Vettel und Ricciardo in Reihe 3

Kleiner Fehler entscheidet Bullen-Duell

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Deutschland - Hockenheim - 18. Juli 2014 Foto: xpb 84 Bilder

Red Bull kann Mercedes in Hockenheim wohl nicht herausfordern. Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo müssen dagegen mit Williams um die Podiumsplätze kämpfen. Im teaminternen Duell konnte Ricciardo seine Quali-Bilanz auf 6:4 ausbauen.

Sebastian Vettel musste sich langsam daran gewöhnen, dass er nach dem Qualifying erst einmal erklären muss, warum es wieder nicht so geklappt hat wie gewünscht. In Hockenheim fehlte dem Weltmeister mehr als 1 Sekunde auf Pole-Mann Rosberg. Viel schlimmer aber noch: Teamkollege Daniel Ricciardo war ebenfalls 3 Zehntel entfernt und brachte dem Heppenheimer die 6. Quali-Niederlage im 10. Rennen bei.

Vettel mit kleinem Fehler in Kurve 2

"Im Qualifying lief es für uns immerhin besser als in der Früh", erklärte Vettel anschließend. "Wir haben leider die Runde nicht so zusammenbekommen. In Kurve 2 habe ich mich leicht verbremst. Und wenn die Reifen bei diesen Temperaturen einmal überhitzen, dann bekommt man sie im Rest der Runde nicht mehr zum Abkühlen."

Bei Ricciardo klappte es dagegen im entscheidenden Moment gut: "Ich habe mich im Qualifying zunächst eigentlich nicht so wohl gefühlt. Ich wusste, dass ich im Q3 etwas aus dem Hut zaubern muss. Wir haben den Flügel und die Reifendrücke etwas verstellt, was mir etwas mehr Vertrauen gegeben hat. Dadurch konnte ich noch ein paar Zentel rausquetschen. Mit der Runde konnte ich am Ende zufrieden sein."

Red Bull-Fortschritt nicht groß genug

Beide Red Bull waren in Hockenheim mit einem neuen Sprit und einer neuen Motorsoftware ausgerüstet. Zu spüren war davon aber nichts. "Die Updates haben nicht so viel gebracht wie gehofft", musste Vettel zähneknirschend zugeben. Auch Teamkollege Ricciardo war nicht begeistert: "In der Top-Speed-Tabelle sind wir vielleicht ein bisschen weiter oben als in den letzten Rennen. Aber Mercedes ruht sich auch nicht aus. Die verbessern sich ebenfalls weiter. Unsere Fortschritte müssen doppelt so groß sein, damit man etwas aufholt."

Im Rennen scheint ein Angriff auf Mercedes unmöglich. Vettel hat eher die beiden Williams im Visier: "Die sahen gestern noch nicht so gut aus. Die haben sich gesteigert. Das war eine Überraschung. In Sachen Rennpace sollten wir näher dran sein, aber ich erwarte sie auch am Sonntag stark. Sie hatten schon früher Freitage an denen sie schwächer aussahen. Vielleicht fahren sie da ein ganz anderes Programm."

Auch das Wetter könnte eine Rolle spielen. Am Sonntag soll es deutlich kühler werden. "Der Regen soll erst nach dem Rennen kommen", so die Prognose von Wetterfrosch Vettel. "Wenn es kälter wird, muss das nicht heißen, dass es mit den Reifen einfacher wird."

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