Räikkönen schlägt Vettel

Kampf zwischen Ferrari und Red Bull

Kimi Räikkönen - Ferrari - GP Brasilien 2016 - Interlagos - Qualifying Foto: xpb 52 Bilder

Mercedes war im Qualifying zum GP Brasilien 2016 außer Reichweite. Eine halbe Sekunde hinter den Silberpfeilen tobte der Kampf zwischen Ferrari und Red Bull. Kimi Räikkönen wurde Dritter, Sebastian Vettel Fünfter. Man teilt sich die Startreihen mit den dunkelblauen Rennern.

Es war ein enger Vierkampf. Den dritten und sechsten Platz trennten im Qualifying zum GP Brasilien nur 0,136 Sekunden. Kimi Räikkönen hatte im Duell Ferrari gegen Red Bull das beste Ende für sich. Obwohl der Weltmeister von 2007 mit seinem finalen Umlauf, der ihn hinter die Mercedes brachte, nicht vollends zufrieden war. „Die Runde war durchschnittlich.“ Hinter dem Iceman landete Max Verstappen. Dahinter Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo, die sich die dritte Reihe teilen.

Ferrari mit besserem Speed auf Geraden

Die Strecke von Sao Paulo spiegelt die Charakteristiken der jeweiligen Autos wider. Ferrari gewinnt auf den Geraden, Red Bull in den Kurven. Die roten Rennwagen waren im ersten und dritten Sektor schneller als ihre unmittelbaren Konkurrenten. Im ersten Abschnitt im Tausendstelbereich, im letzten um ein bis zwei Zehntel. Red Bull schiebt es auf die bessere Motorleistung des Ferrari-V6. Räikkönen brauste mit 338,1 km/h durch die Lichtschranke vor Kurve eins. Sein Teamkollege mit 333,1 km/h. Die beiden Red Bull schafften 330 und 325,7 km/h.

Im Mittelsektor mit acht von insgesamt 15 Kurven haben die dunkelblauen Rennwagen die Oberhand. Max Verstappen und Daniel Ricciardo kamen in 36,637 und 36,774 Sekunden durch die Passagen im Mittelabschnitt. Vettel und Räikkönen in 36,919 und 36,973 Sekunden. Der Finne liefert die Erklärung: „Wir haben zu wenig Abtrieb in diesem Streckenteil. Ich kämpfe ein bisschen damit, das Auto in engen Kurven richtig herum zu bekommen. Ab und an blockieren mir dort auch die Vorderräder.“

Teamkollege Vettel nahm die Trainingsniederlage gegen Räikkönen auf die eigene Kappe. „Im letzten Versuch habe ich die letzten beiden Kurven vergeigt“, analysierte der viermalige Weltmeister. „Kimi hat es dagegen auf den Punkt getroffen, als es darauf ankam.“ Danach schob Vettel noch selbstkritisch hinterher: „Es gab ein paar Qualifikationen in dieser Saison, wo ich nicht die beste Leistung abgerufen habe.“

Vettel hofft auf Podium

Der Brasilien-Sieger von 2010 und 2013 startete mit siebenminütiger Verspätung in die Qualifikation. Einige Ferrari-Fans dürfte die Wartezeit die Schweißperlen auf die Stirn getrieben haben. Technische Schwierigkeiten waren der Grund für die Verzögerung. „Wir mussten das Brake-by-Wire-System neu starten. Wir wussten, dass wir deshalb etwas später beginnen würden.“ Mit Beginn der Hybrid-Ära 2014 werden die Hinterradbremsen nicht mehr hydraulisch, sondern elektronisch angesteuert.

Im Rennen hofft Vettel, noch auf das Podest stürmen zu können. Optimistisch stimmen ihn die Longruns vom Freitag. „Sie waren ziemlich gut.“ Auf einen Sieg spekuliert er nicht. „Mercedes ist ein bisschen zu schnell für den Rest“, sagt Vettel. Gegen die Silberpfeile könnte vermutlich nur Regen helfen. Und der könnte im Rennen auf die Strecke niederprasseln.

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