Sebastian Vettel - GP USA 2016 Foto: sutton-images.com
Ferrari - Formel 1 - Technik - GP Malaysia / GP Japan - 2016
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Vettel verteidigt Ferrari

„Können dieses Jahr noch viel lernen“

Während die meisten Teams die Entwicklung der aktuellen Autos schon lange eingestellt haben, brachte Ferrari bis zuletzt Upgrades. Sebastian Vettel vertraut darauf, dass seine Ingenieure das Richtige tun. Er hofft auf neue Erkenntnisse und gute Ergebnisse in den letzten 4 Rennen.

In der kommenden Saison wartet eine der größten Regelreformen der jüngeren Formel 1-Vergangenheit auf die Ingenieure. Bei beschränkten Windkanalzeiten und Computersimulationen haben sich die meisten Teams entschieden, die Weiterentwicklung der 2016er Autos frühzeitig einzustellen und sich ganz auf die 2017er Modelle zu konzentrieren.

Ferrari sucht nach neuen Erkenntnissen

Nur bei Ferrari ging man einen anderen Weg. In Malaysia und Japan zündete die Scuderia noch einmal eine größere Ausbaustufe, die auf der Strecke auch direkt einen kleinen Fortschritt brachte (siehe Galerie). Aber opfert Ferrari hier vielleicht den Erfolg des nächsten Jahres für ein paar gute Rennen am Ende dieser Saison?

„Wir sind glaube ich nicht die einzigen, die noch neue Teile bringen“, verteidigte Vettel die Taktik. „Alles, was wir gebracht haben, war schon lange geplant. Wir wollen die letzten 4 Rennen dazu nutzen, mehr über das Auto zu erfahren. Wir nutzen jede Runde um zu lernen. Das hilft uns dann auch für das kommende Jahr. Ich vertraue darauf, dass wir das Richtige tun.“

Weil die neuen Autos so komplett anders sind, bezweifeln allerdings einige Ingenieure der Konkurrenz, dass die Entwicklung der aktuellen Modelle einen großen Erkenntnisgewinn für die nächste Generation bringt. Sollte der 2017er Ferrari nicht die Erwartungen erfüllen, wird sich die Teamleitung sicher einige kritische Fragen gefallen lassen müssen.

Vettel verteidigt Taktik-Entscheidungen

Kritik gab es zuletzt auch an der Taktik. In Singapur passte das Boxenstopp-Timing bei Kimi Räikkönen nicht. In Japan verpasste Vettel wegen einer unglücklichen Strategie das Podium. „Im Nachhinein ist man immer schlauer“, verteidigte Vettel sein Personal am Kommandostand.

„Lewis (Hamilton) hatte eine sehr gute Pace im Rennen. Der war schwer zu halten. Wir haben noch versucht Max (Verstappen) zu schnappen. Ich denke das war zu diesem Zeitpunkt die richtige Entscheidung. Hätte es geklappt, wären wir die Helden gewesen. Aber leider hat es nicht geklappt.“

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