in dem Test des Toro Rosso-Kollegen noch keinen ersten echten Vergleich. "Ein echtes Bild über Sebastian werde ich mir erst machen können, wenn wir beide gleichzeitig im 2009er Auto sitzen. Nächstes Jahr ist mit Slicks, anderer Aerodynamik und dem KERS-System so vieles neu, dass alles auf den Kopf gestellt werden kann." Trotzdem lobt der Australier seinen künftigen Stallrivalen schon jetzt: "Ich würde sagen, Sebastian ist ein erfahrener Youngster. Für sein Alter macht er einen tollen Job."

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